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Gedenctwürdiger Geschichten
mit tausend geworbenen Kncgevolcks zuRoß vnd zwey tauscnt geworbener U nechte/auff ihre der Hern, Böheinuschen Staudeselbst eigene Vnkosten vnnd Vorlag: Auffdie andere Crfordcrung aber wldcr inner-halb eines Monats/m gleichem wiczuvorn/Mit ein tausend gcworbcnerPferdc vnd zweytausend zu Fuß / auch auff ihre der Her:«Euaugelischcn Böhmischen drey StändeVnkosten vnd Verlag/vnd dann auff denEusserstcn Nothfall/mit aller ihrer höchstenMacht/ also wie sie zu furdcrst ihren öl önig/sich selbst/,hr Weib vndKind vnddasgantzeVatterland zubcschüyen vermeinen/ auffsschleunigste zuspringen vnd zu Hülste koni-men wollen.
Jum Siebenden / der Mafestät Bricff/sodenHermSchlesiern gegeben / erstrecktsich gleicher Gestalt außwucklich auff allevnd icde Inwohner deß gantzen LandesSchlesien/sie seyen gleich vnter Geistlichenoder Weltlichen Z ürstcn/Persohnen/ c o m-mcnästorilzuz der Fürstlich Eigcnthümb-lichen Gütern in Stättcn/Dörffervnd an-dere wo/keinen abgeschlossen/ angcsestcn.
Item/ daß keiner auß ihnen zu andererReligion/er sey auch vnter Geistlicher oderWeltlicher Obrigkeit angesessen/ oder vn-ter denselben seinen Auffcnthalt hrttc/ ge-zwungen / oder deßwegen hinweg geschafft/noch vlstb der Religion willen von feinemAmpk gesetzt/vnnd also auff keinertey weißin einiger Sach / an seinem Gewissen be-schwert/beleidiget noch betrübet worden/oll.Welchen/ Ma/astät- Bricff die Hern«Schtcsier nach dem vnscrigen vnd m'itHülffvnscrer vberkommeii/ ist auch ihnen nichtsmehr als vns gegeben worden/ wie wir danndeßwegen als das vorncmbste Glied clcteri-oris Lonäirionis Nicht seyn können/ son-dern dieser Artickcl in vnserem Ma/estäkBricffgcneralircr vnnd lummscircr gesc-tzct/ in der Her:« Schlcsicr aber / außführ-tichervnd in ipecic verfasset ist.
Jum Achten/ bey Verfassung zu senerJett deß Majestät- Brieffcs vitnd Ver-gleichung/ tst dieses anders nicht gcmeynetnoch dahin gedeutet worden/als daß die Klö-ster jhr Kcyse» liehen Äia/cstät KöniglicheEammergut sind/ vbcr welche dieselbe tueSupcrioritet vnd dasplcoum Vominumhat.Wclchcs denen damals bey dieser Trae-tation Anwesenden gnugsamen wissentlichist.
Jum Neundten / daß im Königreich Bö-hermb die Geistliche nicht also / w»e imMarggraffthumb Möhrcn vnnd in andernLändern/ ein sonderbahrcr Standt sind/auffden-Landtagen keine Vors haben / son-dern wessen sich sie Königliche Masist.milden Ständen vergleichen/ demselben gnüge
zuthun vnnd nachzukommen schuldig seyn.
Jum Ichenden/ alle Geistlichen wie dasEttzbistumb/ also auch alle andere sind bißdaher in der Macht/ Gewaltvnd Disposi-tion der Könige m Böheimb als der aller-höchsten Collatorcn/ Fündatoren/jurctrvnzrij- verblichen.
Jum Eilffrcn/daßdsisc GeistlichcGütcr/nach außweisung der Landes Ordnung D.4?. zu der K öniglichen Cammcr Gehörig.
Äaherwider gedachte ^an^es OrdnungA.ii. kein?nor einiges Elostcrs ohne Be-willigung deß Königs nichts von dem Con-vent vnd Clöstcrn verpfänden/ vcrkauffen/hinweg geben/ noch veräildern können: vndaber auffdemFall/daer was hiervon ver-setzte/verkauffte/verwcndtctc oder hinweggebe/ solches/kein Macyt noch Krafft habensoll / vnnd da gleich jemandt /echtes solcheszu sich genommen/ muß er dasselbe derKö-niglichsn Ma/cstat oder deme Welchem siees gegeben wider vmb sonst einräumen.
Jum Iwölfften/ das tue Geistlichen ^cutnur viu, fructuarij ^äminilirstorj^ inl'emporslilzuz acl vitX rempus derselbenGüter vnnd dahin gehörig Vmmhanmsind.
Aberdie Könige in Böheimb haben stätti-ges dieses Recht vnnd Macht gehabt / vondenen Geistlichen Güten: den Inwohnerndieses Königreichs ohne Bewilligung einerGeistlicher Pcrsohnzu vcrkauffen / erblichzu machen vnnd in die ^and lTaffcl nach ih-rem Willen vnnd Wollgesallen emvcrlei-hen zu lassen/dessen vtelLxempls bey hoch-löblichsten Gedächtnissen Keyscr Ferdt-nandi/Maximiliavi vnnd Audolphi Jettenvorhanden sind.
i Dieser ApoloAy Copiain haben derRömische Kcyserl.Masistät die BöhmischeStand täb Vtrsguc heneben nachfolgen-dem Schreiben vbersch-ekr.
Allerdurchlcuchtigst/ :c»Von Gott demAllerhöchsten thun Ewer Kcyserl. Ma/cst.wir ersprießliche Gesundheit / vnd vber vnsEwer Keyserliche Majestät gctrcwe Vn-tcrthanen/auch viel lange Jahr/ glückseligeRegierung in aller Demuth trcwlich wün-schcn.Auß was grossen erblichen vnnd vn-vmbgencklichen Vrsachen wir vergangeneTag Wilhelm Slawata vndSmetschantz-ky/dan auch M« Phil. Fabrictcn/ alsIer-störern/dcß gemeinen Nutzens / vmb willendaß wir länger nicht vermöcht ihr vielfältigarglistige vnd meuchlerische Practicken zuerdulden/durch welche sie vns vmb vnserti/von Keyser Rudolffo/hochlöblich vnd selig-ster Gedächtnuß/ EwerMajestät viel ge-licbstcn Her:en Brudcren/wegen freyer V-bung vnserer Religion gegeben vnnd vonEwer Masi confirmirtmMajestätBrieff/
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