Druckschrift 
Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
155
Einzelbild herunterladen
 

Eigentliche Verzcichnuß.

'55

wcgs cum effeöiu gebrauchen /vielwenigerFürstenvnd Herm/vnd andere/ob sie gleichdurch bewehrte Handt es thun lassen wollen/sicher vnd ohne Gefahr vergleyten/vnd also

i'ccurirarem viX pudlicTSc ialui conclu-6tu8.würdcn prXttirenkönnen/ indemdiescVcstung allerdings auffbesagte e^traß cdmanäirr, vnndalsolccurirzzpudlicz (wiedan pzrz sclucrsz in seinen ContH? solchesttit vnktarzuvcrsichen gegeben) nitmchr beydcmGcleytshcttcn/sondcrn bey derVcstungvn deren Guarnison bestehen würde/welchesG.CHurf. G. als einem Churfürsten vnndSculcNdeßH.Rcichs/keines wcgszugedul-den/fr von des Reichs wegen tragendes l<c .^a!,so sie auch zcl plTÜZnctzm cuiuiz lecui!-carcm verbindet/dergestalt bencmmen/vndant Stifft/dcrsclbstcninChurPfaltz Erb-schul; gewcst/zucygncn zu lassen.

Wie dan auch vorigePfalhgraffcnChur-fürsten/ vor Iahren einen Thurn/so auffPfaltzGelcydstrassen/von einem BischoffzuSpeycr/nahe beyVdcnheim gebawt wordc/keines wcgs gutheißen wollö/ dieweil dersel-be siicn bey geschwinden gefahrlichen Läuff-tenandcm freyen cxerciriv jres GeleyoesHinderung bringen mögen. Vnnd ob wolderselbe von Pfaltzgraff Philipsen/BischoffLudwige/zeit seines Gebens verstattet/so scyedoch darbcy im Iar iq-?». verabscheidet/ daßderselbe zu Tag vnd Nacht vnverspcrtt vndoffen/auch nach dcssclbcBischoffc Todt/derPfaltz ir Gerechtigkeit verbleiben/auch dar-wider kein versahrung fürgewendctoder an-zogen iverdcn solle / dahcro seine Chür-fürstl.Gnadcnauch solches Thurns halbensich irc Nothturfft vorbehalten haben wolle.Ictzoda nicht ein Thurn/sondcrn ein gantzcVcstung/M prXlucliciü gedachtenGcleydöauffgcführetwirdt/ habe man so viel destomehr Vrsach/dcssclbcn sich nach aller Mög-lichkeit zu erwehren. Sogcdcncken auch S«Churf. Gnad, durch deß Vischoffs vnnöh-tig grübclnvnd disputircn/ sich die pr^rewbitte Oeffnung an dem SchloßVdenheim/so schlecht nicht nehmen zulassen / sonderngetrawen sich der Gcbürdißfalls ihr Intentktattlchvnnd gnugsam auszuführen vnd zuerhalten.

Ha auch vorgcdachke Guarnison vnndBesatzung heimlich gcstarcket / vnd wol garfrcmbde Gäst(wte frische kxemplz imRe ichvorhanden/vnd dahcro die Rheinische KreißinstätigerSorgvnd Gefahr auffdcnhcutigen Tag noch sitzen) darein geladen/ odersich sclbsten wider des Bischosss vnd Sliffiswillen/des Hrts impatroniren möchten / scwürden Ihrer Churf.Gn. vnd dero Nach-kommen a«i dcrCHUr/iNdero Rcsidentz vndHoffstatt zu Hcydclberg nicht mehr sicherwohnen/viel weniger ohne cusscrstc Gefahr

vbcr Feld reitten/sonderlich vber Rhein sichmehr begeben können : Ia daß dahero sichein frembde Nation wohl des gantzen Rhcin-stroms ma cht igen/S. Churfürst l. Gn. vnddero benachbarten arme Vliderchanen invncrtragliche Comributtön/vnnd diese edleLand in gäntzlichc Ruin vnd Combustion se-tzen möchte^

Könne also inänniglich mit der Handgreiffcn/ob es nicht sehr verdächtig/vnd zugrossem Mißtrawen vnd NachdenckcnS.Churf. Gn.V. fach gegeben/daß dergestaltFürstliche Work VN Zusagen ex aclucl ic> zurück gezogen wörden/v-iv daß man die Lcuth^crfo^zpcrsuaduiren wollen/daß es keineVestungwchrc / baldXqmuocirr. daß eskeineHauptfestimg/vnd in 5umma daß manein anders nut Worten vorgeben/ein anders>n der That gethan hat. So stehe auch zube-dcncken/ ob es genug sey/ in so gestalten sa-chen/eincn CHUrfurste des Reichs/ von wel-chem vnnd auß dessen Landen der GrifftSvcyerden mehrer Theil seiner Wohlfartvn Vndcchalt hatt/so gering zu achten/vnddie VerwäNdNuß / welche mrk Churfürstl^Pfaltz der Stifftse vnd allwcgso sieissig inacht genomen//ctzo gar auß dcr acht zu laste.Zu dem wz seye dieses für ein schlechtes Cr-bieteniHaß im Fall einiger Schad auß die-sem HrthS.Churfürst!. Gn.oderden ihri-gen gcschehe/dessclbe sie sichzucrholen machthaben solte/wie die H. (Ryirularez wollen,lsselluz cnim elt inrsQa lurs ksruaro,polt öulneraram caulam rcmcäium ^u:e-rei-o.Vnnd wcil diß Ort/da der Hen Bi-schoff sein Intent erhielt/also beschaffen/daßder Güarnisoncn Außstrciffcn vnnd Be-schwerung der Armen Lcuth vnnd Vnder-thanen/anders nicht/dann durch eine starckeAnzahl -Kricgsvolcks/zu wehren/ der Hrthauch ohne ein mächtig Kriegshecr vnd kost-bahren Fechzug nicht einzunehmen: so ha-be man leicht die Rechnung zu" machen/ wiebald e,n solcher schad geschehen könte/wcl-chcnzureparircndzgantze Bisthumb vielzugering wchre.Hcrohalben dann S. Churf.Gnaden guten Grundt hetten/ nicht alleinwegenErholungdcr erlittenen schäden /ohnedasomnia lura einem vorhin geben/sondern vielmehr / damit kein offenNoNesvnd schäden vorgehen oder geschehen kön-nen/nicht Mit blossen Wottcn vnd General0bl2tic)nchu5, sondern Mit der That vnnd

cum clkcctucerr-o Lc lnüubltZlie lecurits-

ci! sich versehen vnd versichern zu lassen: da-zumahl/wann eine frcmbde Guarnison die-ses Dtts mächtig / weder Bischoff noch dasCapitUl dieselbe imAaum zuhalten vermöch-te/ wie wol hohen Poröntaten selbstcn wi-derfahren ist/vnd etliche bckandte Cxcmplacrzchlet werden köndten. Harumb ic S.

P

e-hursi