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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
266
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Ander Theil der perflanischen

KastenauffdemBcr-zetfleszias^.

ters mit Schnee bedecket/ dessen höchste Spitzen bey ic>. in is. Meilenvon der Lalpischen See. Die Armener wie auch die Perser alle haltengewisse darror daß noch jtzs ein Stück vom Kasten Xo-r, welches sohart als ein Stein sol geworden seyn/daralfff stehe. Unser etlichenwurde mMeden zu 8ck,m,ckicm der Armener Kirche einCreutz/so über eme halbe Elen lang/von schwartzbraunen Holtze gezeiget/welches ein Stück von des dlvT Kasten sein solte /sie hatten es als eingroß Heiligthumb in Seiden Tuch gewunden. Auff den Berg abersol man jtzo n!cht mehr kommen können/Dann nicht allcine auff etlicheMeilen herumb/wie es auch der Augenschein giebt/lauter hohe rauheFelsen vnd tieffe Thale/ sondern auch der hohe Berg selbst vielcithtdurch dieErdbiebcn hin vnd wieder zerspalten vnd sich voneinandergegeben/das wegen der weiten vnd tieffcn Klüffken dahin/wo die ^rcastchct/jtzo kein Weg mehr.

Der Gesandte Imamculi 8ulran, welchen der König in Persienan I. F. Gn. zu Schlcßwig Holstein schickte / hatte nicht weit vondiesem Berge ncmlich in dem rraäu Karsback seinen Hoffvnd Woh«nung/vnd wüste von demselben viel zusagen. Dieser hohen Gebirgehalber/weil man sie sehr weit sehen kan/ist die Calpische See wol zu-segeln/dann Sie mit jhren vntcrschikdltchen Höhcn vnd Spitzen guteNachricht geben kan.

Den ii. Dito giengen wir nach der Sonnen Auffgang wieder zuSegel / vnd war der Cour» neben dem Eylande hin Süden. Fast zuende des Eylandee scheust vom festen-Lande ein Huck oder Ecke m d»eSee mit einem Sandreff/ vnd weil auch gleich gegen über von derInsel ein langer Riff diesem entgegen stost/machet es die Fahrt engevnd gcfährlich/vnd daher desto mehr/ weil eben zu Außgangc der Inseleine brennende Sandbanck sich zur Hncken der Fahrt entgegen seyet.Da wir an denselben Ort kamen/liessen w,r das Ancker fallen/vndmit einem Bote die T»cffe zwischen hm suchen/welche wir gleich aucheine halbe Meile zuvor immer auff 2. Faden hatten/hinter der Banckaber begunte es bald auff o. 7. vnd mehr Faden zu Neffen.; Als wirauffdie Tieffc kamen/ vnd derWmd sich gut ankcß/sayten ww denCours auff Derbem zu/vnd legten G. S. W. an / daß wir also zurRechten jnimcr das iand sahen. Zu Mitternacht l»cff der Wind vmbvnd kühlte anß Süden vns etwas starck cnkgcgen/ wir legten die ganyeNacht durch / vnd lavieren, gkwunneü aber nichts / daß wir gegenden Morgen/in dem der Wmkjmmer stärcher wurde/das Ai'cker auff12. Faden in den Grund brachten; war daselbst Schlickgrund.

Als wir den 12. den ganyenTag für Ancker gelegen/vnd auffdenAbend nach p.Vhr der Wind sich wante/ vnd starck auß Nordenkam/machten wir vns wieder auff/giengen recht vor Winde / dannvnser Cours war S.Z. O. vmb 11. Uhr hatten wir 20. bald 50. Fa-den/bald gar keinen Grund/Da derWmd aber in einen fliehenden

Sturm