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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Ander Theil der perfiansschen

DerEancelerwird gczwun-gm zu Tniucken.

Freygtbi'gkettdes' Köingcs.

Pmqutt des

RnchsCail-kcltrs.

vnd dem Canccler vorsetzen/selbige auff seine Gesundheit außzuknn-cken. Der Cancelcr aber/welcher kein Liebhaber des Trmckms/wcn-dctvor/daß es jhm vnmüglich zuthun/vndsoltccsauch semBint ko-sten/darauffzcucht der Kömg seinen Scbelauß/vnd leget jhn nebendie Schale/mit bcdr«ttvung daß Er entweder außtrincken ode? seinBlut lassen sot. Der Canccler/wc,l Er den Er nst vnd Iwang fihtt/erbeut stch zutrmckcn/machet auch den Anfang; In dem aber der Ko-nig scm Gesichte von ihm wendet/rnd nut einem mwem redet/schleichter darvon / vnd verstecket steh. Der Kömg empfindet Hiß zwar übel/weil man aber sagte / daß Er nirgend zufinden were/gab er sich;u fne-den/vnd ließ die Schale e»nen» ^ckrZ(Cappadcn)vorfftzen. Als dieserkönwt sich auch zucntschuldigen/ vorwcndmde/Er httte eine langeAnt her sich des Wemce enthalten vnd gar entwcnet/würde/ wenn ersm sich gikssen solte/scin Todt seyn/hawet der König sitzend nach jhminsBem/vnd dem Netterer oderCammcrdiener/wclchcrwchrcn wol-le/daß der /^ckcs nicht gar nieder gcsebclt wmde/ ,n die Hemd. Alsdiese beyde auch hinweg/wll dcrKonig gleichwol das dicSchale/welcheEr einmal außjütritieken verordntt/nutzt sötte stehen bleiben / forderteinen auß semen Pagen ^.lymci-ctanckanz des Chans zuCandaharSohn / einen schönen Knaben/mw sich,fraget ob Er jhm wol getraueselbige Schale außzutrmckent Dieser saget; Er wüste nicht was inseinem Vermügen/wolte sein bestes thmi/ kniet vor dem König nieder/setzet etliche mahl an / dann jhm Zeit darzu vergönnet wurde. DerWein/vnd daß freundliche zuredm des Königes machen den Knabenbchertzt vnd kühn/daß Er auffstehet/dcn König vmb den Halß Met/küsset/vnd saget auff TÜrckisch: Kumte Ms caiila menum

iczün clckok ialck verüm! Gott laß vnsem König melNcnkwe-ZlMviel Jahr leben! DH gefalt dem Könige so wol / daß Er auß feinemSchatze emenSebel/welcher amHefft/Schewe/ondGürtetmit köfi-lichenDcmanken versetzet war/vnd auffetliche rooTuniain geschatzetwurde/holen lesset/vnd dem Knaben verehret. Imgleichen auch einemandern Knaben / welcher auff Vergünstigung des Königes dem L-ntrmcken halff/auch einen kostbaren Gebet/vnd sonstnoch einem eine güldene Schale. Den andern Tag hernach ist derKönig gar Melancholisch geworden / nach den grossen Garten gertt-ten/vnd in so ticffm Gedanckcn gesessen / daß Er auch das Pferd ohnecrgrelftung des Aügels seinen Gang gehen lassen. Ale man aber ver-mutet/ daß vnkcrandern so grosse wegverehrkc Güter vrsache solcherMelsncholey seyn möchten / hat man den schönsten Sebel dnd dieSchale/ vmb eine Summa Geldes / wie man auch ander mahl uutverschcnckttn gülden Schattn gethan/ wider eingelöset.

Den i?. dloucmd. richtete Lakcemz<.iciöv!oc oder AeichöCan-celer den Gesandten e«n groß Panquet an / m einem herlichen Saatt/welcher alsbald im Elntrit treffliche Augenlust gab. Dann mitten in

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