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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
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Gedenckwürdtger Geschichten

versichert seyn möchte/auffdz an den Pässenkeine Verhinderung/ vielmehr alle beförde-rungso wohlanProviand als andern zu vn-terhaltung desto bcssernRegiments/vnd mch-rerverschonungdervnterthanen/mitgcbüh-render Assstentz geleyflct wcrdc/dero Ampt-leuthen gnädiglichen anzubefehlen/oder aber,doch ohne vorgeschriebene maß / ein oderzween Commissaricn/der Armee stets beyzu-wohnen/zu obgefttztem Ende / abzuordnen/wie gegcnI.F.G.crsich dessen vermöge ge-gen Kcy.M.gcschcyenen Sinecration/auchjm selbsten zugeschickten Sineerir schreiben/sich versehen wolte/dann auch auff widrigenFall da sich etwas Angelegenheit erhebe/so durch zeitliche gegebene Qrdinantz er lie-ber Vermittlet vnd Verhütet sehen wölke/Ihre Fürstliche Gnaden alsdann sm keineSchuld beyzumestenhaben werden.

Auff dieses gesetztes Schreiben / hat derHertzogsubdato 14. Junis Graff Tilli die-ses Inhalts geantwortet.

Es seyn Ihr sein Graff Tilli Schrei-ben recht eingelieffert worden / darauß sienicht mit geringer befrembdung verstanden/was gestalt er gesinnek / seine vnderhabendcArmee dahero/ vnd in den MdcrSächsischeCreyß/vnd in I.^. banden zuführen/ weilzu solchem Ihrem Bruder Hcrtzogen Chri-stian4iebd.dar;u vrsach geben möchtcn.Nunaber hcne I. -l.sich hochgemeldtcn IH.Bru-ders/weitcrsals sichrechkswegen gebühret/vnd wohl verantworten laste/ nicht anzuneh-men/ köndte auch ohne zuthun samptlichkrCreyßstände/ vnd vor itzt annähende Crcyß-tag/auff sein ersuchen sich nik erkläre/ gleich-wohl aber nicht sehen/wie S.HertzogsChrb-stians^.Ihme zu solchem Marsche Vrsachgeben möchte: In deme dieselbe so wenig wi-der shn/als jemand anders/wer der auch seynmochte/einige Thätlichkeit verübet/ sondernmit dero unterhabenden Armee/ so sie zu jrerVersicherung bey sich/sich inIrm -Quarti-ren noch an jetzo still verhielten/ vrmd fernerExtcnsion vnd Assecuration der Keys..Per-don vntmhänigesGehorsames erwarteten.Sollen aber/vmer währenden Traetäten/(deßwegen auch dieses Ereyscs löb. Fürsten/vnd Sr.die Rom. Kcy.M.mik fcrmer Exe-cution einzuhalten/ aller vnderkhanigst ersU-chet)I.F.G.vbcreylet vnd altaquirct/ auchjhrc -band vnd 4cut (wie sie nit hoffen woltenauch der R.K» M.will vn meynUng nit sey)wegen ihrer auffrechten vnd wohlgemeyntenIntcntion/vNdI.Key.M. erwiesene Trewvnd Gchorsambs wider so vielfältig Keys.Surcetation inGcfahr gesetzt werden/müstesiees zwar dahin gestclt seyn lassen. MaNnwürde aber I.Fürstl. Gnad, hingegen nichtverdenckcn können / daß sie auß dringendereusscrstcn Noth/jhr offenbarcVnschuld/vnd

wie man ihr für jhrn Gehorsamb vnnd allervnterthcnigstegctrewe Hevotion (darinnensie biß an ihr End zuverbleibeN gemeynet)zulohnen vnternementhue/allerWeltvor Au-gen st/lten / vnnd bey jhrn nahe verwandtenHerm vnnd Ständen/ vnd bevorab der Kö-niglichen Würden in Bennenmarck/ auchdem löblichenNlder Sächsischen Creyß/ sobaß sie köndten/ Hülffvnd Rettung suchten-Bann wann gleich Ihrer Fürstlichen Gna-den freundlichen liebenBruders4iebden/wledoch nit vor ein Feind öffentlich erkläret/daes doch noch im Tractat/ vnnd auff IhrerMajestät fernereResolution beruhete/so wolte vnd köndte dannoch jhm Tilli nach Ab-weisung der Ereeulionordnung (die seineFürstliche G. nit löchern wolte)em fremdesKriegsheer/in diesen Crayß zu führen/ ooerIhr als eines dritten vnschuldigen^andvnd-beuch züverhergen/mcht gebühren/ fondernda er Tilli solcher Reichs Ordnung gemeßgelebt haben woltt/ würde int demselben sichgemäß zuvcrhalten obligen/derowcgen IhreFürftlichcGn.nach'nais aütiich gcsinne/erwoltcjhr-band vndGepm mn solchen zuge-muihenden durchziehen verschone vnd I. F.Gn. wieder so hoch betewerte Sinceranoneszu schädlicher nachfolg Nit beschweren/ nochfernere Mßtrawen zwischen IH-Keyf.M-vnd denen noch vbrigen Fürsten vnd Stän-den erwecken/sondern vielmehr Ihrer Keys-May. allergnädigst fertnere Extcnsion deßKeyferlichen Perdons erwarten/ damit alleFürsten in IhrcrMeynung/daß denKeyser-lichen Sinttratiöne» wenig zu ttawen/mchtvmb so viel desto mehr gcsiärckt werok möch-ten. Erwärme hierüber seyn Thylli Erkle-rung.

Hiernechst seynd vnder dessen/ von Chur-Sachsen/ diePäßvmbMülhausen herum-ben/ derer Meynung keineParthey durchzu-lassen/ starck verschantzet worden / es ist aberGraff TM derentwegen nicht still gesessen/sondern als er vernommen daß Fürst Chri-stian von Braunschweig/ den verlauffenenWinter vnndFrültngvber/cinArmada von-oooo. Mann/vnd einer starckcn Artelcreyin den Braunschweig.GräNtzen zUsainen gc-bracht/vn mit demManMder auffPfing-sten(wie solches InttrcipirttSchreiben aH-gcbracht)sich conjungire wolte/alsist GraffTilli vnter dessen aUch den 56. May auß derWetteraw aUffgebrochen/ vnnd nach demStlfft Hirßfeld zu Hessen Marsiert/ darinnden s. Tag(als dieStatt Hirßfeldt jhn gut-willig eingclassen)sich etnquartirt.

BaraUffnit lang hernach wlderumb außdem Stlfft den füttff vnd zwantzigsten Tag

IUnij fortgerückt/das Hessen land quittitt/

vnnd seinen Jug auff das Eysfeld/mit scincrgantzcn Armee genomme/ vnd alda sein Rcn-

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