Ander Theil der persiam'schen
Zwo Schlan-gen kommenauffs Schiffgekrochen.
Zamars von
(Dzisn 70.
Meilen.
8amar Vnd^lculs Bä-che.
Lilran einBach.
O Ein vergängliche Thun! ist das der ganlic RestVon so viel Tausenden ? Wie daß dann ein Mensch lestSo viel bedüncken sich / als wol« Er alle fressen ?
Vor war hier alles voll; jht ist hier alles leer/
Diß geh« in der Welt noch jtzund also her:
Was jtzt wird so gescheut / wird bald sein gar vergessen.
Ein Meile nach diesem Berge/sähet auff derselben feiten ander Berg Soccokei, vnd erstrecket steh auff 15-W. biß Samara; isthoch/fclstcht vnd mit dickenGcpüsche bekleidet. In der mitten desBcr-ges ohngefchr 8. W. von der Stadt gibt ein breiter weisscr Fels einengrossen kahlen Platz/vor demselben «st mitten in der Wolga unreinerGrund / welchen die Russen scheuen. Als wir vmb den Mittag darzunahctcn / machte sich der Wind vne starck entgegen / daß w«r Anckcrwcrffen/vnd biß gegen den Abend liegen bleiben musten. Mtler weitekamen zwo rothbunke Schlangen an eines vnser Anckcr / so wir bißauffs Wasscr hangen liessen/ hcrauff gekrochen/wunden sich vmb das-selbige auffs Schiff. Als vnscre Russische Ruderslcuke dicselbm er-sahen/wurden sie ftoh / sagten / man solte sie vnvcrhlndert hinauff las-sen/verwahren vnd speise,i / Es wcre keine böse vnd schädliche / sonderngute art Schlangen / welche die Post brächten / das S. Nicolas mit ei-nem guten Wende sie eine zettlang von den Rudern vnd Arbeit ab-lösen wurde.
Den 28. ä.uZ. machten wir vns gutzeit wieder auff/ vnd nahetmnoch vor der Sonnen Auffgang zur Stadt Samara, so zsv.W. vonOlan gehalten wird. Diese lieget zur lmckcn Hand 2. W. vom Vfer/ist in einer quaärac form gcbauet/hat etliche wenig steinerne Kirchenvnd Klöster; bekompt den Namen von dem Fluß Samar, so z. W. vn-lcr der Stadt einen Arm/welchen sie Sin Samar nennen/ principaliteraber zo. W. besser hinunter sich m die WolZa begibt.
Ww waren zwar willens vns vor der Stadt zusetzen / vnd zuver-nehmcn/was die mit unserm Pristaffen voraußgeschicktezwcy Gefan-gene ferner aufgesaget / we»l aber der Wind köstlich gut wurde/gabenwwchm die Scgel/vnd ftlhren darvon. Thaten auch heute e,ne so guteTage-reise/als zuvor niemals geschehen/kamen nemblich auff denAbend vor den Eosakenberg so 115. w. von Samara, vor Anckcr zulie-gcn. Beguntc also der Russen gestriges kroZnoKicon wegen des gu-ten Windes einzutreffen.
Hinter Samara erhebt sich zur Rechten wieder das Gebirge. Dererste Berg erstrecket sich auff zo. W.blß an den Fluß Samar, gegenwelchem zur Rechten auch cm ander Rw»r ^fcula eintritt; Die Wolgaistallhicr z.W breit. Dann folget der Berg ?erfckea-5ki ,r. so felsichtvnd mit entzcln Büschen bewachsen/läufft 40. W. hinunter. HundertW. von Samara lieget mitten im Strom eine Insel Larracbl genanvt/z. W. lang/io. W. vom selben eine andere ^.opacin 5. W. lang. Hierkompt zur Rechten das Rtvw Lisran eingetreten. Der