6o ^evencrwurvl
Scnen/nicht soltc oder köndtesich auffallemögliche weise zuhclffcn vnd bcyzusprmgcnbemühen? War nicht nut Eyd ge-
gen dem Königreich verbunden? Isierdero-wcgc für Eydlbrüchig zu achten/ dieweil erjhmc sein Recht zu erhalten sich bearbeitet?
Ist dannKerdlnando dem gekrömen/gehul-
dlgtcn vnd gesalbten König nicht erlaubt ge-wesen/KeyscrK4 an in zu dienen vnnd zu-hclffcn: Welcher nicht allein als einer mit(sydt verbundener/sondern auch inder Pos-session regicrenderKönig sein Recht zuerhal-tcti/ani allcrbillichstcn streitetc?ch)abcn nichthergegettdic Rebellanten sclbstcn wie lEs»lÜ!X,alsoaueh?crcilNZn6» trew vnnd vn-tcrthänig zu seyn geschworen? Vnnd dieseschöne vnd sauberech)er:en wollcndlc Sündewajchcn/vnnd jagen/wir sind gar nichth.l i .Ä^eyncydig vndEydbrüchig/ ob wirschon redet!trei^dav Königreich niitGcivaltvnndWaffencliincmnien/vndsoviclVbclvvnd Elends stifftcn?ch)crgegctt aber ke-cä,.nalicte-5 oder klanbiz«. müssen diesen Titttlhaben/dieweil Sie sich den Auffmhrlschcnwidersencn/vnd jhrvnbllliches Fürncmmcnzu stillen vntcrfangen?Scindderowcgendte-ftSachcn alle cytcl/lautcr 4ufftstreiche/daßchr Eydbrüchigc darumb cwercn heiligstenVNd vnsehuldigstcn König kcrä-nznclumdeß Eydbruchs euch vntcrstehetzu beschuldi-gen/ mit wclcdem ihr auch zugleich
bcschnutzet. Senbeydescoldcwre Köni-ge gctvcsen/ciner gleicher weise wie der andereuch verbunden: ja Matthias noch mehr«Ist FcrdlnandilS Eydbrüchigdieweil er ge-horsnnct: Warumb incht Äkatthias mit be-fehlen? Sie Vn sin nigkclt hat ewcr Gctnüthvcrzuclet.-Vnd dtcSalstarngkctt alle Schävnd Redligkcit abgewaschcn.
Ser Srlnc Bewetß ist denen Erstenzweyen gleich/ nur entöWort: nichts werth.San» höret wie schön es klmgt:K önig Fer-dinandus istvomK eyser Matthia uiÄeah-re geschickt worden/daß cr dasclbsten in deinvcrsambleten Landtag an statt seinerclirc- vnd seine fürgcbrachtc Sachcn beför-dere: brgo ist er peijuruz vndEydbrüchig.Gilt diese Lon!ocziicii?vnnd folge / so wtl»eh aljö schlicffen: Ertzhcrzog Fcrdlnan-dus istvom K eyser Rudolpho an seiner stattauff den Reichstag gen Rcgcnspurg/ densel-ben zu pi irljcwcn abgesendet wo» den / vnndhat daselbstcn deß Keyscrs Geschafft beför-dert: crg»hat ersieh deß Reichs Regierungwider Recht vnnd Billigkeit widerstanden?Aber lieber ich bitte Euch/sagtnur wessenSaah hat König Fcrdinandus im Landtagsollenhandeln?Ewre vicwedcr auff Recht/noch auffBilligkett gegründet: oder die allergcrechttgiste Sach Matthur? der RebellenVnsinnlgkeit / oder aber deß K öiligrcichs
ser Gesch ichten
gemeinen Nutzen/ Hcy t vnnd Wolfahrc?
Sie Ander Lästerung vnnd Schniachist diese: Er ist ein Feind deß Vattertands/Sann/sprechen Sie/Hat cr sich nicht allembey Lebzelten Keyscrs Matthia/ der Regie-rung deß Königreichs unterfangen. Son-dern sich auch so wol im s.cben/als nachdem Todt Matthia/füremen öffentlichenFeind erkläret. S Gedult/ O grosse Ge-dultdic von Nöhtcn ist' solche Nanenwerckzucrtragen/Iedoch Mit dapffcreni vnndvn-crschrcckcncm Gciiiiith wollen wir es leidenvnnd gcdültig hören. Siese Vnthat vnter-stehen sie sich mit zweyen Argumentenzu behaupten. Erstlich auß denen Sachendie sich bey -bebzeiten Matthia perlauffen/darnach auß denen die sich nach scme m Todtzugetragen.
Au dem Ersten gehören folgende/l. Nachder Krönung deß Königs semd die Catho-lischen sehr muhtlg vnd vermassen worden,also das Sie sich vntci standen die Euange-lischen an vielen Suchen zuverfolgcn/ vnddas llxercirium der KcliAion Wider denMaycstatt Bricff zuverhmdcrn. II. Sohaben Sie auch die Kirchen der Euange-lischcn zugcspcrt vnnd zcrschlciffet. m.Etliche vnschultigc ^cutbc nur langwirigcrGefangnuß gcplagcr. i v. Sencn Stän-den den zurrit zu Ihrer Majestät vcrspcr.'tt.V. Wider den klaren Tert die zusai'.uncn-kunfftcn vcrbotten. VI. Nicht Verklagtenoch Verhörte verdammt. VII. So ha-ben sich auch die Iesuiter wegen der Krö-nung deß Königs crfmvet/ gcjrolocket vndöffentlichaußgcbcn: Saß der König schonvor lengst sich niit einem Eydt verbunden/daß cr denen Srctgcnvssm in Etpigkc«tnichrs wolle zugeben. VIII. Saßcr voudcnVer:äthcrn deß Vatterlädsvbcnedct wor-den/damiter wider deß Königreich Satz-lingen si cmbdes Volck eingeführet vnndzu-gcwssen habe/ vnd also das Vattcrtand ver-wüstet worden. Vnnd dieses alles habe Fcr-dinandus gut gehkissen : Ja sey alles durchseinen Rath vnd Antrieb gcfchchcn.Soviclauß denen Geschichtcii/so sich vntcr derRe-gtcrung Matthia bcgeben.Ist aberdcrowc-gcn Ferdinandus ein Feind deß Vattcr-lands/auß Vrsach / dieweil cr in dieses allescingcwllligct/zii schätze»;:Wie viel ein grös-serer Feind wird Matthias seyn/ dcrdiescsalles anbefohleti: So ftnn es der Warheitgemcß/daß dieser csgebotten/odcrdcr andergcrahteti/odcr aber dieses also geschehen ist?Aber last vns allen diesen Flachs em wentgHechel!: viidsehcn ob etwas von gurenich)am»vcrdcvberbleibcn.
Sas crstc/dz sie fürgcben von der Eache-tifchen Vermestenhen/ vnd daß sie alsbaldder vcrmcititcn Evangclischcn Lxceci -1u -n
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