Druckschrift 
Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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412
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Ander Theil der Persianische?»

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gen/befürchtete sich/daß es nach vnserm Abzüge über ihn / weil Ervnser I ranslscor. vnd darbey gcwtsen/außgkhe.n möchte/ Ihm werendergleiä^en vnd zwar schreckliche Exempel / sonderlich daß bey Mdcr-metzung des vongen ReichöC ancclers bekant bat derwege vmbChnst»willen/man woltc doch etwas gemachsamcr thun. Aber diesem vnge-achtet g.eng d«e ^ust doch noch emc weile fort. Wir vernamen gleich-! wol hernach/ daß der K önig dieser mW ander mehr Ursachen halber soergrimmet worden/daß Er sich verlauten lassen/wenn Er nicht I.H.F.Gn.denHertzogvonHplsteln/wklcher/wieErvernchm/nchcndeindaß Er cm grosserpvtcntat / auch ein gerechter vnd ftommcr Hmwere/schonete/wolte Er demGesandten Brügman den Kopff nchsnenlassen. Dann Er befand sich auch durch folgendes des Gesandten Be-ginnen hoch beleidiget. Als diese Tage einer nicht von den geringstendes Comitats /b.7onScxnoI6i, welchen Er vmb gewisse Vrsacheneine zeitlang in decEysm sitzen hatte/sich losgebrochen / vnd in die! Lapi, oder Schutzhauß/ so im Königlichen Hoffe/gelausten/schickten die Gesandten zwar anfänglich zum Könige / vnnd liessenvmb wider außantwortung desselben bitten / Der König aber ließ zurAntwort wissen/daß es weder in semer nochjemand anders Gewaltstunde/ einen / wenn er auch wieder ihm dem König selbst sich vergriff-fen/vnd an den Ort flöhe/anzugreiffen ; Wenn der Flüä^tige/(wieman zwar falschlich vorgab) etwas gestolen / vnd bey sich hetke / solleder Diebstal zwar/nicht aber die Person herauß gcgcbktt werden. Dar-auffließ der Ges.- Br. sich öffentlich vernehinen/ Er wölke wie-der haben/vnd solteEr ihn auch in des Königes Schoß erschicssen;vnd weil Er vermuhtete/daß der Flüchtige ,n Verpacht sich herauf aneinen andern Ort begeben wuxde/worzu Er dann einen Armener/welcher ihn mit iist herauß locken solle / abgeordnet / rüstete Er über20. Personen zu Pferde vnd Fuß/schickte sie mit brennenden iunteüvnd Fcur-Röhren für die Königliche Hoffpforte / den Flüchtigen ent-weder lebendig oder todt zubringen. Hier galt nicht/was auch seinCollega darwidcr redete. Als diese der Pforten zu nahe kommen/ sich(vleleicht auch mehr als ihnen anbefohlen) trutzig erzeigetcn/vnd vonder Königlichen Wache nicht wolten abhalten lassen/hak selbige/vndzwar auffdes Königes/der von den Getümmel erwachet/ Befehl Vn-htil zuverhüten/dic Pforte/welche/weil man durch dieselbe zninKs^Iogehen muß/ bey Menschen denckcn nicht ist zugewesen / zuschllessenmüssen. Diß hat dem König so sehr verdrossen/daß Er den andernTilg sich bey semcnRahten beklaget/Er köntc für den Deutschen nichtmehr sicher schlaffen/wenn Er nichts Thätliches wider sie vornehmensolte/so müssen entweder sie oder Er auß der Stadt. Wenn dcrwcgender Reichs-Canceler Brügman m diesen vnd anderen gefährlichenkrgcecluren die Brücke nicht offt niedergetreten hätte/wcre Er/vndvieleicht wir alle/ schwerlich i ebendig auß Ispahan gekomenen.

Ehe