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Gedenckwürdiger Geschichten
der Fünfft / (etlichen der Vicrdt) in Anse-hung der grossen Macht vn mächtigen Län-der als Bchmcn / Schlesien / Mahren/^außnin/ welche der Regierend BehmischeKürst vntcrscincr Gcwalt/auffdemReichs-mg zu Mcyntz gehalten / diesen Vratls-laum stnnpt scmer Gemahlin durch denEmbifchcgs zu Trier hat krönen vnd salbenlasten, tt>b. 9. Eben dieser König Vratis-allcn standen deß Reichs vndaußlandischc! laus al^ er sc«n vnartigcn Sohn Brctis-Königcn vnd Potentaten ihr !u^ü-ekeci>ra laum ic langer ie hartncckigcr vnd halßster-rium.so sie zu dcmKönigrelch Vngarn vnd rigcr besundcit/hat er auffeutem gehaltenenBchmen von vndenektichen Jahren gehabt/ s Landtag zu Prag denselben im Reich vber-mit ziemlicher Ausführung vnndBeylagen gangen / vnnd seinen Bruder Conradumdargethanvnbewiesen. Welches obcszwar zum König m Böhmen mich seinem Todt
Seribente etliche Icugnuß a»Mhen/daraußein fcder vnpasslontcrtcr -hescr das Vrthc«lselbst ohne maßgcbuitg mag fastc.Hernacherzur Keyscrlichcn Deductlon kommcn.Äannweil die Behmischcn Standt ihr angcniastWalrccht nachgchcnds fcrncrzu dcducircnvndder reicchinn Vrsachcn beyzubringensich vnterstandcn/als haben I.K. M. Fer-dinand durch ein anschenliche v.-ctactton
zwey Jahr hernach geschehen/ kan es dochfüglich hieher als deß folgende.! Fundamentgesetzt werden.
Vewnion Damit es dann desto Heller an Tag kom-^»akttr me/wie es voretlich hundert Jahren nut dertnBoheim Behmischcn Wahl beschaffen/ vnd ob es ein«uß Zeug- Wahl oder Erbkönigreich gewesen vnd sey/SkNttme oder Nicht/hat man nachfolgende Zcugnuß.p.br.umi Vmb das Jahr Christi tauscnt./sagt vu-brauias lgillor. Lobem. I>br. <5 da man
verordnet. Welcher K ön»g Cviirad weil erMonat hernach neben zwen hindcrlasse-nen Söhnen Todts verfahren / ob wolvn-dcr den Stendcn ein Stren sich erhaben/ obsie deß vorigen Königs Vratlslai wildenSohn/oder einen auß seinen Brüdern/ odereinen von deß Conradi Bruders SöhnenzuntK ömgrcich sotten erhcbelt/scynd sie end-lich auff gedachten Bretislaum als sres vo-rigen Königs hindcrlaffenen Sohn der mttvermeint der Behmlsche König I:r»mnus! grosser VngrlschcnchMff u>n Anzug war/welchcran einem E'ichbaum gebunden von gefallen. Solche ^ucccttic»» ist hernachden Bömischcn Dcr:cn Vorioulcenllöuz, ^ff dem Reichstag zu IMenspurg vomdie deßwegen geköpfft/seye nunmehr Todt Keyscrcons.rmicret worden/mktdcm Zusatzgeschossen wordcn/hettcn andere vorbrachte vnd Gediitg/ vc li ^uicl ttumaniru?i krertt-
luyercÜL vnicum Vüairicumiuaccllorem lao priui^uam Loriuoric>( tllionunc in ^ulaLactarls clegentem ,Es sey cucmrcr , rurela Ilberoruiu Lretislainoch der eintzig Vlrichdcß vermeinten ver- , ttcZniiucccl'sioaäncmineai ^uenczaamstorbenenBruder/als ein rechter^ucceüar niü acl Lörluo: iun,.pcrrinerer Das ist/M!oder Nachkömbling vbrig. Baldt darauff FalldaßDcrtzogodcrKönig K^llsl^. ehersagt Oubraums , laromirus rangua.n lc- als Lollucirio setneiN Sohn ein tödtlichernlor.Vcialricus tzn^uam viHvr.clc regnc» Füll solle zustehen /daß alsdenn derKonig-pugna conrcncieöan^ Der laionnruz ttchmKinder Vormundschafft/vnnd dieals der cltcskc Sohn/Vlrich als der die D- Silcccstion zl:m Königreich / alt niemandberhand hatt/stritten vmb das Königreich/ anders als allein an üoriüori u m soitc fal-Könlg Vtrich ist ohne Wahl/sein Sohn len.ttm. 9. Nach deß Lictizlai TodtschlagBretislaus nachgefolgct. Dubrau. im 7. hm Boriuorius der schon allbcrcit von sci-Buch: Dieser Bretislaus hat hernach als nem Bruder vnd dem Kcyser zum Dcrtzoger sterben wolt/ein Testament gemacht / m in Bchmcn verordnet war/sein Königlichewclchemer seinen eltcstcn Sohn vndcr fün- j Ehrangctretten/ nicht so sehr von rechtemfenzum Fürsten m Bchmcn designiere vnd, als durch etlicher ^cut günstigeit geneigtenverordnet/vnnd sonst keinen seiner Brüder/ Willen / sintemal Vüalrttuz e«nractt
welche steh mit eim gewissen Deputat habenwüsten zufriedengeben. Nachmessen Todtist sein eltester Bruder Vrmislaus auff eimLandtag von allen Stäiidcn zum Dertzogin Böhmen der vier vnnd zwantzigst auff-geworffcn.Iih. s. Dieser vratislaus hmin ^nno »00. ohngcfehr die KöniglicheCron vnnd Würde/welche ein Zeitlang sei-neVorfahren nach deß Sumoputti Todtberaubt waren/vnnd welche hernach n.ceslaus wicwol vom Keyscr Dt-
then angetragen auß Demut außgcschla-gcn/wideru»nb an sich vnnd seine Erben vnd
Sohn am Alter vnd von Rechtswegen demandern wcit vorgieng.ttib.io.vnd bald dar-auff: Vüalricuz Mit Silber vnnd Goldtbeladen zeugt nach Regenspurg zum Keyser/ln'Ättynung Ihn zucrbittcn/ daß er vonseinem gefasten Schluß woltc ablassen/ wel-cher nicht allem wider die Prcrogatif vnndVorzug deßAlterb/sondcrn auch wider allerVölckcr recht ltcffe.Welches als es Vdal-ncus vcrmcrM/besttcht er den Kcyser selbstmit Geld/von dem er endlich dasRccht einerordentlichen 5uccelsisn im Königreich er-hclt/doch mit dem Beding/daß den Bchmcn
Nachfahren bracht.Dann Kcyser Heinrichs frcystche/entweder Vbsiricun» oder iw>i-
uciriuirz'