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Ander Theil der perfiansschen
DerEancelerwird gczwun-gm zu Tniucken.
Freygtbi'gkettdes' Köingcs.
Pmqutt des
RnchsCail-kcltrs.
vnd dem Canccler vorsetzen/selbige auff seine Gesundheit außzuknn-cken. Der Cancelcr aber/welcher kein Liebhaber des Trmckms/wcn-dctvor/daß es jhm vnmüglich zuthun/vndsoltccsauch semBint ko-sten/darauffzcucht der Kömg seinen Scbelauß/vnd leget jhn nebendie Schale/mit bcdr«ttvung daß Er entweder außtrincken ode? seinBlut lassen sot. Der Canccler/wc,l Er den Er nst vnd Iwang fihtt/erbeut stch zutrmckcn/machet auch den Anfang; In dem aber der Ko-nig scm Gesichte von ihm wendet/rnd nut einem mwem redet/schleichter darvon / vnd verstecket steh. Der Kömg empfindet Hiß zwar übel/weil man aber sagte / daß Er nirgend zufinden were/gab er sich;u fne-den/vnd ließ die Schale e»nen» ^ckrZ(Cappadcn)vorfftzen. Als dieserkönwt sich auch zucntschuldigen/ vorwcndmde/Er httte eine langeAnt her sich des Wemce enthalten vnd gar entwcnet/würde/ wenn ersm sich gikssen solte/scin Todt seyn/hawet der König sitzend nach jhminsBem/vnd dem Netterer oderCammcrdiener/wclchcrwchrcn wol-le/daß der /^ckcs nicht gar nieder gcsebclt wmde/ ,n die Hemd. Alsdiese beyde auch hinweg/wll dcrKonig gleichwol das dicSchale/welcheEr einmal außjütritieken verordntt/nutzt sötte stehen bleiben / forderteinen auß semen Pagen ^.lymci-ctanckanz des Chans zuCandaharSohn / einen schönen Knaben/mw sich,fraget ob Er jhm wol getraueselbige Schale außzutrmckent Dieser saget; Er wüste nicht was inseinem Vermügen/wolte sein bestes thmi/ kniet vor dem König nieder/setzet etliche mahl an / dann jhm Zeit darzu vergönnet wurde. DerWein/vnd daß freundliche zuredm des Königes machen den Knabenbchertzt vnd kühn/daß Er auffstehet/dcn König vmb den Halß Met/küsset/vnd saget auff TÜrckisch: Kumte Ms caiila menum
iczün clckok ialck verüm! Gott laß vnsem König melNcnkwe-ZlMviel Jahr leben! DH gefalt dem Könige so wol / daß Er auß feinemSchatze emenSebel/welcher amHefft/Schewe/ondGürtetmit köfi-lichenDcmanken versetzet war/vnd auffetliche rooTuniain geschatzetwurde/holen lesset/vnd dem Knaben verehret. Imgleichen auch einemandern Knaben / welcher auff Vergünstigung des Königes dem L-ntrmcken halff/auch einen kostbaren Gebet/vnd sonstnoch einem eine güldene Schale. Den andern Tag hernach ist derKönig gar Melancholisch geworden / nach den grossen Garten gertt-ten/vnd in so ticffm Gedanckcn gesessen / daß Er auch das Pferd ohnecrgrelftung des Aügels seinen Gang gehen lassen. Ale man aber ver-mutet/ daß vnkcrandern so grosse wegverehrkc Güter vrsache solcherMelsncholey seyn möchten / hat man den schönsten Sebel dnd dieSchale/ vmb eine Summa Geldes / wie man auch ander mahl uutverschcnckttn gülden Schattn gethan/ wider eingelöset.
Den i?. dloucmd. richtete Lakcemz<.iciöv!oc oder AeichöCan-celer den Gesandten e«n groß Panquet an / m einem herlichen Saatt/welcher alsbald im Elntrit treffliche Augenlust gab. Dann mitten in
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