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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
236
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Gedenckwürdtger Geschichten

kennen geben/ ob I. F. G. in ansehung jol-chcr weit vmb steh reissenden Gefahr vergeb-li ch zuzusehen oder aber vielmehr der» Wehrvnd Gemütehahinzu richte seye/damit sol-chem Vnheil durch ersprießliche Mittel ab-gcholssen/vnd die grosse Gefahr so von demTürcken zubcfahren/ abgewendet werdenmöchke:Wartnnen I. Fürstl.Gn. dan vffzween sonderlichePunctenzu sehen/wie dcronemlich deß Türckischen Keysers Gunstvnd geneigter Wille/nebe Fried vnd Einig-keit zuerlangen vnd dann auch srcn derBöh-mischcn vnd Mährischen Ständen Inten-tion möchten bekam haben. Ätcwell I.F.G. dan solchen nach / beyde gclcgenheitenzu Handen geflossen / vnnd aus ihrem vn-dcrm dato den 14. Augustt abgangenSchreiben/so wol auch von Constantinopelvnderm dato den 17. gedachte Monato denTürkischen Friedstand/ der Christenheit zubesten vbcrvcrhoffcn erlangt: Als hette dcrovncrachtet deß Hauses Hessen, deß RömPabsts/vn andern dessen Anhänger/ grosserAuthoritct vnd Ansehen/der EywerzurEH-'re Gottes/vnnd ihre der Böhmen zugesagtevbrigen so frey in ihren Hrde verbleibe wol-! Glaube gezwungen/mit seineniKr»egsvolök

ticulnbegriffen/ratiftcirt vnd angenomme/wollen auch dieselbe hinfüro/ vndztikünffti-gen zeitcn fest vnnd bcständiglich halten/ II.Sotten wegen deß Tampirischen Einfals/vbcr voriges Kricgsvolck noch »»-««.Mannzu Fuß geworben / vnnd darüber RudolfstVchlcnntz von Schleinißzum Hberstcn be-stellet werden.

III, Solle vorigen Jahrs in währendemLandtag gemachter E)chlus wcgcnder auß-gcwicsencil Güter/ gchandhabt.

IV. Deß Capmits zu Hliniß vnd Prinnso wol der Prälaten/ so ihnen nicht bcystän-dig/ auchkcin Volck schicken wollen/ wcgc/allcBischoffliche/dcßCapituls vn Klosters/auch der Nonnen Güter in Sequester ge-nommen/derenVnderthanen/shrcr Pflichtloßgezchlt/vnddem Land VndQ-thenig ge-macht/die Güter verkauffet/^nnd auffskünfftigindie Landtaffel zu erbttchcin Ey-gemhunib eingelegt werden sollt. Es solrenauch den AeptePropsicn/Münchc/vndan-dernHrdensLcuthen ihr gcbürlrchcVndcr-hattung/den Kloster Iungfrawcn/so sich zuVerheuraten willens ein Heuraths gut/den

ten/cbenmessig ihre Vndcrhaltung/von den ^ auff künfftlgcn Monat Septemb. in denVerkaufften elngczogcncnGütcrn gereicht: Mährischen Grentzenzuerscheine.Äarzwi-

Auch alleHeusser/ Wohnungen/vnd Clöster/ausser vnd in den Stttten/ durchsucht/alle Waffen/Munikion/vndKricgßrüstun-gen/Gold/ Silber vnd Gelde erhoben/ vnd

schc sie mit dem Feind keine Trackation pflegen/sondern mit allenKrafften sich auffhal-tcn/vüd seiner Zukunfft erwarten sotten/deßstarckcn Vertrawcns / wann sie also bcidcre

Eabritk

Betlehem

Aürsten»

«n. Sieben«

bürgen

Schreiben

an die Boh

mische vnd

Mährisch«

Stände.

dem Lande zum besten angewendet/ Wie nit scils zusanlcn scytii/daß der Feind durch eine

wcnigers dcr Catholischcn Burger Hauser gewünschter vnd leichter weiß / als bißhcro

durchsucht/ glcichfals alle Waffen/ Muni- geschehen/vertrieben werden könte.

tion vnd Äüstuttgcn/cingczogcn/vnd an ein V»ub diese Zen sind in 500. Rcysigen/ so

gewissen Ort ciepo inrei, die auch bißherom Graff Philips von Solms/soIre R önigl.

EmptcrnvndRathsstellcngesessen/voriren M.FcrdinandusvndcrCölln/gegen Boh-

Commissarien zu forderst ordentliche Rech- men werben lassen / von deß Marggraffen

nung tbun/ihrcrPfiicht erlassen/vnd an de^ vonAnspach Volck/vmbdicresierbcyEich-

ro statt andere der Evangelischen Religion^ statt vnnd Ried geschlagen vnnd zcrrrcnnet

zugethane verordnet werden. worden/ welchesHurchzugshalbcPfalygr-

Vnlcngst nach dieser Jusammenkunfft Friedcrich Chursürstauß Anjpachdcn 24.

hat Betlehem Gabor Fürstin Sicbcnbür- Julis i6)/.d!elcsIiihalts/an Komg Ferdl

gen/ wegen dieses Böhmischen Vnwescns/turn vor seinem Auszug außSiebenbürgen/an die Böhmische Ätrectorcs vnnd Ständevnderm dato Cronstatt den )6. Augusti 1^?.dieses inhalts Schriffliich gelangen lassen:HbIbr.F. G.bHhcrozwar nichts annem-lichers widerfahre möge/ dan dz die bey fnenentstandene Vnruhc von den angrenzendenF ürsten dergestalt in Gemüth gezogen wür-de/da,nit I.F.G.tn so weit entlegenen Hr-tcn/solchcs zeitliche »nöchten erfahren habe/So hette doch solches angczündte^ewer/wc-dcr durch Kön.M.kerctmanäi Milte/oderanderer Fürsten Vorsorge zu rück gehaltenwerden könen/sondern seye vielmehr die Be-mühter je lenger je mehr erbittert worden:Wolle demnach menniglichen hiemit zu cr-

nandlini geschrieben/welcher gestalt Ihre Schnitt»Churfiwstl. G. berichtet/ daß vndcrI. al. d-»pfa»s«Würd. Namen Graff Philips zu Sol,ns500, geworbener Reucer wider d»e Bohmi- »»«mgschcStandzuführen vorhaoens/ vnnd »m änvwavWerck seinen Äurchzug etlicher I.C. Gn.mit Vnirten/ vnd I. Landen zu ncmen ent-schtosscn.Weil sie nun der freundlichen Zu-versicht gelcbct/es würde I.K.W./ren oenWeg weiterer Extrcmitctei, wider besagteStände nit beliebe lassen / sondern vielmehrzu gütlichen Mitteln / injonderhclt besagterIhrer vnd der mitvnltten Land mit oe rglei-chenÄurchzügcn zu verschone geneigt seyn/So hettcn I. Churfürstl« Gnaden doch kei-nen Vmbgang ncmen wollen Ihr H ömgl.W .htcrumbgantzfreundlichzuerjucheii/ttiit