Reise Beschreibung. 42z
niges Sohn/sondern Beckers art/vnd Geblüte were. Der Königverstchets/als wenn Erjhn einenBeckerGohngescholten/klagets außVngcdulk seiner Mutter/vnd fraget ob nicht 8u1chsn^sbmuäse,nVater gewesene Die Mutter vermutet/daß dcrpoeke/weilErdißgeschrieben/mehr Wisscnschafft darvon haben möchte/ bckcnnrts demSohn in gehenn / das / weil der König das LsbvX Wassers offt vnd ^allzuviel getruncken / dadurch auch alle Hoffnung zu einen« Erbenverloschen were/sie vmb Erben des Reichs zuhaben den Hoffbccker/der feine wcisse Arme gehabt / zugelassen hatte. Were dcrwegen derBecker nicht gewesen/ so were Er/jhr Sobn/auch nicht /riebt also daß !
Er den Poeten befriedigte/damit es nicht ferner außkehme/ welches !auch geschehen.
Weil dann der Gebrauch dieses schwartzen Wassere die Fleisch-liche 4üste / zu welchen doch die Perser von Natur sehr genciget / vnnddie meisten ihr Surnmum honum darinnen zu haben vermeinen/ver-tilget/ haben die Poeten selbiges zuschcltcn folgendes Le«c geinachet:
Ob»n Ku !<i ngmiuss I<abvvX,naum I<Ärslebi tcs>3lievv^_5.
IstauffDemschsovicl:
SÄbwX du schwarlzes Angesicht/
Daß man dich doch mag leiden k .
Wo du hinkompst/ muß man da nichtDie Lust ond Beyschlafs meidenk
In mehr crwehnten Krugen finden sich auch gedachte tMoricivnd Poeten / welche ich mitten nn Gemache auff hohen Stülen stbengesehen/vnd allerhand Historien/Fabeln vnplnvcnrionc!»crzkhlen! hören. Im Erzehicn phantislrctcn sie mit einem StöeklciN/glcich die/so auß der Taschen spielen. Nicht ferne von diesem Gelage findet »nanauch zwcyerlcy Bx«ibircr in Tabcrnen vnd Buden smen / deren et, Balbter.liche/ t bnrur^i, 1 ?crr-ib genant/so nur Wunden heilen vnd nicht pu- r-err-K.lim. Andere aber/welche nichtLunrcn, sondern nur das Haar ab- -scheren vnd puuen können/nennet man Ucllak, werden auch zu den ^ vcllatc.Bcschnkiduiigen gebrauchet. Alt diesen gehet das Volck heuffig/dannfie den gantzen Kopff glat vnd offte abscheren lassen. Es bringet jeg-licher sein Schermcsser nnt sich / weil sie auß Furcht ftir dem Kcicbi,
(so nennen sie die Franyosen Kranekheit) kcm frembd Messer an sichkomnlcn lassen.
Vnten am Nordertheil des Maidans gehet man zumRe6)tcn NorderchnkBasar/woselbst emc grosse KaUene, darinnen die köstlichsten Wabren des Maidansanzutreffen. Vbcr desselben Eingang henger eine grosse Ähr/wclchcszur Zeit Schach Abas cm EngeUandcr / Nainensbeil«, sol gemachet
ha-