Reise Beschreibung. 485
Tastcllackm/auffwelchem Er vns speisete/bekommem War von grü-ner Seide mit güldenen Blumen durchwircket.
Er war bey Schach Sefi in grossen Gnaden/solte auch im vorsie-henden Früling als em Gesandter an den König m Indien verschicktwerden/hakte allbcreit seine Abfertigung bekommmen. Er gedachteauch der Räuber,schenCosaken Einfall/vor welchen sie nicht wol sicher Eofakm.weren: Duft Hütten vor -.Jahren Rcscht außgeplundert/man vermu-tete sie jtzo widerumb/ ww müssen verwegen vnser Gewehr allezeit inguter Bereilschaffk halten.
Hinter tlget der Berg 8cliin6an, auff welchem ein frey 8ckinü,k»Dorft 8ckivh Sskaäan. Dann es sol daselbst einer/ Namens Lakacl» MVN!.wctchcrSchlch Sefi?rTLcpror gewesen/begraben ligen.
Den /.dieses giengen wir 4. Meilen jmmer am Strande hin/vnd kamen zur provmtz -Lengerkunan / woselbst ein enger paß / smte- Lengeckunan.mal die höltzichtc hohe Berge ziemlich nahe zum Strande herunterschiesscn/vnd mit einem bis m die See lauffenden kieffcn Moraß/durchwelchen nur em schmaler Damm geführet / den Eingang zum 4andeenge machen. Nach diesem passe kam zwischen den Bergen ein RivirHcrvor8ccclanc genant / vnd folgete bald darauff der Flecken 4enke-ran/woselbst auch ein Bach Warasarmh. Diese Gegend vndFlcckenbekömpt den Namen vomAnckcr-grundc vndHafcn/wicwol es keinenrechtenHafen gibt/sondern nur einen Winckel/welchen allhier -.Hör-ner des ins Meer weichenden -Landes (das eine vor -Lenkeran / vnd mitpusch/ das ander vor Kifllagatz mit Röhr bewachsen) gleich einemhalbcnMond machen. Können doch/weil es nur flacher Sandgrund/nicht als nur mit schlechten Böten emlauffcn/vnd ligen gleichwol fürden Osten-sturm nicht sicher. Pflegen verwegen jhre Böte ausss sandzuziehen. Allhier ist i6oz. der Römische Kayserliche Gesandtezu Wasser angelanget / neben etlichen Völckcrn gestorben vnnd be-graben/wie SeorZ. in seiner Reise Beschreibung berichtet.
Diesen Orth vnd Flecken/hat der Kurtzibaschi als ein Stück seinerBesoldung für sich / vngcachtct daß vnser Mehemandar vnnd etlicheander Perser vmb gewisse Vrsachen sagen woltcn / Es gchörcke nachArdcbil vnter dessen Chans InlpcÄion. Es war allhier ein oderAmptschreibcr/ welcher vns empfieng/ vnd mit nothwendigen Pro-viant vcrsorgcte.
Dm 6.5?. vndiO. blieben wir stille ligen/bis theils dic Camele/welche lNl schlipfferigen Wege sich nicht wol behelffen kunten / mit derBagage nach kamen/ theils daß vns ftische Pferde verschaffet wurden.
Den 11. dieses brachen wir wider auff / vnd reisctcn s. Meilen bisKifllagatz über 4. ziemlich Ticffe mit Brücken belegte Rivire; Als/i.Ksfwrräc, -.diosizine.z.'Z'-ili vNd LuIactl. Durch das letzte Rivirwelches breit vnd tieff/liessen wir vns mit Böten übersetzen / vnd diePferde beyher schwümmen.Vnd weil bald darauff die See/wegen des
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