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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
223
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Reise Beschreibung.

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mb diese Gegend hat das ^.and zur Rechten/so nicht sehr hoch/- vnd ohne Busch ist / einen schönen fetten Grund. Es stund allcnthal-' ben mit dicken langem Graß bewachsen/wird aber nicht gebrauchet/noch die Gegend bewohnet. Man sahe hin vnd wieder viel Velii^iavnd Anzeichen der daselbst gestandenen Städte vnd Dörffer / so alledurch die Kriege des ^smerlani seynd verwüstet worden.

Den az. dieses/ bekamen wir bey dem Rivwe ^äl-obe l. abermaleinen starcken Wind entgegen / daß wir Aneker werssen musten. HierwardieLlevanopoli 5z.Zl-a648.m. Nachmittage/da der Wind stehetwas gelcget/vcrsuchken wirs mit 1a viren, kamen aber in s. Stundenkaum eine halbe Meile fort.

Den 24. dieses wurden wir durch conrrsri Wind zweymahl anden Wall getrieben / vnd hatten sonst eine knrueTage-resse. AieseTage/wie fast die gantzc Jett her/ seynd die flachen Gründe vnd derWlnd/vns an vnser Fahrt sehr verhmderlich gewesen. Dann wennwir schon bißwcilcn guten W»nd hatten / kamen wir doch auff dieDrögtcnzustyen/bckamenwirTieffenvnd bequemen Grund/so liessvns der Wind starck entgegen / wir giengen auch in-oder auß wasKrummen wir wolten. Die nehesten 4. Tage machte sich der Wmdallzeit frühe vmb ^.Vhr auss/vnd legte sich Nachmittage vmb f.Vhrwieder/daß wir also die beste Jett des Tages entweder mit stille liegen/oder doch mit müht vnd Arbeit zubringen musten. Diß veruhrsachkeabcrmahl schlechten Muth vnd ^ust vnter vns/sonderlich wenn wirdarneben betrachteten den noch vorstehenden langen Weg/vü dic kurHerestirende Icik des Sommers. Die Völcker des comirsez wurdendurch connnuirliche Arbeit auch abgemattet vnd verdrossen; Dannwelche die Nacht über mit den Soltaten zugleich die Wache bestellet(es wachsten aber allezeit 20. Personen) die musten auch des TagesMit den Russen bey den Rudern vnd der Spille Hand anlegen/vndwar jhr meiste Kost hark Brodk / dröge Fleisch vnd Wasser/hattensonst ihre Beschwerung vndWicderwertigkctt/darvon nicht viel zu-gedmeken/ darneben. War also Sorge / Arbeit vnd Verdruß vnsertäglich Früstücke vnd Abcndmalzett. »

Den 25-.kamen wir zu einem Saltzbeyge/r. da die Russen fhreHütten haben/in welchen sie das Saly / so auß den daselbst herambllc-gmden Gruben genommen wird/ sieden / vnd was die Sonne bereit zuganyen stücken gewircket/ trucknen/vnd bey vielen tasten die Wol^ahmanff vno nach Mußcow vcrsiZhrcn.

Hier liegtt auch einEylandXc»5rovac»,bey welchem dieWolZawegen des auff beyden seilen niedrigen Vfers sich sehr breit erzenst.Bald daraitffkömpt ein Berg znr Rechten/bey welchen) einRivir/odervielmehr ein auftretender Bach von der Wolga so 60. w. hinker Sa-mara sich wieder in die VVoIZa begibt / wird U6s genatldt i gibt zwarwegen des dicken Finstcrs Gepüsches/ welches den Skrandt an beyden

feiten

Fruchtbariand wirdwüste gelafiftn.

TiiiSaltzbezzvnd Saltz«gruben.

Ulzz dasRaubRivir/woselbst stchdie Cosakenauffhalten.