Druckschrift 
Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
232
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Ander Theil der persiantschen

haben / als jhre eigene Einwohner / Er »erhoffe / daß / wenn wir zum8ckack Zofi. (so hieß jhr König) kehmen / Er / weil wir auff derReise mit einander bekandt geworden / vnser klekcmanäsr oderSchaffner wurde verordnet werden; wolte vns alsdann alle Freund-schafft erzeigen/vnd so Er jyo etwas in seinem Schiffe hette/ damit Ervn» bedienen könte / solte es vns nicht versaget seyn / vnd was derglei-chen anerbieten mehr.

Er craNü-ecc vns auß verguldcten Schalen mit starcken Russi-schen Brandwein/Rosinen/persischen Haselnüssen oderplstacien/so theils auffgedürret/ theils emgesalyen waren/ Tranck der Gesand-ten Gesundheit in gcnere vnd eines jeglichen absonderlich / Vnd indem eben zur selben Seit auff vnserm Schiffe mit dem persischen Ab-geordneten des Lupni Gesundheit getruncken ward / wurden dieTrompeten geblasen / die Stücken vnd Mußqueken gelöset. Als wirvon jhm Abschew namen/ließ er den Gesandten in Verkramen wissen/daß Er gewisse Nachricht hette/ wie der König in Polen einen Legatenan ScdüLkZok gehabt/welcher über Constankmopcl oder 8rampulüwie sse es nennen/gegangen / numchr aber m der Rückreise begncffen/vnd zu Astrachan lüge / Hette auch Befehl in Mußcow an den Groß-fürsten zugchen/der Weywode aber wolte jhn nicht ehe hmauff lassen/bch deswegen 0rärc auß Mußcow kchme; Die Gesandten möchtendoch nachsinnen / was dessen Anbringen wol seyn möchte. D»e an-dern der earavana schickten gleichfals an vnser Schiff/liessen vns be-grüssen vnd bitten/daß wir bey jhncn in (üompsKnic bleiben möchten/sie wolten geme/wenn wir etwa an den Grund kehmen/ nach vns war,tcn/vnd wo wir jhre Hülffe benötiget/sich willig finden lassen. Fuhrenalso nach dem abermahl auff allen Schiffen vnd Böten Salve gege-ben ward/ mit einander fort.

Gegen den Abend erhub sich mit einem geschwinden Sturm einDonnerwetter vndplatzrcgen/in welchem zwey harte Schlüge gescha-hen/aber bald darauff helleWetter/vnd e.ne gwsseStillc erfolgetc/daßes vnserm Fleming Anlaß gab folgendes Sonncc darvon auffzusetzen:Je Lol? was / d?cs,run? gefalt euch sovi, Schluß /

Der Rahe der Götter nicht/ den nechstlckcrcurverfaste?Ihr selbst mit vnterschricbt im ewigen Pallaste.

WasLol? wie/ k^epcun? was sol denn dieser Guß?

DerDonner/ dieser Sturm/ der den erschreckten Fluß

Von Grund auß reiyet auff/ daß Er so schnel erblaste.

Der Grimm des Wetters raasst/ vnd pfeiffet vmb die Mast«

Es seyet furchtsam ein derAncker seinen Fuß.

Was aber ist mir das? wo tömpr der liechte Strael?

Die schnelle Stille her/ die fupice» Gemahl, Von Ostin Westen fuhrt? ich wunder mich desWunderSl

Wird ewer Grimm gestrafft ? ist euch derEpfer leidt?

Bedeutet «S für vns gut oder böse Zeit?

Man sage was man wil / ich dcncke was besonders.

zven