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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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474
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G-Mslichcr

^'5- 7'

Dritter Theil der perflanischen

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in ivelchcr dic Rcismde Hccbergcn könncn. Wenn man über dic Brü-cke kömpt/gehet zurLmckm ein gebauter Weg durch Lkaicllial nachArdebll/zur Rechten aber nach Kilan. Dieser Weg war der aller ab-scheulichste vnd gefährlichste^ gehen/ dergleichen w»rauffdergantzcnRc,se Nicht gehabt. Dann Er war an einem hohen stellen langen fel-stchten Berge/an etlichen Orten eingehawen/ an etlichen aber / wo esLücken gab/mit Steinen außgeseyet vnd gemaurtt; auch so enge/daßkaum e,n Camel vnd Pferd nach dem andern gehen kuntc. AurRechten sahe man über du abgerissene Felsen hinunterm einen er-schrecklichen Abgrund/ durch weichender Strom gieng. Wwmustmalle absteigen/ vnd dcnAaum der Pferde lose an den Fmgcrn führen/damit/wenn etwa eins hinunter gefallen wäre/ den Man nicht Mit sichgezogen. Die Camele gungen ftcy/vnd wüsten artig die Fußstapffen/welche nach jhrem Schritte m Steme gehawcn/ zutscffen. Fast obenain Berge ist ein Aollhauß / aus demselben brachten sie vns schöne ff»,sehe Weintrauben zum Wlllkom entgegen. Auff dem Berge sa-henMrdikDornenbüsche hinvnd wieder blühen.

So fmchlsam vnd gefährlich wir am selben Berge hinauffstie-gen / so lustig vnd st-cudig stiegen wir auff der andern Seiten wiederhinunter. Dann selbe Gegend war gantz grün/ »nit schönen Laub vndfruchttragenden / sonderlich pomerantzcn/ Eytronen vnd Oliven/Item Cppresscn/vnd hohen BuMumm/auff das anmutigste gezie-?ek: vnd kam vns daher desto verwunderlicher vnd erfreulicher vor/wellwir bißher täglich vnd noch heute Vormittage im Winter gere'sct/nach Mittage aber glkichfamb un Sommerlande/ ( welches wirhcr-nach stete behielten/) seyn kuntcn.

Vnken im Grunde amR.ivir llperur war ein Flecken oder großDorff/ kyle kubargenant / die Häuser lagen Mit vielen Wein-vndandern Karten vermischet/ in welchen vnscre Völckcr sich mit pomc-ramtzen vnd Cytronen/ well von denen alle Bäume voll/ Lusthalbcrwurffcn.

Es war dieser Ort mit Bergen fast rings vmbschlossen/ vnd er-streckte sich die offene Ebene / welche zwar Nicht gar well vnibfangen/nach Süd-Oost. Der Ainbcrg jenseit des Stroms gegen kuksrüber/war auch vollerBaume/ Garten vnd Acker/ neben hin vnd wie-der zerstrewcten Häusern.Summa/man fand allhier/waeErdftüchtevnd Lanv-Lust betrifft/ aller Dinge Vberfiuß/ welches auch nicht vielminder durch gantz Kilan conrinuirce, daß man von selber Gegendvnd Lande wol sagen mag / was der von Mandelslo hinten in semerIndianischen Reise von einem Theil Indien saget; daß es nemblichgleich als em jndisch Paradeis zu seyn scheinet. Paul Flemmg hathierüber seine poetische Gedancken »n folgende Oden verfasset: