Reise Beschreibung.
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dern muß/ist mit blau glasurten vnd Gold durchstrichenen Steinenallenthalben besetzet / die Kirche an ihr selbst ist sehr gros/ hak etliche8um8 vnd Winckcl/Hoch vnd mit vielen schönen Marmelstcinen Pila-ren vnkcrscytt. Zur Rechten dieser Kirchen gehet man durch einePforte m einen absonderlichen zierlich gcbaweten Hoff. Daß kost-barste im gantzen kmerac war/daß alle Wände in den Gallerten/
Höfen vnd Hauptkirchc vntcn über 4. Elen hoch von lauter sehr glakpolirten Marmor besetzek/vnd zwar anTaffcln/welche alle in der lengeüber Manncshöhe / vnd etwas schmaler m»k Zierlichen Absetzen einge-faffck. Der^lekerab war/ohne die auff den selten gesatzlen a.Seulen/auß einem Steinegehawen. Der Marmor so meisten theilgantz weis/wird in dem Gebirge Llvcnä gebrochen. Es hat Schach Abas der-gleichen klesc^iä dem^leticcii zu Ehren / aber viel kleiner als diesezu^abn-i auffsetzen/vndden Marmor/welcher als Kreide weis vndals ein Spiegelsolpoliret seyn/von Lruanbringen lassen.Sonst scyndMIsfahan nebe dieser hin vn wider vnZehlich rnclKirchen vn Capellen.
Den Maidan ferner Zubcschreibm / so stehet auff der» mitten L>andch<erkanicht ferne von des Königes Pforte eine hohe Stange /als bcyvns die aufdcm Mai-Vogelstangcn/auff selbige stecken sie bchweilcn eine Melone/Arpuß dan.oder Apffcl/auch wol einen silbern Teller mit Gelde beleget/ nach wel-chem der König mit seinen Chanen vnd groffen Herrn in volle»« Cur^ncr Zuschüssen / vnd darbey grosse Wetten Zusetzen pflegen. Wer dasZiel trifft/oder durch Wetten den Gewinst darvon trüget/muß Wirthseyn/zu dem kömpt der Köneg mit den andern Herrn. Das vom Tel-ler herunter geschossene Geld aber gehöret fi!r die -iackcyen. Sie pfle-gen auch am selben Arte ein Spiel Kuirickaukan genant/Zuhalten/da sie gleichfals Zu Pferde un Currier mit emem darzu ge»nachkemStäbe einen Ball oder höltzern Kugel nach einem gewissem Ziel Zu-schlagen vnd Mrciben pflegen. Sie üben sich auch mit demInriäoder Wurffspies/darvon oben mu »nehren ist gesaget worden^ Itemmit Wettcrennen / darzu dann die auff dem Maidan oben vnd vntengcsatztezwcy paar stumpffe Pylaren als Ziele dienen müssen.
Es stund vntcn am Maidan ein klein höltzern Hauß auffg-Mä-der Sckanc/ckm genant / in welches der König bchwcilen bey solchen 5ct>,oe5c!,iaSpielen/vnd Feurwercken sich Zusetzen pfleget.
Es befinden sich auff dem Maidan eine art von ihren Geistlichen/welche sie nennen / ist gleichsam eine ark von Münchcn/swdi-ren die kkiloloplnsm vnd chre^lrcoloZiam» nehmen keine Weiber/biß sie Alt »»erden/führen ein strenges 4cbcn/trincken keinen Wein/gleich auch keine von allen ihren Geistlichen/ gehen in schlechten fahlenRölken/bißweilenhalb bloß/nur mit einem Fell behangen/haben eineEerne Schlange mit einem Rimcn an stat des Gürtels vmb ven ieibgcblmdcn/etliche führen grosse Beile/oder Hellebarten in Handen.
Der König hat ihnen ein eigen groß Hauß/so hinter der Z^c -
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