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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
733
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Eigentliche Verzeichn!,s.

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ohn mit desselben außtröcklicher erlaubnußgenommen werden»

5. Soll der Infantin ein bequemes -Orthcingcrauniee werden zmVbung ihres Got-tesdienstes / vnnd zwar in dem Pallast alldaauch nach ihrem belieben / Meß soll mögengehalten werden.

«e.Sol! mögen etliche Priester bey sich ha-^ bcn/den Gottesdienst vndGcbct in den darzuj verordneten Plätzen zu verrichten.! ?.IHre -Diener vnd was denen anklebt/so^ wol Äiann als Weibs Personen sollen-s gen Römisch Catholisch jein.

s. -Die Infanttn soll in oder nah bey deinHoff eine Eapell haben vnd die so groß / daßall ihr Hoffgesmd darin räum haben mögen:Siesoll auch ein hcimbl. Thür haben mö-gen/ durch welche sie Privalsweiß einkom-men/neben einer gemeinen Thür/durch welehe sie öffentlich eingehen vnd ihren Gones ,dienst verrichten mög.

?. SolchcCapell soll mögen gezierek wer-den/wie auch der Altar vanders/nach ge-brauch der Römischen K n chen.

,o. Die bewahrung dieser Capellsoll denkbefohlen werden/so die Infantin darzu cr-wehlen wirdt / vnnd sollen dieselbe durchaußniemand hinein lassen / so da ccwan Vnrahtanrichten möchte.

.Aubcdlcnungder Sacramenten sollenso viel Bediencr angcstelt werden als derIn-fan. gelicben soll/ welche auch von derselbensollen crwchiek werden: doch daß dieselbe deßKömgs tN Groß Britannien V idcrchanennit ftycn/ohnc Spaniens außtruckiiche Be-willigung. -

i-.Vnderden Geistl.oderKirchenP.'rso.nen soll seyn cinlummuz vnnd

derselbe soll gnugsame ^ ulkorircr vnM achthaben allen Iweytracht / so in der Religionoder Geistlichen Sachen clwan entstehenj möchten/zu schlichten vnd Hi nzulegen.! Derselbe ^ocicraeorsollÄkachthabendie beschuldigte Catholischcn zu coniurirenvnd zu straffen/ vnnd vbcr sie der Gcistl.Iu-risdt ttio», sich gebrauchen / also daß die In-fantin dieselbe auß shrem Dienst auff denFall abschaffen soll.

t4.die Infam»n vnd ihr Hoffgesind / sol-len ohne Molestatio.n/wan sie begeren/Dis-l pensatlonen/Iubiteen/Ablas vnd alles an-! ders was sie zu ihrem Gewissen nötig achten/von Rom holen mögen.! >5«Äer InfantinHoffgesind sol denEyd/dz siedemKönlgtnGroß Britannien trewvnd holv seyn wollen/schweren vnnd leisten/doch soll dar«n keineClausulen gebraucht wer-vcn/so da sremGewissen vnd der Eathol.Rc-ligion zu wider lausten möcht / vnnd soll die- Form solches Eydsvon demApofiol.Sttfft(Stnl) approbwt werden, is» Die Rechte

vnd Gcsen des Königr. Engclland»s foucnderInfantinHoffgesind nicht angeben/son-dern sol dasselbe bcfreyet sein derc straffen/dieden mgcsissmen Mitthätern auffcrlcgt wer-det»: m welchem aber hochnothwcndtg seinwill zu erklären/wie vnd wz gestalt solches bc-schehcn sol.'. ,7. Die Kinder so auß dtescmHeuratbgezielet mögen wcrdcn/solicn n.Rc-ligionss'.chen nit mögen gezwungen werde/die Gesetz auch so wieder die Papisten ge-macht/sollen sie nit angehen/ nocyauch inen Nachtheil gereichen/in dem etliche Katho-lisch wcren vnd blieben/sollen auch deßwegengar n»t ihr Recht zu der Eron vnd ErblicherSuccession verlichrcn.is.Dte Seugammenlodie Printzeiiche Kinder seugenvnd auff-ziehen/sollen mit belieben vnd wolgefallc derInfan.erwchlet vnnd vnter ihr Hoffgcsi >dtgerechnet werden.

Es har aber der Kön.in Spanien eben vmdie zeit als der Printz von Wallts in Spa-nien sich miffgchalten/auch diese zu den vo.rigen zu thun hcsttig begert:

Erstlich ob wol zu Versicherung dieser su-chen viel stattliches pr-semirt vnd anerbocrcworden, befind er doch weiter hochnöüg/vndbegcrcn/daß sich der König in GroßBrnan-nien erkläre/was Versicherung er thun kön-ne/da der Heurath eins geschlossen/daß derselb nit wider solle auffgelöst werden oder zu-rück gehen.

-.Es soll auch erklärt werden/auffwie vielIar lang vndzu was Altcrdie Infaimn derAufferzichungder Kindern fürstchen soll. z.Ingleichem solle erklärt werden/ daß wannetwan ein Stell eines von der InfantinHoffgcsind/es sey Mann oder Fraw so Siemitgebracht erlediget würde/daß alsdann j-rem Bruder dem König in Spanien fetb igczu ersetzen erlaubt seyn soll.

4.DcrKömgin Groß Britannien solleerklären/was Versicherung er thun könnc /dzalle beschlosseneArtickel fest vnd vnvcrbrüeh-lich sol len gehalten werden.

Hieraust hat der Kön.m Engell. also ge-antwortet: Erstlich könne kein starckerBanddes Glaubens vndTrew seyn/dann dieReli-gion vnd die Gesetz des 4ands/ welche so woleines als dz ander die Ehescheidung nit zulas-sen. -»Sie sollen vnder dem Gubernamcnt

der Infan.als der Mittlers» lang hleibk als

in solche fachen gebür- breuchlich sey/nachvermögen/Gesundheit vnd EomplextondcrKindcr.z.Die erledigte Platze der Diener solV Kön.inSpan.wle bcgert/ersetze möge,l.4.Der Kön.in Gr.Britan.vn Pr.von Wal-lissollen sich selbst vermittelst Eyvs verbin-den vnnd dasselbe mit dem groAnSiegel deßKönigr.Engell.versicgeln vnd darneben beyguter Trew angeloben/alles das ienige wasvorgcstelt zu volbringen/vn solle lne Arttckel

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zu erkläre»

begert

worden.

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