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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
580
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sL» Gedenctwur dl

gutangesehen/beruhetcn dicselbige akff fol-genden 5>lnctamc!nri5.

Hieweil nemlich dcßManßfeldersInten-tton/vnnd zusamwemottierte Kriegsmacht/zwar dem ?tTtcxe vnnd eusserlichem Vor-geben nach / zu Dcfcndirung der ObernPfaltz/m der Warb« t aber vnnd im Wcrckselbst/wider ireKcyferl. Mas- vnnd demsel-ben rrcwlich asststirende gehorsame Skändtedeß Heiligen Rcicho/dann auch zu Rcciiperi-rung deß vor einem Iar/ mit höchstem Ver-lust vnnd Spot / vcrlohrnen KönigreichsBöheymb/vnd dessen meorporirten Länderngerichtet gewesen: So hette man sich für ei-nem solchen gefährlichen/ vnnd durch vndcrschiedtichcHülff gestärcktcnFcitwt/nur auffzween Weg/als durch Gewalt/so im schlagebestchet/odcr gütliche AccordsMittel/versi-chernkönnen.

Nun wercn aber so viel die l'llcoWZi. als?c)lili<.i,dieser einhelligen Meynung/ daß inso schwcrwichtige Sachen/die bxcrems oh-ne grosse Noth v»id Vrsach'nie,mhls anzu-grerffen: Sondern/wann vnd so lang anderenützlichere sschere/doch auch erbare Mit-tel/ zu gleichem Aiel vnnd Ende zu gelan-gen/sich pr-rsentiren/ dieselbe vorzuziehen/vnnd an die Handt zu nemen seyen.Wclcheswie in andern Politischen Sachen/also auchrmKriogswesen/darumb desto mehr in obachtzu nehmen/weil der cuemuz beiü nicht al-lein für sich selbst ins gemein sehr vngewiß/Indern auch vornemblich in den Schlach-ten mißlich vnd zweiffentlich.

Herwegen auch solche aller verständigenKricgshauptcr Meynung nach/so lang an-dere Mittel vochande»,/nicht vorgenommenwerden solten.Wie dann auch die Exemptavnnd tägliche erfahrung lehrten/ daß sichnfeht allezeit die Krieg mit schlagen enden/oder die Fcmdt dardurch vertreiben liessen,Hann es sonst Herr Marchcse Spinola vndandere/ so ihren Feinden an der Aahl weit v-berlegen/ohnezweiffcl mtalso/ wie manbiß-hero >nllzctc>gcsehenvnd erfahren/ würdenvndcrlasscn haben.

Zudem lige das schlagen nicht an einemTheil allem / sondern siehe auch bey demGegentheil/ob er sich in solchen Orthen an-treffen vnd finden lassen wölle/ da mann mitihme schlagen könkue. Hanncnher/ weilA!anßfeldt allezen/nach dem er die Schantzzu Weydhauscn verlassen/welches jhmebannnicht zu verwehren gewesen/vndzwar so langvnd cylendts voran gewtchf vnd außgertssen/daß man ihnc der Eacholischen BundtsArmada nn mehr erreichen können / ehe vndzuuor Er der Eatholischen Standtc vnndkandt angctretten vnd verderbet hette/ hettedlese Eonsidcration btllich müsicn vnd sollenm acht genommen werden.

Ha auch der Manßfelder mitfrerDurch-lcuchtigkcit nicht schlagen wollen ( wie erdann nie kein Hertz vnnd Muth darzu erzei-get/sondern allenthalben nur seine Schlüpffvnnd Vortheil gesucht) hette ersichmderObern Pfattz noch den gantzen Winter ansichern Orthen/ in Stätten/ Schlössernvnnnd Pässen/da man mehr als einen Herbstzu zubringen gehabt / gar wol auffhaltm/Ja bey dem emtzrgen Paß zu Eastell Ih-rer Hurchleuchtigkeit gantzc Armada/gleichwie zu Wäydhaussen/weiß nicht wte langvergebens still liegendt machen / Vmer des-sen aber mn seiner Rcuttcrey/ wohm er ge-wolt/ inn die benachbarte Stiffter vnnd das^andBeyern sircyffcn/ eynfallen vnnd ne-ben eusscrster Verderbung derselben ianden/solchen Raub darinnett plündern können/daß er sein gantze Armee den Windter hinü-ber hette bezahlen/hingegen aber den Stän-den die Mittel/ihre Verfassungzu conrinui-ren gäntzltch entzihen/vnnd dardurch alleCa-tholische m eussersie Gefahr vtid Ruin siür-yen mögen.

Inmassen vnfehlbarwar / daß wann mansich schon mit ihme Manßfelder in die ange- .bottene Accoldshandlung nicht hette einge-gclassen/ sondern gleich alßbalden mit allemernst auff/hne setzen können, vnd ihn Kx-rrcm z getrieben/daß er mit seinemVolrkdieOber Pfaltz also defendiren können/auch be-reit solche Vortheil darzu gehabt hctt/ daßdiesclbige dtcscnHcrbst mit Gewalt nicht htt-ten mögen erobert werden.

Wie dann kein Feindl zu verachten / son-derlich aber auch ohne Vrsach vii,w höchste-NochzugäntzlicherHespcrationnit zu Gin-gen sey/weil die bxempla zeigten/was äc-lpcrs ra Lonülla vervrfacheji / Welche beydem Manßfelder vnnd seinen, Anhang destogefährlicher gewesen/weil er gewisserErfah-rung nach / bazuinghl / als er auß seinemVortheil bey Weydhausen gewichen/ vberVier tausent ausscrlescncr Pferdt/ so gut alssie seyn köndten/mgleichemvbcr i^ylss tau-sent gutes erfahrnes Kriegsvoleks/guteOf-fimer/ vnnddaer schon Ihrer FürstlichenHurchleuchtigkeit am Fußvylck nicht gleichgewefen/dannoch derselben Rcucercy mildenseimgen in der Zahl vbcrcroffcn Hute.

Hcrowegen hetten alle vorne,ubste Obri-sten nach fieMer Erwegung aller Vm-ständt/ waü Manßfeldt heile Kuß halte wol-len/inen die Victory nicht zu verspreche ge-trawen wollen/sondern tn zweiffel gezogc-t/vnnd daheroIhreFürstltcheHurchieuchtig- ^kett nicht vnbilltch hohes Bedcneket« gctragcdie Mittel/dardurch ohne Blutvergwssung/vnd einigen wcytern Schwerdilreich/^aildtvnnd-keuche zu erhalten gewesen / auch mitGottes Segen nunmehr erhalten worden/

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