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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
131
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Sie seyen aber mt/wan-wonwem/ wo sol-ches bcscheh?/v»'i wie dicWort gelautet. Wirzwar n ncn allhic nu änderst gcdcnckcn/ da»'»daß sie die alte Wund haben auffkraycn/ vndfren vcrdruß zu verstehen gebe wollen/ den siedaher empfange/ dz sie von vnsKcyer gcnentvnd gescholten word?/wic wir oben «m 5. Ea-ptttel haben angcdcut:V>id ist vnnöhtig daßwir vns damit latig anschalten/ sintemal vn-^ lcikgbar/daß in dem Mayestatsbrieff litt ver-! bottcnworde/auch nicht kan vcrbottc werde/die ienigeKcyerzu ncntten/ welche nach demj sie das ^acramcnt dcsGlaubcns cmpfaiigc/von den» Glaubender Cathol.Kirch abfalle/vnd denselben halstarziglichverwcrffcn.

Was dle Außlegungdes Maycstatbricffsbelangt/ meynen sie t reffen vns etwas bester/vnd sagen/wir habe»? denselben letz vnd Par-theylsch a'.ißgelcgt / als ob dcrselb auffIrcrMay. in vcro Kammergütern/deßgleichender Klöster vnd Geistlichen Prälaten Vn-derthancn nicht könte gezogen werden.

Wicwol wir nu kein wlffcn tragen/daß ie-maiidtvonvns inaußlcgung gedacht? Ma-festatbricffs ex professo se>n Vrthcil vn mcy-nung hab an tag geben woll?/ weil solches?»vnscr sachcn vnd Vntcrthanen/ deren wir inBöhmen gar wenig gehabt/wcmg dienet:tonen vns auch nit crincrn/ob iemaln cinCo-pcy oder Abschrifft solches Brieffs in vnscrnCollcgi/s gesehen wordcnncdoch / wan schonvon femandt der vnscrn deßgleichc etwas ge-schehen/vnd sein solche Außlegung/ wie diechzcrrnSränd lud vira ^uefürgebc/gemachtwcrc/sollman daruindie gautzcSoclctttaußdem Königr. verbannen vnd versagen?

Erstlich/wan gleich ein solche Außlegungfalsch vnd letz werc/würdc doch solcher frZ-rhumballcin diesem oder jene zugeschrieben/müste aber gar nit durch straffdcr vnschuldig?außgebüßt/sondcrnviclmcr Rechtlicher weißvor der -Obrigkeit examiniert/ vn alsdan dasVrthcil darüber gesellet wcrdc/slnte»nal der-selben Ampt ist/den zweiffelhafftigeir sin vndverstände des Gcscys außzulcg?/ vn solle auchbillichdickerm Stand ml, vrraque (als diein dieser sach nitRlchtcr/sondcrn cinPartheyfttnd)dcrselbcn nicht weniger als dicIcsmtcn/die Außlsgung vnd Vrthcil hcimstcllen.

Vnd wan schon vordem ordentl>ch?Rich-ter alles verhandelt/vnd solche Außlegungdem crgangcnen -Hccreto vngemeß befundenwer / würde man doch nit leichtlich ein sostrengen Richterfinden / der eines zwcif-fclhafftigen Rechtens/od Punctens Außle-. gung/so doch dcnGelehrten gar nit verbott?-mit dem Ban od sonst einer schweren straffzuwiderlegen kein schcw tragt solt. Vnd lieberGott/wie mancherley/ za widerwertigevndvngereimte Außlegungen dieses vnd fenesPunctens seind durch gelchrte-leuth nit alle in

>e ^ erzeicynup. «z»

in Schule gelehrt/sondern auch IN Schllff-tcn vcrfast worden/ wie auch noch: Wer hataber scmal gerahten oder darfür gchalte/ daßman mit so schwerer straff wider dieselbe ver-fahren solt. Wie vbcl würden die Juristen/wie vbcl würden die Theolog« daran sein/wann alle vngcrcmite Außlegungen ,fhncnalso zuchxauß kommen würden.

. Endlich welchcsdas fürnchmbst ist/ so be-weisen die Stand lukvcrsqucmt/ Habensauchbißhero mt bewiesen/daß solche außle-gung so wol den Worten als dein fürhabt vndverstand des Gesetzgebers vngemeß fty Erst-lich/ weil derberm lud vrraque StandenSentcntz in dem den Böhmischen StandengcgebcneMaycst.brteff nirgend außgctrucktwird/da doch gcmcinc Rcchte vnd aller Äoc-torn mcynung nach/ allsolche PiMilegia soeinem dritten zu Nachtheil gercichc/gany naivaußgclegt/vnnd gar nit durch einige Conse-qucntz weiter außgcstreckc werden müssen.

Es bringts auch die vcrnunfft selbst mit/daß Kön.May.vnd die Catholijchc Stand/ctn so mcrckllchcs Prefuditz vnnd Nachtheilfnen selbst mit Nichten haben zuziehen wollen/(cs were dann daß sie alles mit dunen hellenWorten außgctruckt hctten) Eiaß nemtich de-nen lud vrraguc.' frcystehen svlt/auff der Ea-tholischench)erm/sie wcrn Geist- oder Welt-lich/ Grund vnd Bodem zu gebrauch der V-traquistischcn Religion /Kirchen zu erbawt/hingegen die Catholische keinen nuy dauon/oder gleichmäßig vergelten zu fordern oderzu gewarten haben.

^etzlich bckenncdicch)ermStänd lud vrra-queinfrcrApologiaselbst/vielgemelterMa-ycstätsbricffscy vonKayserl.AZay.nit alsoaufgelegt worden wie sie wol vcrhofft vnndgewünscht hctten. Taun vnter atidcr»! sageilfie/es haben KaysMay. »n cinemSchrelbenden Stande lud vrrzgue höchlich vcrwisscnvnd auffgcrupfft/daß sie eines mehreren sichvntcrwlnden/danfncn in gebacht? Mayest-brlcffvnddcmzwischcn denen lud vna vnndV crag uc auffgcricht?vertrag zugclassemvndin specie haben Ire Mayesiat durch ein ki.e-icripru m bezeugt/daß jenige/wclches an vndbey den zwcn Kirch?/ so die Vtraquisten auffder Cathol.Grund vn Bod? erbawet hatten/deßglcichen bey verhaffrung der widerspen-stigen Vndcrthancn des Klosters Braunafürgenommen vnnd verzichtet worden / seyrecht vnd wol/auß I.M. befelch geschehen.

Warumb istvan dcnch>erzn Stendenlüdvtrague/ die doch in dieser sach nit Richter/sondern allein em theil seind/d' Icsuuerauß-legügsogantzvnd garzu wider/ja ircs erach-tens des Bans wol wurdig/da fie doch selbst/wicwol wider fr? will? bckenen/daß sie de,wil-len vn vrtheil des Gesetzgebers gcmeß seyiIchgeschweige dessen/ dz viclgcmelter Maf.brieff

dem