?8S
Gedenckwürdtger Äeschtcyten
sich dieselbdahindisponiren möchten/daß siealle shr Lonliliadahindirigiren wolten/daßdurch gütige Handlüg der gewünschte Friedwidergebracht/vnd alles Mißvcrtrawen ab-geschafft werden möchte.
Weil dann IhreFürsilicheGnad auch be-richtet/daß Sein Churfürstliche Gnade beyaußgcschriebencmhöchstansehenlichen Con->ventin der Person crsrhicnen/IhrFürstlicheGnade auchZohnschwehr erachten können/daß daselbstcn eine solche Materi tractirtwurde werde/in welcher deß Heiligen Reichstota Ruin oder Restauration bestehe: Alshcttcn Ihre Fürstliche Gn. wünschen mö-gen/ebenmäßig mit Seiner Churfürstl. G.von so wichtigen Sachen in der Person zuvnterreden/Weil aber I. Fürstliche Gnadbefahre/ es könte solche ZusaMincnkunfftschwerlich bcschehen/hetkensie diese-begationabfertigen/ vnnd Seiner ChurfürstlichenGnad Ihres HcrtzenS Trew eröffnen wol-len/ nicht daß sie einiges wcgsan SeinerChurfürstlichen Gnaden als einem dapffcrnFürst?zwcyffelten/sondern weiln die beydcr-eits Erbverbrüderung erforderte/ vnd dannSie als lieb derselbe jrc vnd der frige zeitlichevnd ewige Wolfahrt were zu bitten / daß sieMit den Papisten/so allein zu Blutvergießengeneigt / sich nicht einmischen/ sondern ihrvon Gott vmbgegürdtes Schwcrd zu Be-hauptung der Religion brauchen wollen.Dann wann Seine Churfürstliche Gnadsich mit den Papisten conjungirn würde/ sogeschehe dardurch ein grosser Riß in demBaw der Evangelischen Kirchen/ vnd wür-den alßdannScin ChurfürstlicheGnadedenEvangelischen erlittene Schaden Ihrstlbstauffden Hal ß laden / vnd von den PapistenMittel vndWeg gcben/vcrmög des Eonci-lü lric!elnim,mit denEuangelischen zu ver-fahre/sintemal Wcltkündig/daß sie/die Pa-pisten/ keinem Evangelische er sey wie er wolle/in die harre glauben halten.Dann ferners-wo Seine Churf.Gn. mitfnen halten wür-den/ daß alle Päß Keyscrlicher Maiestat zu
Hülff kommendes Kriegsvotck durch ihre! ^and genommen werden müsten/dann dieserseits snen keine gestattet werden solte/ WoltebencbensS.CHurf. Gnaden crwcgen/wann^ die Papisten im gcringsten-bufftvnd serenitetIhlcn sotten/würden sie sich an S. Churf.Inadcn / als Ihrer Feind Religions ver-wandten rechen wollen/.vnd möchte alsdannindero-sandt n»olcs delii gerahtcn.Vber dißwürde eine vnaußköschliche Verbitterungvnd Haß zwischen beyden Chürfürstl» Häu-sern »n Psaltz vnd Sachsen erwachsen/vnndmüstedann letzlich eine stetswcrende Tren-nung/Icrbrechung/ vndentlich Vbcrhauf-fenwerffung deß Churfürsttichcn OollcZi)i daraußsrfolgen»
Welchem Vnhcil dann/ I.F.Gn. trew-hertziger Meynung nach/ zu begegnen were/wannS.CHurfürstl. Gnad, wie bißhcroinrcrminis pacikcisverblieben/ vnd die hitzigePapistische Anschläge dccliniren würden/dan dardurch würde demEvangelischenWe-sen gesunde 4ufft gegeben/dasselbe invorigenStand wider gesetzt/vnd alle Heilsamkeit re-stabilirt vnnd auffgerichket werden. Vnd obman ia vsrwenden wolte/ daß dieses Vnwe-scn zu keinem Religions Krieg angesehen/sowere doch selbiges nicht scheinbarlich/in »nas-sen bewust/ daß vmb Betrangnuß der War-hcik willen sich die Vnruh entsponnen/durchFavor derjenigen so anderer Religion zuge-than/ erhalte/sich auch wol/ da sie mit demSchwerdt aufgeführt werden solte/also en-den/daß welcher Theil obzigcn solte/dem andcrn die Regul sttnes Glaubens fürzuschrci-bcn nicht vnterlasscn würde. Iaesdörfftä»sich S. Churf. Gnad, sowenig als anderevnirte Stand an Keys. May. Hochhcit nitvergrciffen/ dann deren keines biß dato denVnirten Ständen beygelegt werden könne/Nach gnugsameran Keys.Mayest.vnd S.Churfürst.G.gethanerDcclarationenAußWeisung vnnd Bezeugungen/ zu Erlangunggedachter Pacsiication würde es an MittelnvnndMnlern nicht mangeln/ wiedanninipccic beyde löbliche König in Franckrcichvnd groß Britannien zu fricdtlichcrTracta-tion sich vndcrschicdlich ancrbottcn. Sollenden solche von Gott gegebene Mittel verab-säumet werden/So hmen S.CHurf.Gnad.leichtzu ermessen/ wieschivehrliches zu ver-antworten seyn würde. Dieses hetten I. F.Gn. auß trieb ihres Gewissens vor Gott/vnnd der Pflicht darmit sieden Evangeli-schen vnd vcm Hauß Sachsen zugethan/zuerinnern nicht vnterlasscn können / bittendS.CH. Gn. wolte selbige ihre wolmcynen-de Crmneruug Ihr gefallen lassen/vnnd obnicht gütliche Pacification statt finden könd-te/ freundlich zu Widerantwort berichtenlasten.
Dieses Schreib?beantwort? Chur Sach
scn also. Es theten sich Jh. Churf. Gn. ge-gen Sein freundtlich bcdanckcn/mit ver-mcldten/IH. Ch Gn. vcrmcrcktcn auch sol-che Anmahnung fonder Aweyffcl auß gutemHertzen Hergcflossen zu seyn/ Achteten aberdicsclbige vnzenig/vnd dahero vnnötig/Die-weil Ihr Ch. Gnad nit mn solchen Ceuthendie dergleichen hochsthädliche Loulilia führ-ten/wie S. andeuteten/sondern »nit Ih-ren Mit Churfürsten/vnd solchen Potenta-ten/deneN ncbenIhro die Wolfahrt deß Hei-ligen Reichs angelegen/ vnnd die mchts an-ders begehrte/ alsdas beständige» Friede wi-der gebracht werden möchte / wegen tragen-den hohen Churfürst. Ampts/ sonderbaren
^ a»n-
Lz.Schscns A»t>morta»?vörgestv'tesSchttibei».