Reise Beschreibung.
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Stadt viel/daß bey jedem Hause ein / vnd bißwellen zwey geraumeGarten scynd. Auff dieselben halten die Perser sehr viel/zieren sie abernicht so wol nach art der Europeer mit allerhand schönen Blumen/ alsmit vielen ordentlich gesetzten Bäumen von allerley Fruchten vnndWcmstöckcn/ sonderlich lieben slederIierligkelt vnd Schatten halberdie ^?in2r Baume/ist eine ,n Deutschland vnbekante art/ »vachftn ge-rade/vnd fast wie die Dannen hoch / ftynd ingeme»n einer halben auchbißwcilen einer gantzen Elen dicke; Ihr iaub ist breit/ dc,r Weinblät-tcrn nicht vnehntlch/tragcn keüie nutzbarcFrucht/bringen cinGcwäch-ft/welches so groß vnd rauch/als die Castamen/ das Holtz ,st Braun-liecht / krauß in einander gelausten / gleich als Masernholtz. Sie ge-brauchens zu Thür vnd Fenster jaeden / hat / wenns geöhldrencketwird / ein schön ansehen. '
Dieneheste-lustvnd Zierahk der Garten nach solchen Bäumen/seynd die außgcmaurten flachen Brunn / vnd Heller mit ordentlichgelegten Rennen / durch welche s»c das Wasser von einem Brunn zumandern leiten können. Der eine ,st gemeinlich höher als die andern/wclchcr/wens nötig/ fichergiessen/überlauffen vnd den Garten durch-feuchten muß. Die gutes Vermügcns seynd/ haben neben andern amGarten gebawete offene Gallericn/auch absonderliche ^usthauscr/dieofft besser als ihre Wohnhauser gezicret. Man findet in der Stadtneben dcn gemeinen Bürgerhäusern/ sehr viel köstliche palate /welchevon aussen nicht so hcrlich / als inwendig anzusehen scynd. Sie seyndalle nach der allgemeinen Perser art / theils von Dimcn/ Erde / m derSonnen gebackencn i thm's auch / als diefürnembstenvon gebrautenStemcn ins 4cckt/1. z. vnd 4. Fa6> oder Geschoß hoch auffgrführet.Vnd hat jeglich Fach seinen sonderlichen Mmen. Den Keller nen-nen sie Hrlcmm, das Vnterhauß Lksnc.daß darüber K.ulcbik, dasdritte 5?aule. das vierdte k^sker. Die offene Gemächer / vnd so obenheraußwcrtz mit niedrigen Gittern besetzet / nennen sie Liv-m. Diesefindet man bißweilen an allen 4. feiten des Hauses / vnd werden ,mheissen Sommer vmb dcn Wmd vnd kühle iufft zuhaben/abwechsels-,weift zu Schlaffkammern gebrauchet. Ihre Fenster/die meist so grofials die Thüren / vnd nut denselben herunter auffs Pflaster gehen / ha-ben kein Glaß / sondern nur höltzernc Gitter / welche sie des Wintersmit öhi gedrenckttm Papyr verklciben. Ihre Winterstuben haltm sieim Vntertheil des Hauses.
Es lehret ihnen allhier/gteich an andern Drten/da nicht viel Holtzist/ die??oth einen Forthril / fich m den Stuben warm zuhalten. Siehaben in der Erden em ?cnür, ist ein rund^och als em grosser Topff/in welchm fie glüenve Kohlen halten / über denselben aber setzen sie ei-nen nicdrigenStuhl odcrTisch/nut emcm breiten Tapet/so auff allenfeiten die Erde bedecket /beleget/ setzen sich herumb/stecken die Bemevmcr den^urN oder Stuhl / vnd bedecken den halben ^«b mit dem
^ Ta-
Garem vndwas dnrilin.
Baum.
Härrftr vndPalaaen.
lnvenkion
stch i'i war-inen.
'S-'