nicn Reuter nachgesetzt/ihnen alles wider ab-gesagt/ in so. gefangen bekommen/ mit wel-chen tveil sie SpanniseheFeldzeichen geführtes ihres icbens halb gefährlich gestanden.Beyderseits seind in diesem Scharmutz etli-che todt geblieben. Inmittels ncmblich den-6. ist Pfaltzgraff Wolff Wtlhelm von! Ncwburg im iägcr vor Breda ankommen/dememann zu Ehren etliche Salve geschos-sen/ vnnd sonst grosse Ehr bewiesen / vnndhalben Skadischm widcrumb ein Anschlaggcfchlet/vnnd etliche ihres Volcks im lauffblieben / vnnd ob man schon steiMc Wachtgehalten/ist doch den is. ein Kundschaffeervom Stadischeniäger wunderlicher weise inBreda kommen / daragff die BelagertenNachts auffdcn Thürncnu. Fewerzcichengeben/den folgenden Tag ist das Stadischeläger auffgcbrochen/vnd die galttze Armadaden Weg naher der lange Strassen vff Her-tzogcnBusch genommen. Nach dessen Abzugden;?.hat Marquis Spinola einen Trom-metcr in die Statt geschickt /dem Gubcrna-tor daselbst ein intereipirt schreiben intimirenlassen/dessen Inhalt gewest seyn soll/ es werekein Mittel da/die Sratt mit gewalt zu ent-setzen/solte sich dcrhalbcn so lang halten als erkönne/vnd wan es nicht lenger zuthun/ einenso guten Aeeord zu treffen/als shme müglich/vnnd die Statt zu vbcrgcben. Hierauff denzi. May Vormittag hak man angefangenbeyderseits von der Statt vbcrgab zu Parla-mentlren / vnd ftmd drey Äepuncrte auß dertVtatt/vnnddargcgcn Grass F)cnrtch vondem Berg zu ihnen zwischen ihren vnnd denspanischen Schanyen zusammen kommen/biß auff den Mittag beysain geblieben/vnndalso der traetatton den ansang gemacht/ das- schlcsscn wie auch andere Feindseligkeitenbeyderseits gegen einander eingestclttt/vnndder Accord folgender Gestalt getroffen wor-den.
! Alle Bürger sollen inder Statt mögenwohnen bleiben zwey Jahr lang/ vmb steh ini solcher Zeit zu resolvircn^vnd zu bcdencke/obsie mit der Wohn-vnnd ä)außhaltung alldalängcr sich auffhalren wollen/doch mit dieserOAiizalion , daß sie sich in allwegcn stlllhaltcn/vnd so viel die Religion betrifft/gantzkeine ärgcrnuß geben sollen / denen aber / soni'l zu bleiben begcrcn/ sol frey stehen/ in an-geregten zweyen Iahren/jre Güter zu dtfpo-niren / odcr zu vcrkauffen/wic es ihnen am! füglich-vund besten dünckcn wird / denselbensoll auch erlaubt seyn/sich gleich setzt/ wohin' fiewollcn/zu retenren/ mir aller Frey-vnndi Sicherheit.
' ».Es solle ein Garten bestellt werden/auffi welchen die Todten/so in wehrender zeit von! den Reformirten sterben/zu begraben,i z. die Bürger in Breda sollen mit keiner
<erzelcynu6.
Impositioit weiter beschwert werde/»/.,ls an- ^dcre Brabcndcr/ so steh setzt noch drmncn be-finden. ^
4. Alle die senigen/wclche der Stakt Gel-der vnderhanden gehabt/ sollen nlt schuldigseyn/darvon Rechnung zu thun.
5.Äic Besatzung/welche wegen srcrKön.M.in die Statt ziehen wirdk/svl frcundtlichlogirt werden.
6.d»e Alten dberherm/ vnd Aniptsträ-ger der Bürgerschafft sotten nicht vc rstoffmwerden/sondern in dem General Perdon be-griffen seyn.
7. dbgcmcldtc Bürgcrvon Breda / sol-len in wehrenden zweyen Jahren/ mit Paß-porten vondcmGubernatorc der Statt/»nden vliirtcn Provincien ihre Gewerbe/shrcrNotturfft nach/treiben mögen.
s.dtc Prcdicantcn in der Statt / sollenalsobald abziehen.
- ?. die Soldaten/dfficlerer/vndInge-nieur/ auch die so mit dem Geschütz vmb-gangen/vnd deren Prcdicantcn/ mit all ih-rem Gut/vnd Familien/sotten mit Fliegen-den Fahnen/Gcwehr/vnndBagagy außzie-hen/wie in andern drthen beschehen/zu demEndk man ihnen Schiffung zu leihen Orv»-nantz ertheilt/ welche aber wiederrcstituiertwerdensottcn.
ic>. Solten auch 4. StückGcsch ütz mitne-men/vnd ^.StcinEDtück oder Morscr/ wel-che fie außsuchcn würdcn/zli welchen» end ih-nen auch nothwendige Pferd gelehnt werdensollen.
n. Item sollen fie des Printzen von Vra-nien /^odilis.so in selbigem Schloß scmdt/ >entweder also bald oder innerhalb 6.M onat/wie es snen am fügligsten außzuziehenMach»haben.
»L.die Soldaten so kranckheit halber nitgleichaußzichcnkönnen/ möchtens hernachthun/tvann sie gesund/vnd ihren Credilo« n/mehr nit als bckandnuß irer Schuld schnfft-t»ch zu geben/schuldig seyn.
iz.dte dfficter vnd Soldaken/so ^.Iahrin der StattGuarnisonirt/gestattet man is.Monat zeit ihre Güter zu verkauffen vnd zuGeld zu machen/ im fall ihres bteibens m derStatt nicht seyn möchte.
i^.Die gefangene auß der Statt vnd K öNiglichen ^ägersollenohneentgelceinergcge >den andern loß gegeben werden.
»5.das Kömgsche Volck solldonnerstagzu Morgen den ^.dieses e»nz»ehcn.
Welchen also nachgesetzt wordcn/dan den5. Junis »st das Stadische Kriegsvolck außder Statt Breda/vnd das Königlschc dage-gen hinein gezogen. Äer Abzug «st in solchergestalt geschehen.
Erstlichen seind alle sre Wagen vnd Pa-!gagy herausser gezogk/welchevon 4. Corner
Reu»-