»
»!
4. !
^ I,?!
W l
!
-- > ^ ^m
N ^
V'
Uj >
!'?> ^ I M
'lllsjl !l^>Z!^ k
^ i .
tz s '
' 'Zi'
ic>6
Gedenctwürdlger Geschichten
schädlich zu seyn/welches dann außderEru-mawcr Exenipcl abzunehmen/ daß wie siedem also nachkommen/ vnnd das frembdeKriegßvolck abgeschafft/vntcr ihnen keinemnichts vnrechts begegnet/ noch »rrgendts einKriegsvolck dahin von den Herren Stan-den e»ngelegt worden: warauß Ewer Keys.Maicst gncdigst befinden/ daß zu der zctt kei-ne btlllchmcssigc Vrsachcn nit vorhanden/daß allein den Budweiscrenzu gefallen/ vndauff etwa ires allzumtlte Berichts ein kriegs-volck von Ewer Keyserl. Machst, in diesesKönigreich eingeführt werden solle: vnndwicwolvnsnicht zwctffelk/ daßvnftre vnddleses Königreichs Feind/ EwerK eys. M.Tag vnd Nacht dahin anführen / ihnen jrenWillen zu erfüllen/ vnd Kriegsvolck in die-ses Königreich außzurüsten vnd zu senden: soseind doch Ewer Keyserl. Maicst. der vn-terthänigsten Hoffnung/ darumb wir dannauch Ewer Kcyserl. Malest, anstatt allerdreyer Stände/vnauffhörliche in aller Hemuht bitten/ daß ewer Keyserl. Machst^ wc-dervorsich sclbstksichdarzu commoutten»viel weniger zu chren bösen vnnd schädlichenRahtschlägen verwllligen werden: dann ne-ben der hicbevorigen Anmeldung vnnd Be-zeugnuß/ welches die Herrn Stande indemBeschluß ircr Antwort gesetzt/können EwerKeiserllch Maicst. w»r auch weiter diesesvnterthänigstzu vermelden nit vmbgchen/was gestalt bißhero/ncchst Göttlicher Hilff/wir solche Vorsehung gethan/ vnd in achtgenommen/daß niemand vmerdene 5ud vnanichts bctranglichcs begegnet ist..
Wann abervon Ewer Keyserl. Maicst.etlichK riegsvolek hlerinnen in dieses König-reich wider die 4andso rdnung vnnd <L,and-tagsschluß gebracht werden solte/so beförch-ten darauff wir vns dessen / daß der gemeinePufelinden Präger Statten vnd auch inden Crcysen/ so bald sie im geringsten etwasdarvon vernehmen würden/ alle Elöstcr vndandere Geistliche Ordens Personen angreif-fen dörffcn /daß vns auch vnmüglich were/wie gern wir immer wollen/ sie zuirhaltenwardureh vielleicht viel vnschuldiges Blut(welches der Allmächtige Gott gnadig ver-hüten wöllc)vcrgossen werde möchte. Warfür/vnd für solch vnschuldigBlut vergießennicht die (stand dieses Königreichs/ sondernder ienigc/wetcher ein frcmbdes Kriegsvolckin dieses Königreich geführet vnd geschickthette recheiischafft geben müste/welches SanGott dem Allmachtigen vnndcher gantzenWelt wunderbahr seyn würde. So dan hier-auß vnd noch ein anders mehr zu entstehen/wofern die Stande dieses Königreichs insolchenvnvwbgänglichen vnd darzu getrun-gencn Nohtiurfften/wider solches Kriegs-volck auch attdcrstwohin vmb Hülff vnnd
Schutz flehen.
Diechs geben wir Ewer Keyserl.Masest.Allerontertanigstzuerwegk/wirscind aberjedoch nachmaln zu Ewer Kcyserl. Majest.der vntcrtbänigsten Zuversicht/ daß wegenetlicher Pcrsohnen vnnd böser Rahtgebcr/welchcalles dieses Vbels/ so daraus?erfol-gen möchte//curllorcs vnd Vrsachcr fern/Ewer Keyserl. Maycst. solchcs dahin nickommen lassen werden.Hlcmll Ewer Key.Majestät ni denSchutz dcßAllerhöchsten be-fehlende. -Datum auffdem Prager Sch l os/Sambstags den zo. Junij/ isis.
Demnach wie droben vermeldet/die Rö-mische Keyscrlichc Majestät auß Vatterli-cher Vörsorg vnd angeborner Miltigkett(gute Ruh. Fried vnd Einigkeit allenthal.bezuerhaltcn) nachgeben vnd gnädigst gesche-hen lassen/daß dleHermHungarischeStäii-de sotten vnnd inochten eineit König vnndOberherm ihres Königreichs ordentlicherWeißerwehlen/ proclamiren vnd coronirenlasten / als haben sie nach langwirigem ge-haltenem Raht vnnd wolbcdachtem Muhtcinhelliglich erwehlet den DurchleuchtigstenHochgebornen Fürsten vnd Herrn Ferdi-nandunivcii andern Königen in Böhmen/Ertzhertzogcn zu Oesterreich/ Hertzogen zuBurgund/Steyer/Kenitcn/ CraynvnndWürkcnberg/ :c. da zugleich an deß vcrstor-benenkalacini m Vngam starr/Her: 5i-gjsmücl bvl Za rwll ersetzt wordc/ Nachmalsden ersten Julis ist ihr K önkgi.W. mit gros-ser Solenn» ret vttndHcrlllchkett zuPrcß-burg auff folgende Weiß coronirek vnd ge-krönct worden.
Deß Morgens frühe vmb Vhr habendie Proceres vnd Hunganschc Stände außdem Schloß/ die Vngarlsche Königl-chcCwn Weyland Königs Stephan» »nitgrossem Pomp vnd vielen bewehrten Sol-daten getragen in die hohe Sstiffts Kirchenvnd.Varinnenauffdcn hohen Altar gcstellet:Folgends vmb acht Vhr ist König Fcrdi-nanvus II. in rohtcm Hungaristhem Kleidangethan begleitet vnd geführet worden/ bißm die Sacristcy derselben Skifftskireben:Nechst nach dem König ist gefolget derGürchleuchtigste Hochgcborne Fürst vnndHer:/Her: Maximilian / ErtzhcrtzogmOesterreich/ch. auch in Hungarischem llz.diru vndKleid: Die Gassen scmd bedecktgc-wcst mit Bonen vnd Bretteln/darauff zum >theil rothes zum theil grünes Tuch gezogenwordcn/auffbeyden Seitert sind die Solda-ten in guter Ordnung mit jhren stattlichenRüstungen gestanden/ schön gebutzet vnndgezteret/zd es lieblich vn lüstig anzuschawenrNachmals ist der König auß der Sacristcymittendurch die Kirchen zum hohen Altarvnd vor ihr Kömgl^W. sehen 4andthcrrn
- -ganqen
RönigZi/i
Vngar»«schin Äo'<ntg erwÄvndgUrt«