Eigentliche Verzeichttus.
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Dem Keyscr »st das recht vbcr die Statt-mawrcn/mt vbcr denGottcsdienst befohlen.Gar außtrücklich aber redt hiervon PabstIoanncss. Wann der Keyscr (sagt er) Ca-chol!sch»st/ister(mit seiner Ertaubnuß alsozu rcden)ein Sohn der Kirchen / nlt aber cmBischoff oder Vorsteher.Was die Religionbctrifft/gebürct »hinzu lchrncn vnd nicht zulehren/ Er hat seines gcwalts primleg?cn/in vcnvalrung der geuieincn gcfttz vnd Rcgi-mcnts/wclche er von Gott criangtt.'Soll dc-rowcgcn für solche Gutthat ntt vndanckbarsein/v!td wider die Disposition derHimllfeheordnung nichts fürnemc»». -Ban Gottes willist gewesen/ daß die Priester sollen daß »ras indcrKlZch zu Äispomrcn ist/verzichten/mt,bcr dw Weltliche -Obrigkeiten/ »reiche so sieGläubig sind/er gcwölt hat daß sieden Pric-stern vntcrtvorffenfttn sollen. Er soll keinesfrcmbdcn Rechts od' Dienst/ so einen» andernzugehört/sich vntcrfangcniSt» ecke sich auchnit daß er von dein abgerissen würde/ vonwelchem alles gesetzt vnd verordnet ist. Aus?^ welchem allem zuersehen/ daß cm solcher Irthumb/ daß nemblichder Pabst vbcr ihn soviel die Religion bctrlfft/kem Recht oder Ge-biet habe/von cimEhristlich vnd Cathvlischcpursten weit sein soll viid muß. Ban so er einSchaaff Christi ist/ so wird er auch wol »ris-sen werder-ObersteHirk auff Erden vber dengantzeilSchaffstallsey/kan auch inGlaubcnsfachen mit keiner siig dessen so »hm billicherweiß gcbottcn »rird/sich cntschütten.
Es sage»» aber die Denn Stand llld vrrz-ane/der Papst habe gleich»voi vber sie keinMacht oder Gewalt/ als den sie nach Äuß-»vcisttng ihrer Religion/ gar mehr erkennen.Rn dem aber »rrc sie weit, sintcnial tlit alleinalle Rechtgläubige/ sonderauch Abtrmmgcvnd K etzcr/lvclchcdcn Tauffcinpfange/viidde»n Ehristcnthumb einmal einverleibt scind/sie wollen oder »rollen nicht/der Kirehen/vndalso deß Rom. Pabst/als welcher von Chri-sto selbst zum Haupt der Kirchen verordnetworden (wie oben »m-?. Cap> erwiesen) Iu-risdiction vnnd gcwalk ohti allen z»rciffc! vi»-tcnrorffcn sind. Ban »riewolte der/).Apo-stel Paulus Hytneneuin vnnd Alexandnnn/welche ein gutes gewissen von sich gestossen/vnd am Glauben Schiffbruch erlitten hatte/durch den Geistlichen Bann dem Teufel ha-ben geben können/daß sie nir mehr lestcrten/»vanndie Klrchvbersie nit hcttczu gebieten/gehabt.Wic könte er sonst den in Bann thunvnd verfluchen der da ein ander Euangclmmpredigen würde dann er gepredigt hat/wa-rumb solt er winsschen/ daßdie fcnigen abge-schnitten würden/sncmlichdurch den Gctstl.Bann) so die Brüder »nit falscher 4chr»rrmachen? S» ist es auch wider aller VölckerGesatz / dz ein flüchtigerKncch t darumbfrey
solte seyn well er nit widcr zu scincHcrzn »oll/oder das ein vberlaüffer im Krieg vonseincmvorigcn-Obersten odcrHaupcman nit mehrsolte können angesprochen werden / oder daßcm Mcineydtgcr darumb von seinem Me»-neyd frey scm solt. So semdt nu die HerzenStänd/ob sie schon der Cathollschcn Religi-on den Rücken gckchrt/desPabst GeistlichemGewalt/ sie wvllcn oder nit / vntcnvorffci»/vnd können Mit keiner fug oder Recht dasHauptauß der schlingen ziehen.
-Dieses haben »virauffder Herrn Böhmi-!chenStandiub viraguetvider vns crgati-gcncsDecret/vild was vns darin hat wöllcnzugemessen werden / zu erweisung vascr vn-schuldtvnnd stcwr dertvarheit/kurtzlich ant-worten wöllc»r. Dann sagt dcrH. Augusti-nus/man soll auch den hetligen Mä uncrn vnWeibern kem gehör geben oder folgen/wel-che wann sie ttwan wegen einer fahrlcssgkeitgestrafft werden / vnd dardurch n» ein bösenArgwohn gcrahthen/von dem sie doch wissendaß ihr thun vnd lassen fern sey/ diß allein sa-gen/ ihr gewissen sey /hn vorGott gnug/vndvcrachtcalso nichtallcin vnfürsichtlgcr/son-der auch grausamer weiß der -beuch Vnhciivnd ihren eignen -Lcumuth/ well sie anderer^cukh Seelen vmbbringcll/ so entweder- ^Gott lästern/als welchen/»regen »hres Arg-wohne/das Keusche leben der Heyligen / alsvnflätig mißfclt/odcr abcrfolge/mit Anklagdes »enlgcn nicht was sie sehen/sondcrii tvassie meinen vnd glauben.Wer derotvcgen sc»n^ebcnvon Sunden püd Lastern be»varet/ derthut ihm selbst wol/wer aber auch sein gut gc-rücht vnd icumuth bewart/ der ist auch gegenandercBarmhcrtzig/Dann vns istvnscr lcbcnöthig/ andern aber vnsergut gerücht.
So aber die Widersachcre vermeine wol-ten daß wir ctwan hie vnd dazu grobgcfahrc/mögen sie bcdenckcn »vie sie mit vns Nit alleinnut wortk/sondcrn auch mit wcrckc gehandlcthaben:vitd haben wir/zuer»vetsen daß das se-nigc/sosic w>dcr vns gesctzr vnd gethan/ gantzvnrecht vnnd vnbtllich scy/d»e Warheit nitverschtvclgcn können/habmauch niemand ell-ntgeverlcumbdodcrBtsterungauffgetrochcnsonder die vns vnbiilichcr »reiß aüffgctrochc-ne abgclcint. Imn»»tielst bitten »vir Gott denAilmächttge»ivongantzen Hertz?/ daß ervn-scrnWidersachcrn gut verstand/rcichegnad/zeitliche wolfahrcviid endlich nach dlesemLe-bcn die ewige Seligkeit/verleihe woUe.Äänfern fty cs von vns (wir.sprechen nm dem H.August ino)daß wir darumb vnsere Widersa-cher hasse»» sotten / eben als ob wir des HermChristi Gcbott/ da er sagt/ wir sollen vnsereFeind lieben/ nicht erfüllen kömcn/ Welchesvon vns gnädiglich abwende wölldie Barm-! hcrtzlgkcttdestcn dcr vns gclrebt vnd sich sclbß> für vns gegeben hat/ also daß eramCreutz
Hangende