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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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AndcrTheil derpersiantschen

An die Per.fische GräntzeVor d^i.?ss-b-»rk ankom-

Die Gesand-teuersten Fußin Pcrficn ge-setzet.

bcnr gegen einem Persischen DorffeNi-issbmb, (von den vnsern bli-5^ai genandt) funden / vnd vmb 4. vhr Nachmittage auff 4. JadenAncker warffen im Schlickgrund. Gegen vnd hinter Derbem,stüber Meilen hinunter lauter Jelsgrund / das man Nicht Anckcrn/wie auch vor Derbem kein sicher Hafen / da man sich seyen vnd ohneGefahr lange liegen kan. Ale wir vne nun gesetzt / satzten Wmd vndWellen dem Schiffe noch hart;»/ das die Pinne zu Ruram Rohr ab-brach. liessen verwegen die Stangen schussen / hoben das Rohr außden Hacken vnd liessen es an einem Tau weit hinten außführen oderschleppen / damit es nicht etwa den Spiegel am Schiff zerschlagenmöchte. Das Schiff lag so vnruhig vor Ancker/vnd wurde soHckdaß w»r die übrige Zeit am Tage wie auch tue gantze Nacht durch mitstetigen Pumpen zubringen musten/vnd habe ich in einer Stunde zweytausend Stiche gezehlet/ vnd wurde doch nicht lenß.

Den folgenden morgen als den i4->lc>vemb. da es begunkezu-stillcn/wolten ^ir gerne zu ^ände gewesen seyn/hatten aberkeinBoth/wir licssen'etliehe Schüsse aH groben Stücken vnd Mußqueten thun/damrt die Perftrv«M^anve mochten zu vns kvmnien; Als wir aber mdrey Stunden niemand vcküämen/beguntcn wir etliche BrckcrauffHoltzer zu nageln?vnd cine'Ikösse zu machen / auff welcher wir ein parPersonen anstand schicken wolten/ Es kamen aber endlich i.Bötevo»!i ^andc zu vnö/»vclche der Dorffvoigk/(so sie Xaucbs nennen) ge«schicket/brachten zwey grosse Secke mit Apffel ondBirnzumWÜ-kbmmest. Wir'waren so sehr über jhrer/ als Sie/ wie sie sagten/ übervnscr Ankunfft erftilvet/ Sie erbotten sich zu aller Dienstwilligkeit/vnd baten die Gesandten mochten doch vom Schiffe auffs ^and eilen/vnd was jhnen am liebsten mitnehmen / es wehre dem stillen Wettermcht langzutrawen.

Die Gesandten begaben sich mit etlichen Völckern des Lomi-rms, Mußquetwern vnd ^cutcnantcn/sainpk der fürncmbstenLaZzZiauffdiePersischeBötc/liessen die übrigen/vntcrwelehm Ich samptden von Vchleritz Marschall vnd Hoffmeistcr vns vmb gewissen Vr-sachen auch bcfunden/auff dcmSchiffe/solten zmn andern mahle über-gesetzt werden / vnd fuhren darvon. Am Strande hielt der Xsucbsauff cmem grawen Pferde mit vielen Dienern vmbgcben / rundals Er gesehen das die Böte wegen des flachen Grundes nicht gantzans 4and legen kuntcn/ ist er abgesessen/sein Pferd den Gesandten ent-gegen geschickt/ auff welchen einer nach dem andern hcrauß geritten.Haben also durch Gottes Hülffe heut vmb den Mittag die Gesandtenden ersten Fuß ins <land dcr Perser gesetzt.

Das erste/so sie am Strande gesehen/ist gewesen eine Braut/welche mit vielen Weibern auff Pferden als Männer reuende beglei-tet/zu kmcm andern Dorff ihnen vorbey gcführct worden. Mit vns

an-