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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
499
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Refft Beschreibung.

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See vnd demvnwegsamen Gcbtrgc hingehet/vnd ist gleichsam allhierder Schlüssel vnd Pforte zu dem Königreich persien. Dann niemandin selber Gegend ohne durch diese Stadt durchkommen kan/Dahcr siewol Derbent/ das ist/ eine faste Thür/ oder Oemür Eyseryfortemag genant werden.

Die Stadt sol wie nicht alleine dieScribenken darvon melden/fondern auch die Einwohner alle Noch heute berichten vom kkanäro,oder ^lexznäl-o^aZnoerbawet seyn/welcher zwar nur das Schloßvnd eine Mawre / nenlblich die auff der Süderseiten / die andere aberauff dlßsett nach Worden ihr Alter löblicher König >lau5ckirvan ha-bet; jenen lassen. Beyde Mawren scynd hoch vnd breit von grossenstarckenOuadersteincn/ so 4. vnd <5. Fuß im äiamccro- Vnd warenalle Steine / welches vns verwunderlich vorkam / von lauter klein zer-stosscnen Muschelschalen gleich als zusammen geschmolzen/gewach-sen. An des .Hlcxanäri Mawr stunden über einer Pforten in einemlangenSkein gehawen z Icilen Syrische/Item an einem andern Or-te Arabische Schiifft vnd frcmbdc LliaraÄcrez, welche das Alter ziem-lich vnkandlich gcmachet. Es wird die Stadt in z.Theil vnkerschiedcn.Das Oberste ist das Schloß auff dem Berge worinnen der Gu-bernator seine Wohnmig hat; war mit Stücken vnd sOO.Söldatcn/deren zweycrley Nation ^urumlu vnd ^viäul-sclis, besetzet. DasMittel Theil L. wird vondcn Persern bewohnet/ist nach der Seewcrtssehr verwüstet/vnd zwar von ihrem eigen Könige Lmir ttcmle, Llio»«iabenäe Sohn/als Er sie dem Türckm dem sie sich frey-

willig ergeben halten/wider abnam. Der Untertheil L. ,st 2009. ein-fache Schritte lang/ligek gantz ohne Hcklscr/seynd nur etliche Gartenvnd Acker drinnen/ sol/ wie sie sagen/ von den Griechen seyn bewohnetgewesen/daher sie noch heute 8cb>akcr^unan Gr»echen-Stadt genantwwd/ d,c Mawren stehen beyde auff Felsen / wie dann der Strandkvmb Derbent lauter Fels/ vnd den Schiffern daselbst zu ligen sehr vn-bequem. Oberhalb der Stadt ist durchs Gebirge / so puschicht/eineMawre von z. Fuß dicke gesetzt gewesen/ welche auff 50. Meilen nachdem ?onco kuxino sich sol erstrecket haben. An etlichen Orten war esgantz geschlcisst/an etlichen aber funden wir noch Stücken Kniehesvnd Mannes hoch stehen. Es ist zuverwundern / was diese vnd dieStadtmawren/welche so breit daß man mit einen Wagen darauff fah-ren kunte/für grosseA rbeit zusetzen müssen gekostet habcn.Sonst jeyndin dem Obertheil der Stadt auff den Hügeln vntcrschicdliche Ausscn-wercke/vnd absonderliche Cafiellegewesen/deren nur 2.die »ehesten derStadt noch beym bawlichenWesen erhalten vnd MitSoldaten besetzetwerden/seynd ins 4-cck mit sehr hohen Mawren auffgeführek. Es ligenauch vmb der Stadt auff Hügeln von Holtz vnd Brekern auffgesetzteWarten ober Wachkhüuser/auff welche man weit vmbher sehen / vndden herzu nahenden Feind warnehmen kan. Was sonst denckwürdig

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