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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
85
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Eigentliche VerZelchnuß.

KömgvnndHencn verbunden/ oder sonstetwas vnbilliches vor diesem an fttzo/ vnndklmfftig für sich nchnien/daß chr denftlbigenkanen Glauben geben noch ihre Gn. darfürachten noch halten wollet/sondern gewißlichglauben/daß solches alles zu Gottes -bobvnnd Ehren/zu Abwendung allerBcdrang-nuß in vnser Christlichen Religion ludVliaquc.vnndvns allen zum besten gemei-net. Sie demnach fre Gn. hclffen vcrtbtt-tcn vnd entschuldigen/auch von dcnsclbtgeneuch niemand wenden lasten,

Vnnd wert ihre Gn, alle drey HcrttnStande zusampt den Hcfcnsorcn morgen-den Tags abcrmal vmb der Ehre Gotteswillen in bemcltem grostem dollcgiv vcr-samblet seyn werden / obgemclte ReligionsBcdrangnuß/ vnd andenvcns alle betref-fende Sachen zu crwegen/ vnnd fcrnrcr beyihrer Kcyscrlzchen Ätasestät vnrb Versor-gung anzuhalten / so lasten dieselbe euch alle/als Christlrchc Mitglieder bitten/ ihr wolletmit Kindtltchcr Auucrsicht euch zu Gottwenden vnnd seine Göttliche Majcst, mituibrünstlgcm Geist vnd wahrem bußfertigeHcrycn anruffen/vn bitte/daß er vmb seineshcyl. Namens Ehre/vnd vnser aller SeelenHeil vnnd Seligkeit willen/für allen dingenchrKcyserl. Maicst.vnsers allergnädigstenKönigs vnnd Herrn/Hertz/ lieb vnnd Ge-müth gegen ihnen vnnd vns/ als dero getre-wcn Vnterthanen neigen/ ihre Mafcst.sampt derselbigen Keyserlichen Gcmählin/langes 4cbcn vnnd glückselige Regierungvber vns gönnen vnd verleihen wölle,

Folgends wollet auch vnstrn lieben Gottstcistig bitten vnd anruffen/vor ihre Gn. dieHerrn Stände/ welche vmb der Ehre Got-tes willen keine Mühe noch Vnköstcn spa-ren/sondern für vns alle vntcr beyder Ge-stalt/Sorge getragen seine Göttliche All-macht wölle ihre Gn. starrten / bckräfftigcnvnd befestigen/deroscibcn Sorg/Mühevnd Fleiß/ zu seines heyligen Namens 4öbvnd Ehren segnen / ihnen alles Zu einem gu-ten Endt bnngcn hclffen/ vnd mit reichenGnaden/ beydes hie zeitlich vnnd dort ewigerstatten vnd vergelten/ seiner GöttlichenMastst. so wol auch I.K.Aiafest, vnd vn-ser Feinde zu schänden machen/ sie bekehren/vnd vns allen Fried vnd Einigkett in künff-tigen langen Amen gnadigilch verleihen/damit wir allerseits in Heb vnd tlnigkeit ver-bleibe vnd seiner Göttlichen Malst, dienenmögen.Solchcs zu erlangen/ so last vns allesampt gleicher Iuuersicht singen/Verleihevns Frieden gnadiglich/HErs Gott zu vn-ftrnAetten.

Sen^i.May ist Vorgedachtc Versam-lungder EuangclischenStand im LclltcgioLzrollno zu Prag gehalten word^ welcher

neben einer grossen Anzahl vornemer Hcrm PersMZauch etliche Bürgerauß allen drey Statten lung Mbeygewohnet/Anfangs sind etliche Psalmen prascrgesungen vnnd durchetn Böhmischen Pr»c-ster ein Sermon / auch nach solcher etlichePsalmen gesungen worden / hwrauss manzur Berahtschlagung geschritten / wie nem-lich die Euangclischc Vhr vntid Kirchen/nicht allein in den Präger Stätten/sondernauch im gantzen ^andt (welche die Wider-sacher auszutilgen vnd die Kirchen niderzu-rcistcn vennelnten)zu erhalten,

Hierauff folgenden Mitwochcnncmlichdcil -z .diß die Stand nach Hoff jeder mitsich Habenden Knecht m»t zween Pistolenins Schloß gcrtttcn/vnnd vordcn ^bristenHcrm äandofftetrern ihr bejchwctden vor-gebracht/Bescheid angehört/ ab vnd ein ge-trektcn/vnd nach dcmHcrrObersten Burg-graff nebenHcncn Popel Ereutzherm vndgrossen Prior bey vntcr lieben Frawen/sichircs Gefallens zimltch accomodtri/entgegenHcn Schlabata oberster 4andhosfrichttrviliid Her: Schmisänyky etwas Widerpartgehalten / als haben die Stäupt die erstenzween beiseits begert vnd hlerzwisehen Her-ren Schlabata vnnd Hcrm Schmisantzkynchcn dem Sceretarw M. Philipps aup derEantzleydurchs Fenster in Graben/ joemgrosseHöhe hcrunder werffen/ sind aber alledrey durch Gottes Schickuitg beym lebenblieben/darüber dann im Schloß em grosserTumult vnd Schrecken sicherhabc/ ThalsStand vnnd sonderlich der Grafs vonThurn sind alßbald »n die Altstatt geritten/den-beuten zugesprochen / nichts anzufan-gen/noch sich zu besörchtcn/ es jolt nteuiandnichts bcschehen/ was sie gethan / wüsten siewol zu verantworten ./ wie sie dann allesschrifftlich an ihre Malest. wollen gelan-gen lassen, Nach stillung deß Volcks habendie Stand den -Obersten Burggraffen nachHauß begleitet vnnd shnen die Thor Schü-tzen sampt dem Schloß Hauptman nebenden drey Prager Stätten schweren lassen/Förtcrssmddle Stand täglig in der band-st üben zusamen konimen/ welchen in so,Musquetirer/so mit Tromel vnd Pfaffenauff vn abgeführt wordk/aussgewartet/Siehaben sich auch zusamen verbunden / widerGottes/ihres Königs da»? frer selbst Femdvnd widertverrige deß MajestätBriesss zustreiten/auch ^ab vn Gut bey einander auff-zusctzc/zu dein End sie dan vtelVolek zu Roßvnd Fuß geworben.

-Den25.i>»ß haben die Stand ein Apolo-giam oder Emschuldigungs Schrifft / außwas vnvermetdlictzen Vrsachcn sie ein He-ftnsionwerer anstellen nmssen/publicircn las-sen/haben auch jreGesandten zu den Fürstenvnnd Ständen m Schlesien/Mähren,

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