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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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502
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502. Dritter Theil dcrpcrsianischcn

Königl: Gesandten Imsmculi, welcher versprach jnner wenig Tagenbey vne zustyn/vergebcns gewartet/wir auch/m dem der Suithan vnsnichts zuwtllen war/ für vnser eigen Geld theur zehren müssen / schick-ten wir vns den 12. dieses zum Auffbruche / liessen alle Bagage zusam-men bringen/ vnd jeder Person auff 4. Tage Brodt außtheilcn / dannwir jnner selben Jett nicht viel bekommen kunten.

Als wir den rz. dieses wider fort wollen/vnd allbereik zu Pferdefassen/ließ der Sulthan das Thor für vns zuschlössen / welches vnsfrembv vorkam / schickten Verwegen vnsern Mchemandar zu ihm / dieVhrsachc dessen zucrforschcn/ Er aber ließ zur Antwort wissen: Erhatte gewisse Kundschasst bekommen / das der Tartansche Fürste 0s-min, dessen Gräntzc nicht ferne von Dcrbcnt / sich Mit vieletn Volckegerüstet vns anzuhalten/vnd entweder einen sehr grossen Aollzufor-dern/oder in Weigerung dessen/ vns gar auß zuplundcrn. Er kvntc ver-wegen nicht gessttten daß wir ohne Convoi reiseten/dann wann vnsauff solche weist ein Vnglück begegnen solle/ wurde er es für den« Ko-nige/dessen gute Freunde wir wercn / schwer zuvcrantwortcn haben.Die Convoiaber könte heute noch Nicht außgerüstct werden. Ob wirnun zwar solche Convoi nicht groß achteten/auch leicht mercken kun-ten / w«e es jhm vmbs Hertz war / musten vns doch seine Vorsorgegefallen lassen/vnd bitten/daß Er vns nur auß der Stadt lassen möch-te/wir wolten draussen bis Morgen verwarten/konte vntcrdcsscn dieAuftzuch auß Convoi fertig werden. Darauff wurde das Thor geöffnet/vnd wirDerbem. zogen eine viertel Meile von der Stadt / vnd lagerten vns neben einenWeinberg/da die Grüntzc der Perser vnd Dagesthaner Tartern durcheinen kleinen Bach sich scheiden.

Am selben Orte traffen wir noch 2. Mahumedische Heiligen an/deren einer ^luckzi- im Felde/der ander Imam K.urckuct im Ber-ge begraben liget. Dieser sol von des Mahumeds Freundschaffk seyn/?yr >tucbsr Füssen gehalten/von ihm gelernet/vtt nach ihm noch

a" Jcihr gelebt haben. Er hat sich zum Könige Ksttän begeben/ihm

Begräbnis ^uten vorgespielet / vnd wieder / in welchen Er den K ömg

wieder die zustretten angcfrischct / drein gesungen. Da Er aberjhm fürgenommen hatte die oder Dagesthaner Tariern/ welcheHeydcn waren/zubekehren/vnd öffentlich bey ihnen zu predigen an-fieng / haben sie ihn Todt geschlagen. Sem Begräbnis ist m einer mden felstchten Berg gchawenen grossen Höle. Der Sarck war iiur von4.Brctcrn zusammen geschlagen / so ferne»- hinten «n eine»« ^.oche/ daßzwo Elen hoch von der Erden in den Fels gehawen/steckcte/ vnd kuntevon jederman gesehen werden. Den vorigen Tag war ich dastibst/be-sahc alles eben/fand gany keinen Zierath darbcy/sondern nur ein altVZcib/ale Hüterin des Grabes sitzen; Heute aber weil die Wallfarthwegen der Opffcrung geschahe/hatten sie das Pflaster mit Strohmat-ten beleget/vnd für das-boch/worinnendasSarck/cin Tapet von gül-den

planet sitzmentcrcpo-tlum, «zuliäp.z/A.äcle^.