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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
391
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Ctgentllche Verzetchnus.

Z5k

nct/sondcrnalleihrellriuileZiZVNdLonces-iionczdcsReligiöns llxercirij zu confirmi-ren/allergnädigstofferirt: Dieweil aber dieVudcrDesterrcichtsche Ständ solche IhrerKcys.M.Erlnnening etlicher masscn:nob-acht genommen/als haben sie solches den D-bcrEnßernschrifftlichcn zu verstehen geben/vnd zugleich sich erklärt/ daß sie dermalemsendlichen entschlossen/ sie Gesandten deßwe-gen naher Wien zu sendcn/vnnd sich bey derKcvs.M.m dcro Gehorsam cinzustellen/bc-vorab weil I. M. sich also Vätterlich mitallen Gnaden allen ftcn Grauaminen abzu-hclffen erbotten/sicauch denKriegslast lan-ger nit ertragen mögen.

Es haben aber die Stand des -Lands ob derEnß/darauff vmbstäudtgl ich geantwort/sictönten noch zur zeit zur begcrtcr Huldigungnit verstehen/sondern sie wolten gebettcn ha-ben/ mit derselben biß aufs fernere conlu! ra-rion einzuhalten/dann es treffe des gantzcnLands Wolfahrt an/vund weresonstcn auchdcnandcrn Ständen ein mertkl«ches darangclegen.Dicscs vncrachtcr nun haben nichtsdesto weniger die VnderQesterreichsscheStä nd t ihre Gesandten abgeordnet / so mit40» K utschen zu Wien ankoinmrn/auch beyKeyscrl.M.vnderschicdlich mahln Audicntzgehabt/vnd eine N.etolurionbckomen/' wel-che R. eWiuri 0 nsicdann so bald durch zweenAbgesantcn ff es Mittels naher Hornzu denvireQorn abgcsandt/vnnd vnder diescinmitden gcheymen Räthen im Landchauß rra-Qirr»

Erstlichcn/wiezu forderst allcnQrausmj.nibus abzuhclff? wcrc / sondertichder Land-stcwcr/ darunder dic Dicnstbotten auch be-griffcn^gcstalltsiedannKcyscrl.Mai.vmb-standigllch deßwegen den 12. tVla rr^ein auß-fuhrliche Schriffr einlieffern lassen / vnnddarin bey Keys.Mai.vinbständigl;eh ange-halten/ daßSte gnädigst geruhen wollen/dieweil die Evangelische vnddcro Abgesand-ten zu der Huldigung nicht vngeneygr/ mitden gesambken Evangelischen Ständen dieErbhuldigung auff bllkgmessige friedlicheMittel traetiret/ Vnd die verderbliche lepa.ralion der Stände remouirrwerden möch-te/vor eines vors ander/daß Keys. M.allergnädigst zu gemuch führen/ vndahin bedachtwollen seyn / wledoch der grosse Jammer vnNoth/so diese Länder vnschuldiger weiß bißdahero ertragen müsten/abgeschafft/vnd derseacz v'elli auß dem 4andt gcfeyct werdenmöchte.

Bey wehrender dieser rraÄarion habensich tue nach Horn abgeordnete Gesandtenwidcrumbzu Wten eingeMt/vnd scindvondes Lonre cie Luc<zuc>)'Kr»egsvolek/zu meh-rer Versicherung wnvoyrtworden/ tue ob derEnsser abcr haben sich nie einstellen wollen/

sondern abermals beweglich ersucht/in gemei-ne Bcrathschlagungzu ziehen/dz dermal einsKasgrosse Landtverderbcn/auß dem Vattcr-landtabsteschafft/vnd gedeylicher Fried wi-der gepssatMt vnd lcäcs izelli in andere -Län-der gcftuet werden möchte.

Bnnddcmnach die Stände dirrch Lira-rionoz vnterschiedlichmalen ersticht worden/ z»Wie«Ihre Abgesandten zur Deliberation/ wie dieErbhuldigungauffdasfüglichsteanzustcllcn ^sey/ der Drts abzuordnen/vnd darauff derSchuldigkeit nach / die Erbhuldigung zuleysten/sich derselben nicht zu widersetzen/ ihrgeworbenes Volck wo nicht abzusthaffen/fedoch vntcr Bucquoy stossen / vnnd in Key--serlichen Schutz Heben/ vnndsonstenkemcri Administration sich zu vnterfangcn / dieContöecierarionez casstrn/dann Ihre Ma-z festät begehrte nichts von ihnen/so dero Pri-vilegien zuwider seyn möchte : Haben dieStänd ehe vnnd zuvor sie erscheinen wol-len/ein ssluuinconäuätum begehrt/ vnnddarauff ein schrifftliche Resolution ergehenlassen.

DieStändehett? aller vmerthänigst ver-nommen/was die Keyftrtichc Majestät / ihrallcrgnädigstcr Hen/an sie gelangen lassen/!vii vcrhofften auch daß mit gründ! nicht bey- jzubringen sey/ daß jemals die Erbhuldigung .von shncn Aeweigertwcre worden/wann an- g«ng.ders dieselbe dem alten Herkommen vnd ircnLandllriuiieZus gemäß/erfordert woiden/! gestalttdann der vorgenommenen Admini-i strativn halber in Schnfftcn anßgcführet/vndimwerck selbst zu des -Lands Defensionsich mveise /daß es zu keinem Privat Nutzenbeschehcn/sondcrn nur biß auff die Erbhuldi-gung/vnd Antrettung dcskünfftigenLandv-Fürsten ( welches dann in des Erb HerrenHanden stände) vorgenommen worden wc-re/ vnnd bey etl»eh hundert Iahren in der-gleichen Fällen/bey ihnen im Brauch gewe-sen/auch imgegenwcrtige Fall die abgelebteKeyserliche Maiestat ihr gefallenhcmnlas-sen/ Derowegenso hmensie die Erbhuldt-gung niemals albgesproche/ sondern vieinialschrifftlich erbottcn / wann sie dem vhraltengebrauch gemäß angestellet were worden:

Es were aber mentale ein gewisse Zusagein ipeciebeschehcn/der Religions vnnd Po-litischenFreyheitenhalber/sondernvonErtz-hertzogLeopoldo in äLnculrer gezogen wor-den.

Item/Es were die bescheheneConf«dera-tionmitdem Königreich Böhmen gantznitdahin angesehen gewesen/daß sie sich der beylebztiten Keyfers Matchi« angefangenerBöhmischer Vnruh betten wollen cheilhaff-tig machen/ dann als siedle Böhmen mit ei-ner so grossen Kriegsmacht auff fren Gran,tzen sich beftmde/hemn sie notwendig zu Be,

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