Druckschrift 
Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
531
Einzelbild herunterladen
 

pfalyHhnben

Mr.

Eygentliche Vcrzetchnuß.

5Z'

andere Her:n zu Kutschen gefolget vnnd so retten vnnd zu schützen ab vndrückwcndigbaldt sie inndas Posament ankommen/ auch machenkönte/tc.von den General Stadcn hcrlich gcwtlkompt Zuvor baben wir vermeldk / welcher ge-worden / vndcr dessen ist einDbristerKinp- stallt der Brabandssche Cantzler vnverrich-hausen mit ctlich geworbenem Kriegsvolck/ tcr Sachen auß dem Graffcnbaage nachdurch das Churfürstenthumb Mcyntzzuder Brüssel wldcrumb verreiset .--Dieweil dannPfaltz marsirt/vnd bey-bohr vbcrgcsctzt/aber nicht allein der Trevcs den neunten Aprilweil dannoch auff fenncr Prolongation der zumEndgeloffcn/sondcrn auch sich die Sa-Trcvcs inn der Dfaltz gehofft / hak er Qrdi- chc dahin anscben lassen/ daß schwerlich beynantz bekommen seinem Volck wtcdcrumb sogcstallten Dingen/vnnd noch wehrenderabzudanckcn. Vnruh in der Psaltz etwas friedlichs zu bof-Ehe aber der Pfaltzgraffauß Sachsen in fen / bcvorab weil der Englisch Ambastador/Holland pastii t/hat er den -.Aebr.Anno F>. welcher zu Brüstel sich auffgcbaltcn / auffmßWolffcnbüttcl ein Schreiben anManß- stm Anbringenfncmbltch deß Hcuraths bal-

fclder lassen abgehen / darmn er nach Anblctung Seiner Königlichen Gnaden vermel-det / es wcre Ihm nicht ohn sonderlich Wol-gefallen vorbracht worden / welcher MassenS. Manßfeldts -bicbden nicht allein IhrerKöniglichen Person gethanen Eydsblßan-hcro Trewhuldig inngedenrk verblieben / deranbefohlenen Kriegs Expedition mn allemGehorsam nachgelebt / sondern auch vndcr-schiedene «statt / Kecken vnnd Schlösser »nIhrem Königreich Böhmen vom Fcmdt er-obert vnd wwcr vndcrIhrcn Gehorsam ge-zwungen : Weil aber er k ines Wegs ge-sonnen/Sein vonGDT^ verliehenes viidvon Rechtswegen zuständiges Königreich

ber zwischen Spanien/zum andern ChurPsaltz wider zu rcstituircn/vnd zu in dritten/die Waffen allerdings nieder zu legen )kcingründtltche Resolution bekommen / lsk dervorstehenden Gefahr halber/ vnnd damitBrabandt vnnd Flandern nicht vnversehe-ncr Weiß möchtevbcreylet werden/ vberallgute Anstalt gemacht werden.

Gleicher Gestallt ist zu Antorff auch einBrücke vber die Scheldt gemacht wordendarüber Loo.Svldaten marsicrt/deß AeindsEinfall zuverhüten / daü dieweil es der -Ortsei»,cn Deich Heere/welchen die Holländerhicbcvor abstechen wollen /viind man in sor-gengestandci»/ esliiöchte wiedcrumbattcn-

vnnd dessen Regalien zuvcrgcsscn / sondern tirt werden Antorff zu bezwingen / habenwas Ihn, mit Anrecht genommen / durch IhreFurst.Durchl neben angemeidenSol-Recht vnnd mit Schwcrds Gewalt wider zu baten allerhand Kriegs munmon vber die

gcwinnen.Als bcgerten SemeMasistät hienlit anIh.^icbd.Stc wollen inndem vorge

Trcvesl..»ffen

zum «ud.

Brücken/derDrrsbringen wlewenigermtdas vberigcKriegsvolckauß denklctneStät-setztcnEyffcrstandthafftigfortfahren / deß tcn auff Berck vnnd Wcstel marsirn vnnd! Iuramentsvnvcrgesscn bleiben/ in Wider- ^zumthcildaß Volci'soinKandcrngclcgcit/bringung deß Königreichs Böhmen / kein dieweil der Stadcn etliches Volck auch da-Mühe/VolcknochVnkosten sparen/ vnnd hinmarsirt/auffdieGrentzenverordnct/vndalso so wolGott alsIhmChur Pf. vnndder das Brabandssche Volck auch dahin cylengeliebt n P ostcrität cm wolgcfalligce/vnnd lassen.

vor aller erbarer Welt -lob vnnd Ruhm wür- Bey dieser Handlung haben die Slavendiges Wcrck verrichten/ Ihr Ma/. wollen nicht still gesessen/sondern vber daß hicbcvorlcnIhrer-l.MttgnugsamcnÄolckvnGeldt- geworbene vnd m bestallung habendeknegs-

volck/darvon droben vcrmeldt/sich zu Was-on/scr vnnd ä.andt jc tc>tger je mehr gcstcrckct/die Styruuiischcn Reutter welche auß Böy.in Wcstphalcn angelanget auffctliche Mo-nat inn Bestallung genommen / wie wenr-gers nicht auch noch ncwe Schiff Eapi-mtt Hülff deß allerhöchsten Richters/ vnnd tein von der Holländischen Versambtung/vieler Großinachtigen Potentaten gerochen eben so viel von Rotterdam vndvon Am-vnnd zu schänden gemacht werden / wie sie stcrdam crwchlcr vnnd bestellet / auch ein Spanischebaun der gäntztichcn Hoffnung m kurtzem dz Schiffarmada von ;<5. grossen Krtegsjc«)iff/jentgezucentiren/darob Gotc ein sonderlich dcn?.Aprtll/fichvor Dnnkircheit/Djieiwe/gcfallcii/Ihre v.'id der Ehristttchct«Rcttglo>» ^ vnd Greucliiig/zu legen außzufahrcn ordi- r.Fcindc ein höchsten Schreckeii/ alle Weit a-

hülffauff alle kommende Aalt erscheinen/auch dieselbe Ihre Königliche Gnad vnndGunst reichlich empfinden lassen. Sie we-rtn an fctzo wegen Aortificatlon Ihrer Sol-datesca bemühet / vnnd bcgerten Ihr Hauptnicht chcrzur Ruhe zu legen / btßIhreAelnd

der ein denckwürdigesWundcr tragen solle»

Dann I.Mas. weiter nichts begegnenwurde/so sie voii der einmahl gefaficn Dpimo../

Gottes Wort/vnd Ihr von Ihm verliehene-bändcr / mit Darsttzung -ltiv vnnd 4.ebenszu ^ bey den St^öen angehallen / lhrc Besatzung

vnd Greucltng/ zu legen außzufaiwnantz geben / gie.cher gc/raUt stmd d»e i;.Kriegsschiff/welche zu Dimkirchen gcbawctvnd die i^. Aposteln gciiandt / auch ms Meerauff Ihr Abctlri^wcMejetzt worden.Bmb dtcse zeit hat Grafs von Gmbden

5sf "

au»