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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
126
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vnd sastcr halten/einen Funckcnder Christ-liehen Gottseligkeit in vnd bey sich haben.

Gelassene aber weder vnscre Gattungennoch der Christlichen Fürsten hohe Würdenvnd Macht zu / daßwirindesKömgrclchssachen/außtheilungderAempter/ daß mandieses oder fenes/dem oder icncm geben soll/vnddcrglcichen/ einig Maß oder Iielfür.schrciben/vnd also vns mdrc Wcltl. Regie-rung einmischen / oder daß alles nach vn-serm willen vnd mcynung soltc siirgenomcnvn gehandelt wcrden/vc»schaffcn soltttw-OieFürsten habe m Regicrungs stwhc /rc Rath/vnd ist nit ohnc / daß wir wegen Hebe so woldes Glaubes als desVattcrlands/vonHer-tzcn wünschen/dzdiesclbe gctrcw vn dcmCa-thol.Glauben zugethan sein möchten: Wirhtchcn aber vnscre vbungcn vnnd von vnsernSatzungen aufferlcgtc Bedienungen in lesenvnd schreiben der Bücher/invntcrwclsungder Jugcnd in den Schulen/ in Predigtenauffder Cantzeln/in besuchung Verarmen inden Spitälcn/dcr gefangene in den gcfang-nusten/in Beicht zu hörcn/vnd dergleichendingcn/ welche wir vns Mit höchstem stcißangelegen sein lasten/ haben auch soviel zeitsnit vbrigdaß wlr vns mit frembdcn vns nitangebenden sachen bckämnleren soltcn.

Sa aber wir etwan in ecnem Fall dcsGe-wissens von einigem Fürst? zu Raht genom-men oder gefragt würden/ köncn wir in An-sehung vnsers Zwecks/ wie auch insgemeindes Amptseines Christen/dcmselbc»l ein sol-ches eben so wenig als andern schlecht Ru-then abschlagen/sintemal es allhlcrvmb dieewige Scligkeitzu thun ist. Haß man aberdiesen soll m gcfangnuß setzen daß »ian jenezu großen Ehrcnherfürzichcn/dcnanderenabsetzcnvn dergleichen thun soll/gebicret vnsnit/Particulatlmoder ni besonder rarhvndthat darzu zu geben.

" Vnd wiewolwir gestehen/vn darfür hal-ten/ daß/clgcntlichdarvonzu reden /dasernkein besondere verheiffunge odervereräge imWcg ligen/ die Ketzer nilt etliche Straffenzuanncmung vnnd bekantnußdcs Cathol.Glaubens können gezwungen werden / wiedannderH.August/sagt:Gcbüreees einemfleistigcn Hirten nu/daß er auch dicSchaff/so mcht mit gewalt hinweg gerissen/ sondernMit schmeichelcn v»id licbkoseiivon der Herdabgeführet/v» nunniehr eines frctnbde wor-den ftlnd/dasiesich widersetzen wollen / mitschrecken odauchm« schntcrtzen/getssel n vndstraffen/wider zu des Hcrm Schaffstall zubr»ngcM)cdoch Glauben wirntt/daß einigeVtraqulstlschc Vnderchancn in Böhrmn/denen die Freyheit des Glaubens erlaubt/mit Straff der gesiingnus oder andern vonCachotischen Hcr:n belegt worden : sa mrwiffen viel niehr/daß etliche der Carbol, sehe

Gcschffhtm

Hcrwn Vtraquistische Vndcrthanen/wansie wegen anderer Missethat? gestrafft wor-den/alsbald/allein jre Hcrmbcy den andernvcrbastzu machen fürgewandt/ daß sie weg?der Rcl'g.solches leiden müsten/welchcs wirmit vielen Exempeln beweisen können/weilaber vnscr fümcmcndiescs -Orts int »st/ an-dere anzuklagen/ sondern vns zu retten vnndz» vcrthädlgcn/ lassen wir es dabey beruhen.'

-Das mögen die Widersacher vns glaube/wan lNl Konlgr.Bohntcn alles nach vnsermwillen vn mcviiung wcrc verhandelt word?/es würde sctzo die Hcrm Ständ diesen Auff-stand nit gemacht haben/noch jctzo dicGcist-lichc vnd ins gemein alle Catholtsche also ge-waltsamer weiß beängstigen/ oder den ver-banten Iesuiternalso auffdemKöpfftantzc.

Aber dieses/sagen sie/ seye durch die siebevnd Barnihcrtztgkcit Gottes / so er zu seinemWort vnd Vtraquistischen Standen vnndPerson? trägt/verhindert wordc. Aber sagtnur doch was fürein Wort »st das^JstcsderLutheranern / der Calvinistcn/ dcrPtcar-dcn / oder Hussnen/ so in Böhmen wegenälte der zeit mehr rechts habe/ dan all die an-deretSo höre ich wol/GottesWort ist nun-mehr mancherlcy/vnd sme selbst zu wider: dz ^RcichGottcs ist zertheilet/damit cr /lcillcer,vntcrscheydcn/sa widerwcrttgen Sette hülffvnd beyskmdt leyste / die lügen verthädlge/Ketzcreyenbefürdere/ vnnd vnterschtedlicheSectenbeschirme: Socsnunein werckverGöttl. Barmhertzigkeit ist/ daß die Vtra-gulsten in Böhmen biß noch verblieben vnderhalten worden/wes wcrck «st es dann/dz diencwc Vtraquisten die alte vnnd in wenigenPuncten jr:cndc/alsozermclen vndauffres-seniHuß zwarvff diealteHuffücn/habcn dieAnruffung derHeil.die Verehrung der Bil-der vnnd Reliquien/ den reinen StandtdcrPriestcr/Münch/vn Nonnen/die siebcSa-cramcntc des ncwenTcstaments/dasHpffcrder Meß/die vcrwandclung des Brots vnndWeins in den 4eib vnBlut Christi/dz Fcg-fcwcr/die Nothwendigkeit der guten werck zucrlangung des ewigen -L.ebens/dtePilgcrfar-ten/vn Proeeffiönen/vt» viel andere mehr desCathol. GlaubensArtiM/vndschrstuck mtallein geglaubt/sonder auch verthädigt/wel-che aber setz» von den newcn Ätraquistengäntzlich verworffen vnd verdammt werden.

Wer siehet aber nit / daß dieses mehr einvnbcdachtc Gotteslästerung wider die Heil.Warhell Gottes/dann eincBekandtnuß derGöttl.Güte vnd Barmhertzigkell seyiWel-che zu lobe vn zu preisen/vnfere Widersachernichts bequemere hctten sagenod fmbringcnkönnen/dannvaß vcrselbc gütige Gott/wiedcrHer: »m Evang.selbst dezcugt/scincSvnlästauffgehen vberdie Gerechten vnd Vn-gercehtcii/vnd läst'regnen vberdie Gerecht?

vns