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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
280
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lös Gedenckwürl

wtc lcydcr.iyt fast allenthalben geschehener-chcyle/ vnd zu verderben eausirt werden mü-sse/zumahl die innerliche ocl.z bißweilc nichtallein gemeine c <, nlli > ^. vnnd Defension ver-binderen/sondern gar eignen Schaden/vnd- Vndergang erwecken / damit nur der anderfein Imcnt erhole/ oder zugleich zu ß^-undgchc^

.Mann sehe fccmer / was die vmblicgendeChristiichc Potentaten/ gemeyniglich we-gen absonderlicher particular Impcdimcn-ttil (waruinb sie sich schwerlich zu einer all-gemeiner Defension verstanden / odernoch verstehen) abgehalten vnnd bey ih-rer absonderlichen Respect vcrhindcrlichsey.

Was es aber mitVcnedig für ein gclegen-heit / wie hart sie mit diesem Fcmd hinkom-men/ das heuen sie nun lange Jahr cmpfun-bcn/vndnoch cnipsinde würdcn/wanChrist-tichcDestcrreichischeKönigreich/ vndErb-läiidcr/dcm Türckci, -iliici rl.vcrdcrbt/vndcrsich gethcyit/vn in eineGcfährlichcn Sta»»deigtien Vndcrgangs gescyt/hinfüro zu.De-fension iiichtalso einhellig conemrirn töntenoderwöltcn.

In was betrübtem sorglichen wcftn / seyt.Siebenbürgen Moldaw/ vnndWallachcybegriffen/wüsten Ich. da auch dem Duckender anschlug auffVngcrn / oder auch auffBöhm. vnnd die Erbländcr in dem forgehe/daß er nur dcnRegenrcn leZez pr-elcnöir.,o-dcr sieden rcchc^r zu seinem gefallen gegen f-mc tragen mästen / sey zu forchten/ er werdeNtvhfe rner msRclch verfahren.-Wz aber al-le geborne Fürst-teutsche Däustr/von dlcscntDuckische Zu bcr'.o welches dcrglclcheDäu-ser durchaus nicht geduldet/sondern nachvnnach außrottet/zuerw^ tcn/dz erklärten ebendergleichen vorgehende excmpla: alda zwarcrstiichcn vnder dem Schein guter Corrcssio-dcnh/solgciidts einer sötiderlichen Affectioiuvnd Schliycs/hohe Personen/ Fürsten vnndKönig em zeit lang/doch mit zuncmendcrbe-Schwerdc / src mhabende Lander besessen/hiennach sambt »hren uoü^r.x davonvcrstos-scn/vnnd dieselben Länder cntwcders gantz incinVroulntz rcdig«rt/odcr nach scindcßDir-ckcn gelegenhetr/sich dcsto mehr gege der vbri-gei.^hristcnhcu zuucrsichcrn/mitRcgcntcn/so sich Christe»« außgcbcn/ beseht/welche alleAugeublicklich den» Duckt schcnSabel/odcrdoch der täglichen Vcrordnu»ig vndcrworsi-fc»i sun niusteii/mcht ohne seyc dz die jcnigcn/so n m von dein Erbfcmdt cntsesscne/ wegenanderer dazwischen ligcndcr ch,cr?schaffr co-n»nn/vit -.idcr/ sei.ur Ccrrcspondenitzwar-so ta»:g wo» genohen / als sie mt mit jhmc a»i-grentzt/vn er durch dieselben/seinen i nrerinc.aud tn'nvc.^ schade.; rönne n/So bald abersie selbst deß Düreken Machbar worden/ seyc

auß der nutzlichcnCarrespondentz ein vnträg-liche Seruitut erwachsen.

Daßman/ zum dritten/fürgcbe/daß dieBöhmische Stände/die Wahl eines Königsheuen/so seyedannoch diesclb etlicher »nassenerblich, vnnd den Erben afficirt / hahcro dasDauß Oesterreich/vnnd etliche mehr andereGeschlecht hicbcvor darinnen suclcdirt/vndwann die Eron andcrwerts transferirt wer-den wollen/ nicht allein du 5 uccellorc5 zuBehauptungder Succession solcher Gercch- ^tigkut oftentlich angeben / vnd sich deren be-holffen/sondcrn/wann man darwidcr gehan-delt/ vnnd solches mcht macht genommen/alßbald grosse Vncinigkcit entstanden / die ^durch kern ander Mittel geschlichtet als das 'die Cron wider in voriges Geschlecht kom-men wer e.

So wcre zum vicrdten Keyscr Ferdinand/zu etticm recht? Böhmischen König vnlängstdurch die Böhmische Ständ selbst cligirt/virgckrönct/alle lolennia, vnnd zwischen cincinBöhmischen König/vnnd den Ständen ge-bräuchlichste paQu vnd ZÄuz/ausscrhalbdaßdie AdtNiNistrationauffKeys.Mascst.Vkat-,thi^Ccbzcit/vn zu dcjsen Gefallen rcstr»ngirlworden ) fürgangcn / nun seye sonst ms ge-tncmzurcden/ottdanffketne parricularizzugehc»i/vntcrEhristllchen Potentaten emwe-ders nit rüh»nllch/gcbräuchlich/odcrhcrko,n-men/ oder es könne ohn eusserstc Dffcnsiönnicht abgehen / daß noch eine andern derglei-chen Cronauffgetragen/oder durch ein neweWahl der vorige erwchltc/gekröntc/vnd vormänniglich erkennte König / von ftlnen ha-benden Rechten mit seiner höchsten Verklei-nerung/ Schmach vnnd Cönsequentz verstos-sen werden solt/bey welchem vcr»nuthlich »viemänniglich/ also auch I.^natürlicher Re-gulnaeh/guoci itbl non VI8 ücri)gedemkenmöchte / wann sie sieh/oder einander Chur-odcr Fürst deß Reichs bey jhre»t ererbten/ o-dcr auch künfftigen anDichsenden-landen vnCcutcn eiNtnal pro tuccellörc crkcnnet/dero-!selben Gerechiuskeit erlanget / hernach aberetwan darinn Mißverstand in Religion/ o-der Politischen Sachen entstchcnsoll/ ob nithieraus) ein Conscqucntz erfolgen/vndI.i.iaIhr Dsselber/ oder einem andern (sonderlichdaß so gar bey mehrerleyReligionsVerwan-ten/gcschtveigcns/da siegany diffcrcnt seyn-offt grosse Gefahr entstehet)dergkichcnEm-trag begegnen tönten.

Dahero nicht gar vor alten Aeitcn/ da dasRönusche Reich in besscrm Friedlichem We-sen/auch Böhcl»nb gleichwol ohne ein K önigaber nicht in dergleichen Gefahr gestanden/also dergleichen stareke Bcdcncken mcht / alsjcyt im Weg gelegen/sondern guteGclegcn-heit gewesen sey / durch diese Cron zu ag-grandirn/ Ihr Dmchl.Vhrvhranhcrm S.

Ang^i