Anzug von der Bayrischen Armata / auffGrünberg genommen worden / welches indemPilsnerCreiß/vnd ob einem hohenBerg/vnden aber am Berg ein kleiner Marckfle-cken gelegen/hat der Abriß von Haßlang denvorzug gehabt/so baldt er nun vor dasSchloßkommen/hat er denen/die im Namen dcßBö-heimischen vermeinten Königs darin gele-gen / durch ern Trommeter sagen lassen/daßsie sich jrer Durchleuchtigkeit ergeben/vnndmit Ja oder Nein innerhalb einer ssundt(danso vil vnnd langer nicht hat er ihnen zeit ver-zollt) was sie thun wollen/ein Categorischeantwort von sich geben sollen.weiln er abervermcrckt/ daß auff der linct'en handt etlichFußvolck sich dem Schloß genähret/ ist ihmealsbaldt eingefallen / cbs »uc etwo vom Feintein cnksayung seyn möcht / welches dannjhne von Haßlang / inmassen hernach außeinem schreiben erscheinen / so der Feindt andie Innwohner deß Marckfleckens abgehenlassen / nicht betrogen / hat er also in daffclbVolck gesetzt / vnnd auß den i oo.die man da-selbst hingcschlckt/40. erlegt / vnnd die vbri-gen/welche durchgehende Gngelländcr vnndSchokländergewcst/ sampt ihrem Haupt-mann gefangen genommen/ von denen manauch em Wagen mit Tundren vnnd Pulferbeladen / erobert/ vnnd hat wenig gefelt/ daßdiese entsctzung / da er von Haßlang etwo einhabe stundt spater were ankommen / ohneal-lm schaden hinein were gelangt. Nachdemaber die besatzung / so stärcker nicht als i-s.Mann gewest/gesehen/ daß sie nunmehr kei-ner entsatzung/weilendiese geschlagen / zugc-wanen gehabt / haben sie nach verflossenerstundt/die man ihnen zum bedacht gelassen/sich nicht allein freywillig ergeben / sonderauch bey der Beyrss. Armada vnderhalt ge-nommen.
Diesclb Nacht seyn auisi kommen vomConte de Bucquoy.daß der Feindt znit seinergantzen macht sich gegen der KaysersscheArncaka nähere/ auch weiter nicht als auffein halbe Meil von ihme logiert/weiln aberdie Bayrisch Armada/damaln von der Käy-schen mehr als ein gantz Mci! wegs welchquartiert gewest/ dergestalt/ daß >nan kaumin drey oder Vier stundtenzusammcnflös-sen mögen / hat gedachter Conte de Buquoygebetten / daß die Bäyrssch-zu der Kayse-rischcn Armata stossen solte / man hat aberdlsem begern darumb nit statt thun kön-nen / weiln eben damaln-ooo.Pfcrdt/we-gen der dicke deß angefallncn Nebels / deßWegs verfahlt / so seyn Zwey RegimentKnecht/ wegen wette deß Wegs dahmdcngebttben/ dasvbrigeVolckaber/ aller müdvnnd mat gewest.
Den 5. Actobr. seyn crstgrdachtc zeooo.Mrdt/vnnddce^.Regimentm S.Fü.D.
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quartier ankommen/vnnd weiln auch dise da-maln etwas müedt gewesen/ist man denselbentag/ zu Grünbcrg still gelegen.
-Den 6. Dito haben Sein FürstlichenDurchleuchtigkcit dero General .Obristen^.eu tenamt/ lVl 0 n li e u r äe I'i ll I zu m Graffenvon Bucquoy geschickt in aller frühe mit 2s.Corneten der außerleßnistcn Reuttcrn/danutwann er Graff vo»n Feindt solt angegriffenwerden/sie ihme zu hilffkommen: Wie danndenselben tag Fürst Christian von Anhalt/sobaldt er der Kays. Auffbi lieh verincr ckt/htn^tenden Nachtrab/ so meistenteils Colackcngcwcst/angriffen/vnnd >nit all seinen; VolckderKays.Armaka nachgezogen/ vnnd ob erwol stets mit den Kayjerischen stharn;-ziert/so hat er doch so starcken widcrstandt befun-den/daß der Conte de Bucquoy sicher in seinquartier gelangt / vnnd obcrwol ctlich außden Cosackcn vcriohrn / so seyn doch demFeindtauch nit wemg/ auß semer Rcuttereydahtndcn gcbltbcn.-Darauff die BcyrlschÄr-mata auffPlowitz/ dicKays. aber auffemhalbe Mcil wegs dauon/ Poscholvitz/ erstgegen der nacht ankommen.
Den Sibcnden vnnd Achten Hctobrisseyn beyde Armaten icdc in ihren; quartierverhüben/ vmb daßdievorgchcllde/.tagdasVolck sich etlicher müssen abgemattet / vnndman ohne das auffProuiant/wclchc schon et-lieh tag lang aussenblicben/ warten müssen.
Damaln ist bericht einkommen/ wie dasvo n Lakk-zchr cle l^zr«-zci35 , der den außBayrn anziehenden, -esoo. zu Fuß vnndi7voRaysigc;; /- imnasscn oben verstanden/ entge-gen geschickt worden / in den? durchziehendas Schloß Risenburg.michr wen vonTauß/an einem zimlichcn starckcn Dreh / darinnenetliche Holländer zur besatzung gelegen / dergestalt erobert/ daß er bey der nacht vor dasSchloß kommen / vnnd ctlich seiner Reutterabsteigen/ vnnd dcrselbenbrinnendc -kündenin die Handt geben / bcynebens aber mitTrummel vnud Pfeiffen/ gleich als ob etltchRegiment Knecht vorhanden / starck auff-schlagcn lassen / in dem nun die ;m Schloßauß den brinnenden Kunden nicht änderstvermeint / als daß ein grosser Haussen Muß-queticrer bey der Stell / hat sich Marradasan das Schloß Thor gemacht/ vnnd denenso darinnen m besatzung gelegen / do sie sichnit baldt ergeben / man mit ihnen wie zu P>-seckbeschchcn/ Hausen vnndvmbgehcn/ auchkeines Menschen verschonet werde/ angctro-hct/ darauff sie^ jhne Marradas mir cmchenauß den seinen eingelassen / der ihnen dasFandl abgenommen/ den Knechten aber er-laubt/ daß sie entweder zu den Ihngen zie-hen/oder bey der Kayscriichc Armata vndcr- >gelten mögen/d;c z.Stück gcschütz aber so ;n;!Schloß verhandelt gewest/ die hat man da- i
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