Eygemltche Verzeichnuß.
sprengte Verleumbdimgcn wol wissen zustraffen: Woltc auch nicht/daß von iemandtder seinigcn fr vorgeschrieben würde/mit wasgebürlicher Rcvcrentz sie Ih.i.entgegen ge-hen vnd verehren selten.Die Administrationaber vnd Regierung belangcnd/solten anderewissen/daß Ihr Malest. Ihres Reichs alleincm König scyc. Ihr Masihetten Ihr vorge-seytI.iiebd.den bcschwerden / darinn siege-stürtzt/zu cncbinden/vnnd dieselbe wicderumbmit gewehrter Handt in vorige freye Posses-siv» zu seyen. Ba es aber I.-b.zu Bloys len-gcr zu verharzen nicht angcnem / stehe es bre-nnt zu dcro gcfallcn/auß ihren odcrIhrerM.Häusern das so chr am besten gelegen zuwchlen/vnnd darinnen ihres freyen Willenszu lcbcn.Zu künfftigcr Aüsammenkunfftabcrauch/was sie zu gedcylichem Auffnc,nen/vndfrieden ihres Königreichs nützlich zu seynbe-dünck'et/vcrtrcwlich anzuzeigen.
llssornv n Todt zugesagt: BarauffauchdieBurgerschafft zu Metz Anlaß bekommen/VON deß Lchcrnon Sohn Marquis cle ja Va-lerrc sich zu erledigen/vnd deß Citadels sichzubemechtigcn / dcrowcgen offt zusammengetrctten/ vnnd von solchem ihrem Vorneh-men dettberirt.Es hatte aber Vaiecrcsolchesgar baldt erfahren / vnnd in der still nach Lo-thringen Reuter vnnd Fußvolk bringen las-sen. Als es nun an dem gewesen / daß dieBürgerschafft ihr Intcnt ins Wcrck richtensollen / hat Valerre das grob Geschütz vondem Castccl auffdie Statt gerichtet / vnnddas geworbene Volck eingelassen / welchesaus; dem Castecl in grosser Für» in die Stattgcloffen/ neben andern Gewehr bey sich ha-bend in der linÄ'cn Handt em brennende Fa-ckel / vnter dem selbigen Arm ein WallenStroh/ vnnd am Gürtel ein Axt/ vnnd da-mit die Bürgerschafft auff Fewcr vnd Blut
Bald hernach hat sich der König mit sei- gcdräwet vnnd genötiget all ihr Wehr vnndner Fraw Mutter gcntzlich verglichen/ vnnd Waffen von sich zu geben / die man selbigenalso allenthalben den Frieden m semem Kö- Tag ins Ccstccl getragen: Hcn andernnigrcich pflantzcn wollen: auch vcrwllliget/ Tag hat die Burgcrschafft durch Iwang alldaß sie ihre Hoffhaltung ihres Gefallens an- ihr S -lbergeschir:/ Baarschfft vnndKlei-ordncn/zu ihrem-Licnst solche Personen dle i nodicn Ueffern müssen: Folgends ist auchirbeliebender«ffen vnd gchrauchen möchte. das -landtvolek vmb Metz gedrungen wor-Frey vnverhindcrt rcysen/sich auffenthalten! den/Fütterung/ Gcträld vnnd Wein in dieauch bey dem König/wo sie wolt/vnnd alles! Statt zu führen / inglcichen die Burgerdcssen/was ihrzugechciletan renten/vbergab j Schanyen auffzuwcrffen. Hiß beginnen/vnndVcrgünstigungen verordnet/auch was als es dein König in Franckreich vorkom-Ir rückständig seyn möchte/vergnüget / wer- men/hat er also baldt das Auffbott gehen las-dc: Wie auch was Ihr zu Widerlegung vnd sen. Weil aber die Reichs Räthe es vor gutHeurath Gelvtverordnet.Ihr May.wolle angesehen/ diesem Wesen besser" mitGütig-auch denen / so Ihr zur Außweichungvon kcit/dannmit Gewalt abzuhclffen/ in anse-Bioyy vcrhulfflich gewestti / sonderlich dem hen/ er Valcrrc ihm einen Anhang machen/l)aL ct' Zlpcruon. vnnd seinen Kindern vcr- ^ vnd die Statt wol gar von der CronFranck-zcihen/ln vorige dicnst/Würdcn/Aemptcr/ ^ reich bringe möchte/ als hat es der König beyvni.d Benestnen/ Statt/Platz vnd Schlöj- vorigen» Standt gclassen/vnd funfflassen geser einsetzen /auch die sich durch Gericht von rad seyn
Hoffbcgcbcn/wldcrumb zurück bcruffen/vnddce Veryaffce in vorige Freyheit setzen. Iudem / die von der Königin innerhalb ;.Mo-nar auffgenommenc Gcldter entrichten vnndwntrntlcren/ vnnd die von Ihrer MayestärertyeilicGrklärung durch alle Parlament pu-bllcircn.
Als dieser Streit in Franckreich geschlich-tet / hub sich c»n ander an zu Metz gegen An-sang deß Monats May/welcher dannenheroentstünde/ als er entleibte König Heinrichder l V. oder der Groß bey seinen Lebzeitennicht allein das Gubcrnament a' ^.nZo ulcs.mo, sondern auch zu Metz vnnd andern Or-ten mehr dein d)uc w schern dergestaltcingcraumct/daß auch nach semem Todt sei-ne Söhne vnd dcrosclbcn )iachkömmcn/ wo-ser!» sie darzu quatistcicrct/innhaben sotten/wclcycs aber der setzt regierende König aus,anderer Anleitung geanvert/vnd lolcheGu
Aber dieses Streits vngeachttt / ist mannichts desto weniger zu -leon mit der Fürst-lichen Hochzeit fortgefahren. Hann als »mvorigen Iahr dcrHcrtzoginSavoia/ nachdem dcrFried mitSpanicn geschlossen/durchden Marggraffen von CaMlo sampt etnemstattlichen Comltat zwischen seinem Sohn/dem Prmtzen von Piemont/l)c>n Virrono,vnnd deß Königs in FranckrcichSchwestcr/die gleichwol nur 15. Jahr soll alt gewesenseyn / ein Hcurath getroffen: So ist solcheHochzeit zu^.con stattlich vollzogen/also daßdie gantze Statt mit grosser Ebrerzelgungvnnd Triumph wol bcydis sc>oö. starck zuRoß vnnd Fuß beyde Fürstliche Hochzene-rm vnd dcro ansehnlichenComitat empfan-gen.
Es semd auch vmb diese Zeit der König vndd»e ane Königin seine Fraw Mutier / endt-ttch wieder zusammen kommen / vnnd sich
Savoienbclr hoch«zeit m»Franck-reich.
dernamenten schon anderen auss dcp von jfreundtlichlnitctnädervndcrrcdct Haraust
der ^eo-