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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
36
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Kömglichen Waisen VVcnccslauw Otrc».cari der von Ruvolpho geschlagen war/Sohn/ein Knaben von s.Iahrt. Welchen/als er zu ftincm Alter kam(im is. BuchHatchn der Vormund nicht ehe zum Königreichdarstellen/ erhcttc dann von den Böhmenzuvor 60000. Goldgüldcn bekommen. E-bcn in demselben )s. Buch spricht der Au-tor: -Der König Wenccslaus als er ster-ben wolte/hat er seinen Sohn zu sich erfor-dert: vnnd in bcyseinder Bischoff zu^Pragvnnd Olomöch also gercdt. Mein Sohn/Ich hab von meinem Vattcrscclig nur einKönigreich/ vnnd darzu dassclb zcrrssscnempfangen/ scyo aber verlasse ichcuchzwcyblühcndeKömgrclch.-Durch dlcscsWcnecv-ial mörderischen Todt un Jahr 1-07, ijkdcrMännliche Gramm der König vnnd Für-sten in Böhmen/so von?rnni5iaode>ii Er-sten Fürsten herkommen/ auß- vnnd abgan-gcn.

Weiter in dem»?. Buchsagt vulzrauiusAls die Böhmen/ nach dem sie den Kömgli-chenErbenvcrlohrcn/wegcnErwehlung ei-nes andern sich zweiten/ in dcme deß Kömg-rcichs Cammermelster einen Teutschen außdem Oesterzeichischen Haußö.uclc»lkumo-der kritkcricum Keysers^ibcrri deß ErstenSöhne vorschlug/ vnnd darüber von einemandern -Landthcne cnnordcr war mit außgc-stossencWorten/wie lang wiltu vns mit dei-nen Teutschen die vnscrer Kömg Mörderseyn/vexiren:Allda waren gleich den andernTag/deß ermordenKömgs zwoSchwesternAnnaHenrichHcryogcnaußKärnthenGe-mahnlln/vnd Elisabeth noch vnvcrheurath/hcrfürgctrcttc/vnd daß sie nicht alsBastardvom Königreichaußgeschlosscn würden/ge-bmen. Darauffdann wegendereineToch-ter Annadz Königreich auss gedachrenHer-HogDcnrich gefallen: Wiewol deß KcyserseOohn k-ugoisu^alsder etliche Stimmenbekommen/ danmt er einen stärckem Fußzuin vntid im KöiUgrctch ftuen könte/sich andeß altern Königs Wenceslat Wittib vcr-ibeurathet : Aber dieweil er gleich >m sclbige,t^iahr gestorben/ hat Johannes Bischoss zuPrag auffdas Recht der andern SchwesterdicHcryogen außCarnthen vermah-let/gedrungen/ mir angehängten Worten:Wann keine Brüder vorhanden/ hmendieSchwestern den ersten Vorzug in der Suc-cession odcrNachfahr desKönigreichs/nichtzwar daß sie regiere sollen/sondern ihre Her-zen vnd Ehcvögt / welche sie vom Vattcr 0-dcr Königreich bekommen hctten. WelchemAußschlag viel -land Ständt gefolget: Wiewol etliche dcßKcysers andernSohnFr-edc-rich vorzogt: baldt darauff nach KcyscrsAl-bcrtt mörderischt Todtschlag/hat gedachterHeryogauß Kärnthen sich Mit Gewalt der

StattPragvnnddcßKönigrcichs/vondemer cm zcitlag vertrieben/ imparronirt/vnndsich fieissg dahin bemühet / damit nicht dieBöhmen scmerGemahliN SchwcstcrEitsa-beth/welche sie für eine rechtmassge E rbindes? Königreichs hielten / einem frembdenFürstcnvcrniählet würde.

In diesem dcrStande wegen eines gewis-scn vnnd beständigen Königs Wit rmerr/g,engen lei-tlichdes? Ertzbischoffs zu Pragvnnd der andern 4andther:cn Stnumendahin / das? man Johannen, von -lützelburgKeysero Henrichdcs Siebenden Sohn zumKönigreich zwar bcruffen vnndannemmensoltc/abcrniitdem beding/daß eroffgedach-re Eitsabech/als deß Königreichs ErbmzurEhegemahlin anncmmc/ tvelchesaurh geschchc»i/vntid hat der Keyscrals Vatcer vndeOchwäher dcnSohn vnd dieIungfraw alsdeß Königreichs Erbin in sein Schuy austvnd angenommen.

Im 20. Buch spricht der Scribene also:Als die zwo Königinnen/die eine KomgsWcnceslm Wittib/die ander Elisabeth/deßnoch lebenden Königs Iohannis Gemahlinvmb den Vorzug eyffemn/hat sich diche E-lisabethauffirErbgerechtigkeit am Koiiig-re»ch / vnnd jhren Her:n den Kömg verlas-sen.

Im^.Buch: König Lafolu8, loannisSohn/he rnachmals Römischer Keyser:Atser bcysciner in das Königreich Böhmt Wi-derkunfft/.sein sungcs vor einem Jahr vonFraw Anna geboren Henlcm gc,ehen/ bater gleich dahin getrachtet/wie er dasselbe ne-ben sich zum König machet. Vnnd als d»eStände/daß es nichts daran gelegen wer/c»käme jung oder alt zum Königreich / ist das-selbe Denlem von andeschalbIahrcnvomEryblschoffzu Prag/zuiyKönig gesalbt v?1gckrönet worden.

Ii,i 27.Buch: Keyser Sigisinund/Kö-nig in Böhmen/ließ vor seinem Todt seinerTochtcrman Eryheryog Albert von -Oe-sterreich zu sich beruffcn/vnnd in beyscyn derVng.w,sehen/Böhmischen/ vnnd Mährri-j ehen Stände/sprach inen also zu: Sie zwartönten an jhm sel bst nit besser thun/ als >nanmit gesamptem Geinüth einen Köiiig/ vnndzwar Eriche rtzogcn ^lberrum von Oester-reich ahnncmmcn: Aber ohne das käme ietzoeine gezwungcne'Noht darzu / also daß esgam? vnbillig were den ftnigen vom Kö-nigreich außzufthltessen/ weleherder beydenKönigreichen Vngarn vnnd Böhiuen Er-bin zum Ehegemal hette. Also hab er auchvor funffyig Jahren durch Heurath nurK önigin Maria die Eron Vngarn bckom-mc.Atsoscyc sein Großvatrer Johannes imKönigreich durch seiner Gemahlin Erbge- >reehtigkcit »iachgefolget.Ist auch also Alber.

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