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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
77
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Ihre gebührliche Schätzung gebe/ vnd dienstleisten zu deß Kncgsvolcks Auffhaltung/soallda beymSchloß bleibe/ gleich wiczuvor/doch sol S.K.Ät. Volck inwendig solcherzeit kein vbcrgcwalt zufügen vnd sie bcrau-ben Wie dan auch viel weniger ctwanRcu-sisch Volck/ oder Rcusisch Stück / darabaufs ihre selten führen oder führen lassen.

VII.Soll auch ihrer K.M.zu Schwe-den H.Brudcr/Hertzog CarlPhllips nach-maln sich derVestungc/nemlich groß Ncw-garden/Porskow/ Stararussa/ Sommc-rzsche Gcbictcn/Augdow/ ^.adga/ auch allenihren Gebieten vnd Eigcnthumbe/ nicht an-massen/odcr auch Mit elNlgcin K rieg solcheVcstungen anfechten/oder darnach trachte.

VIII. Hingegen hat der Großfürst Mi-ehaelAcdcrwitz/ für sich/ seine Erben/ vnndNachkomme»!/duüsuo Koni-gcit zu Schweden /von der NcwgardischenHcrsschafft/ cc-üirc^vnnd weggeben diesenaehbenande Schlosser/ Statte vnd 4andc/welche zu der Newgardischcn Hcrsschafftzuuorgehört haben / nemlich Iwanogrod/Xanuna/Coporie/vnd Notcpurg/niit allenihren darunder liegenden Statten/ Flecken/<a>iden/Gebicten/vnnd Dörffcrn/ so darzugehöri^vndmitircn Rechten gewönlichenGrcntzscheidungcn/sampt dcmVolck/so al-da wohnen/vnnd gesessen/ auch allen andernHettligkeiten/ vnnd Gerechtigkeiten / mitStranden/Strömö/vndSccn/mchtsauß-gcnommcn: Vnd dieses cecl i rer, vnd zucyg-nct er der Großfürst J.K.M. zu Schwe-den/S.K cys.Mai.Erbcn vnnd Nachkoin-mcn/dcr Lron Schweden/zu einem ewigenEygenthumb/zugenicssen/zubrauchen vndzubebaltcnvnuerhindcrltch.

IX.Essollauch König Quüauuz ^.äolpkus zu Schweden/ annehmen / von demGroßfürsten Michael Federwttz / zwantzlgtausent Rüble/an bahrem Geld / gute gang-bare/ vnd vnucrfälschte silberne Pfennig/vnd sollen dieselbe Gelder stracks/so bald die-ser Fridens Eontract geschlossen/ vnnd be-kräftiget worden/gelieffert werdcit.

x.Was Geschütz / Kriegß munirion,Glocken vnnd anders/ so König dulkauus^clolpkus zu Schweden / in Rußland be-kommcn/auffdenVcstunge/so S. Königs.Mai. eingenommen/vnd vor dem Abscheidvon da»ren verfürct/sollender CrottSchwe-dcn verbleiben / ausserhalb einiger anforde-rung/ vnd zuspruch. Rcusische Gcschütz abersoauffden Vestungen/ welche demGroß-fürstcnMichael Fcderwitz/ieyo widergeben/noch vorhanden/sollen allda verbleiben.

XI. Nach dem auch weyland/ der Groß-fürstBasilteIwanowitz Weyland veGroß-machtigsten Serien Earln dem König zuSchwcdc/Kcxholm mit dessen Gebicten/we-

'erzetcynus. 7/

gen deß getrewen/vn gutwillige Beystands/so im wieder die Polen geschehen vberlasscn/so versichert/ vnd bestämget in diesem Frie-dens vertrag der Groß Fürst Michael Fc-dcrwltz dastelbig.

XII. Vild auffdaß wegcnder -sandschey-dungc nicht ctwan inskünfftig weitleufftig-kcitcn/odcrMißuerstandnuß entstehen mö-gen/ so ist auff beyden seitten vcrwilliget/paß drey aufficderseitten gute Atanner vomAdel darzu dcputiret werden.

XIII. Alldieweil weyland Großfürst-derIwaNowitz/abgetrcttenvon allen deroGerechtigkeiten vnd zuspräche zu Hffland/als tst hicmtt abgeredet daß der Groß FürstMichael Föderwltz niminermchrzu ewigenzeiteii/hernachmaln ihm zueygnen solle eini-ge Gerechtigkeit zu ^.Mandt/ auch des Ti-tulsdauon sich nicht gebrauchen.

XIV. Sottem freyer vnd vnvcrhindcrterKauffhandcl zwischen den Schwedischenvnd Reussischen Reichen/ vnd beyden vnoer-thanen seyn»

XV. Sollen zu beyden theilen in denHandclsstamn den Kaufflemcn Handels-hauser eingegeben werden.

X VI. Alle gefangene/ wes Standes oderNation die sonsten seyn mögen/ sollen itzt al-sobald/wann der Fried beschlossen/aussbcy-dcn selten ohne einigeRantzion an den Grcn-tzen frey/lcdig/vnd loß gegeben werten.

XVIl. Ha sich ctwan bcschwrrungen vndssiungen zwischen beyden Partheyen zutrü-gen/so soll dieser Fride dardurch nit gebroch-en seyn / sondern welche Parthey sich be-schwchrt befindet/da soll deß Parts Statt-halter oder Weywode solches dem andernStatthalter oder Weywoden bey der »weh-sten Grcntzfestung/ da die Sach sich zuge-tragen/ vermelden.

X VIIi.Es ist auch also beschlossen / vnndabgeredt/daß König du llaptius ^äolph.zuSchweden/ wider den Groß Fürsten Mi-chael Federwiy nicht solle dem KömgzuPo-lcn vnd seinen» Sohn Vaäislao einigen bcy-stand leysten/weder mit Volck oder Geld/gestalt auch nicht desto weniger für sich sel-ber/ oder durch andere frembde HermvndRegenten Antreibt,ng oder Practicken wi-der das Reusische Reich: Also soll auch widerden König in Schweden der Groß FürstMichael Fedcrwitz dem König »»Polen vndseinem Sohn VlaMsiao, weder mit Volck/oder Gelt helssen/ auch viel weniger entwe-der vor sich selber/oder durch anderer fremb-

derHermvnd Regenten Amreibung/widerI. K. M. v>»d das Reichzu Schweden etwas vor-ncmen.

Ende deß Ersten Buchs.' G tt, ALöKt