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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
242
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Gedenckwürdtger Geschichten

/ver Döh-m> scheu

DtreclornSchreibe«an dasLdurf.Lollcgiumzu Franck-furc ver-sammlet.

sampt angchcfftcr Eticntual Petition befun-den Ihr Ehurf.Gn. sehr frcmbd vnnd weitaußschcnd/ alich also bcwand daß sie sich dar-aussnlt wol erklären köndtcn/besorgten auchdarbcy n»cht vnzcitlich / dasselbe würdczu cr-l angcn deß Friedens / insonderheit da es IhrKönigl.W.vorkommcn solte/wcit mehr hin-derlich als vortraglich seyn/ so I.EHurf. G.ihnen wegen obbcrühncS Schreibens /i verhalten wollen.

H-.esc Ihr ^hurfm.Gnaden von Meinstden Bohnnschen Abgcsimdtcn gegebene Re-solution hat ihnen wenig gefallen wollen/ dc-rowegcn sie nachmals König Fcrdinandunlvondcr Wahl abzuhalten/ an das samptli-lichc Ehurfnrstliche Eollegium schrifftllchviitcrm deto Drag den »?. Augusts / let-L.gelangen lassen: Es gcruhctcn Ihre Chur-fürstl. Gnaden / Ihr Gn. vnnd die :cn/gnadigst / gnädig/ vnnd großgünstig zu bcscheiden/auß was nottrmgcndcn Vrsachcn/Sie ihrer Pflicht vntid Gewissens wegen/damit sie ihrem Vattcrlandt verwandt/nicht betten vntcrlasscn köniicn noch sollen/mit mchrcrn Vmbstätiden das hochlöblicheEhurfnrstlichc Eollegium bey der icstt an-gcstelten Jusammenkunfft in dcßchi.RclchsStatt Frankfurt / durch ihre verordneteb>iroekorc^vndbandrähtczu berichten/wasfür hochbcschwchrliche vnnd wcüaußschendcpr-ciucilclZdurch diß/ daßIhrKönigl.W

Collcgio/ sie der gehorsambsten Zuversichtseyn/dasselbigc ihr rechtmassiges suchen vnndangeben/ gnädigst statt finden lassen werde/so hctten sie doch der l/hrigen abgeschicktenBericht bewogen/ daß I.E. Gn.dic^crnIhr G.sie nochmaln anderweit vndcrthä- ^mgst/frcund-vnnd dienstlich anflehen müssen lvnnd bitten/zu selbst hochschadlichen Pr^/u-ditz deß Churfürstlichen Eollcgii / sie an ih-ren Rechten mt zu vbereylcn.Sintcmal wasdie Hauptfundament wegen der von IhrKöiiigl. W. pratendirtenKönigl. Böhmi-schen Eron betreffe/daß Ihr Kön. W. Ertz-hcrstog Ferdinand für einen angenommenenvnnd gekrönten König angezogen werdenmochte/ sey es also müdem beschaffen / daßihnen schwehr z u beweisen falle / daß sol-ches Ihr Kon. W. tucht vertragen könne/vmb derer willen sicjzii solchem außgeschrie-bcncn Chur-vnnd WchUagc/ als ein König ^zu Böhcim zu adnmtircn. Dann ausser dem.daß bey gedachter Anncmung vnnd Erö-nu ng/ theils durch Bedrohung/theils durchander vtiziinbliche Mittel / m die Ständedermasscn gedrungen worhen/ daß siezuwi-!der deren bey allgemeinem Landtage mittheils ineorporirtcn bandern getroffeiienAb-handulung / welche klar vnnd alißtrückiichvermag / Daß ohn Vorwissen vnd geschehe-ner Entlcdigung deß Wahlpuncts / mir denincorporirten banden kcineKonigltcheWahl

Ersthertzog Ferdinand / als ein König vnnd vorgehen soltx/solches auch öffentlich in vo.

Churfürst »«Böhmenzrdein Wahltag nachFranckfurt beschrieben / vnnd alle das icnlgcsoüc verrichten / rathen vnnd schliesscnhclf-scn/ was zu dcßD^Rclchs Wohlfahrt vnndküilfftlgcn Keys. Wahl votk nöhtcnvndhcr-konl»nc»?/dcl!ihochlobltchettKöntgicichBöh-

mcn a»t seinen wolhergcbrachten vndicdcrzciterhaltenen Vrltulcgicn/vhralten Freyheit/

ciz erinnert worden: Die in geringer Anzal ^in der bandtstubcn anwesende Evangelische'Stand von dcn Catholischen/ so theils nicht jangesessen / vnnd im bände nichts zu verlie-ren gehabt / vbcrstimmct worden: E^cy nunmehr offcnbahr/ daß das ganste Wcrck dieserAnncmung vnnd Crönung /vnnd was dem-selben anhängig / auff einen solcher Grund

Rechten vnndGcwonhcttcn/wöllcnbcyge- von den sthadlichcn Röchen gcscstt werdenbracht vnnd angefügt/vnnd der Außsag der wollen / welcher zu gänstlichcr Abo.irungGüldcnen BuUcn/ vnnd allcgicrtcn Churf. cher ftcycn Wahl eines Königs zu Böheim/

cvllegisl clecitionibus. auch hcrkömmencr

freyen Wahl eines Königs zu Böhcim/vnnd zu endlicher Casslrung aller dieser ban-

langw.r.gcrDbscrvanst merckl.chc., dcrogie- den Freyheiten/ Privilegien vnnd biberee-rctwcrdemV / ,a dem hochlobliche., Cburfürstl.cbcn

hOhlobüchc EhmsmMche Colieg.um/ d»c Collcg.o deßD.RömischenReichs/ clbst u^-rand der Eron vnd hur Bohmcn/bcy,e- wercklicbem Nachtheil außschlaqen vnnd

ttigenl gcgcmvcrtlgcn lt^ru darwidttnitbc- gereichen thue / vnnd dergleichen von von-

jchwch» cn jonde. n weil ^.K on. W.tm Ko- gen Königen niemals tenttrc worden/in dem

nigrelch ^ohnic noch auch l»t andern incor- solche packa mit dem ch)auß Spania auff-

icstclbtgcnwürckttchcn gerichtet/ dardurchdas Königreich-!

Regierung tnui'.al? gelanget-v,,d aljo die E- hctM/vnnd alle incorpor»rtc bände /die doch

leetiou a^-i. cm fürnehmes seuclum vn^ bo^

n.chtlubsi.t^nnochkraMlSscynkönne/sie gn Ehurfürstemhumb dch Romischen

< ,au>. ^/ . ^rou^ohi.icii zu l. cm vorstehen- Reichs constttUtrcn / ganst erblich gemacht/ -

du. Zahltag crsordern vild beschreiben wol- vnnd von Ihrer Königlichen Würden all-

I reii naei> tnehrermAnhaltoogcdachtcs anI. bereit Ml Schrcibcirdarfürangezogen wor-den: Inmasiei, dann zu Erstarren ng solch er

! E.Gn.Ehur ORll'Yntz abgaiigcncii Schrel-

beitS.

.Ob nun wo! zu dem hochlöblichcn Churf.

Erblichkeit/ I. Kötrigltche Würden vomKcyser Matthia hochlöbliehiler EE'dachr.^! ^ ^ nnß/ '