Eigentliche Verzeichne.
außden Staue vndihrenHeusern/Güterrnvon jhremWeib vnd Kindern/bey ^elbstraffvnd betröwung deßSmcks abgefordert/vndzum Schantzen graben vor Franckenthal/vnnd Verrichtung anderer gefthrlichcr arbeitgle»chsamb mit forderlichen »nitteln gezwun-gen würden/da vnder dessen die vmbSold ge-worbene frenchde Soldatk hindcrden Awin-gern/vnnd Statmawren auffder Bernhautliegend/rem Fressen/Sauffcn/vnd Spielenabwarteten. So wehre auch mit Exempelnzubeweiscn/ daß nemblich d»c ienige glieder/welche hicbcvor auß der Ch. Pfaltz jhr Geldetlichen Reichsstätten vorgcstrecket/vnnd imgegeothetl mltsolchem GcldtIhrc Jinß er-worben hmcn/ von den Stätten angefordertwürden.Ohncracht aber »n so offtgedachtemAfchaffenburgischem ein außtrücl-licheallgemcine^mniüiz.vergeß.'vndhtnle-gung aller entzwischen vorgeioffemr Hendel/beschlossen worden were/nichts desto wenigerwürden auß etlicher Reiche SiättCantzcley-endieVnions Acten gefordert/vnd ein son-derliche Commission zu solcher Inquisitionangestellet.Den jenigen welche zu besagterVmon Rath vsrdThak gegeben hctti^würdenachgetrachket/vnnd was dergleichen grosseBeschwcrnussen noch mehr wehren:also dz ei.nes Ehrlichen Evangel. Manns / welchersolch arme leuth also hefftig klage hören sol-te/Hertzblut schwitzen/ vnd kümmerlich sichdeß Wcynens en< halten köndtc.
Vor die gnedtglk-trcwhcrtzigsteI.EHurf.G.gethaneErinnerui'g^als wann eines oderdeß andern Orts Bürger Betröwliche L>ü-cursux wider die Rom. Cathol. sp^wgirettn/also dz dannenhero grosse vnd gefehrlicheBe-schwerlichretten vnd Newerungen gar leicht-lich entstehen möchten: -derentwegen sagtensieIbrerChurfürstl.Gn..mtallemvnderthe-nigsten Danck/ sondern cheeen auch solchesmit vnderthcnigstem gehorsamb im gering-sten nit in vngmem vermercken.
Sie würden aber auch dißfals vnschut-digangczepffet/ vnnd wollen im gegentheildieRöm.Keys. May. ihren allergnädigsten^encn/aller vndcrthenigst Ehren/ mit allenBenachbarten/ohn allen Respect vnd vnder-schied der Religion/ Friedfertig 4eben/ vor/wienach/vnnd bey noch wehrenden gefehrli-chenKriegsleufften/Neutralvcrbleibett/vndendlichen alles dasjenig trewlich verrichtenwas gehorsamen Reichs Stätten dißfals zu»hun gebühren würde. Sie wünschmn auchvon gründ Ihres Hertzen paß die von Vhr-alten zeitten hero auff sie wolgcbrachtePriv»,egia vndFrevhciten/welche so wol denHcyl-als auch den Prophan-Frieden betreffen the-ten/jhnen vnverletzt erhalten werden möch-
Bürgcr etwanauß vngcdutl der Tyranncyvnd grausamkeit/ welche räg'^ch wider dieauffgerichteteVtzralt: gewonhei« deßH. R.Reichs/ vnd der Erb Stätten/so teu-wer/vnnd mit so gwssem vnkostcn erworbeneFreyheit arremirer vnd vervbel würde/ etwzgered haben solte/oder aber vonFnedhessigenleurhcn/zu spargirung solch gehässiger vn-tiützcrdißcurs/vcrrcitzct worden wchri/ da-mit man sie desto mehr stumpffiren köndtc/ sowere iedoch aller blllichkeitgemeß/ dzdervn-schuldige sich deß schuldigen ntt cheühafftigtmche/ vnd daß vnder einer gaM Vokekrel-chcn Gemeüi/ vnd vnder wenigen Pcrjonenein grosser vnde» scheid were.
Demnach biß anhero die-Holländer an vn-derschiedlichen -Orten/ sonderlich aber im A Ln-Graffenhaag/ vndcrschiedliche Berasichla-gungengehalte/vüalsosichzuinKricgdapf- i» M»ss«rfcr gefast gemacht/ als hat der Pnntz vonVranicn/ bcncben Hcrtzog ChrüiianvonBraunschweig/vnndGraff Henr:chen vonNassaw/die Stakt Breda/ vnnd Berge», obdem Soom etliche Tag lang verichloistn ge-halten/also daß der Orten ntemanöt wederauß noch einkommen mögen.
Vnder dessen aber habt sie zu Willenstatteoo.mit Soldaten wohlbeladene Kriegs-Schiff/ 6«. Fahnen Fußvolck/ 4^. Fähn-lein zu Roß/vier vnnd zwantzig Stück Ge-schützes / einen grossen Vorrat allerhandtKi'iegsmunitioi,/viel Proviant vnnd süffesWassers/zusammenbracht / solche in tueSchiff eingeladen/vnnd ihr vorhaben glück-lich zu Wcrck richte»» tvöllen. Als aber wideralles jhr vcrhoffen/dasEis dazumahl angan-gen/vü etngt oß windichtes Vngewitter ent-standen/ also daß acht Schiff / welche mitdeßPrintzenSilber vnd Küchen geschin/wieauch c»n theil Kriegsvoick beladen gewesen/zu gründ vnnd schettlrrn gangen/ist nicht al-lein solcher anschlug zu rück gaugeit/sondernhaben noch ein ander Vnglück erfahren. HoNndt-
Dann als vmb diese zeit H. ianoMs / deß ,chG(ZudcrnÄroris zu Vtrechk leibt. Bruder»,mit Holtzwällc belaveneSchiffinFlandern/ »«.welches heutiges tags die Holländer jnnha-ben/verschicken wöllen/hat einHolländischerCapitäin/welcher mit seinem KriegsSchiffvnnd-,»» St. Geschützes / solchen außkund,schafferischen Schiffen auff den Dienst ge-wartet/erstgemeltk Hispaniern/sich zustellenanbefohlen»
Derowegen dieSchiffleut jhm willfahret/ jjrerSchantzlN gar wol wahr genommen/vnd ialso mit grosser behändigkeit sich in das Hol-ländischeSchiffbegeben/alles was ihnen nurvorkommen nicdergehawen/ vnnd also das
ten: vnd geschet/ aber doch im geringsten mt I gantzeSchlffvnder jrenGewalt gebracht ha-gestanöen/ daß einer oder der ander Privat ben/Als sie nun sich gedachtes Holländischen
Schiffs