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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
188
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Newe perstantsche

Ob etlicheieme ein halbJahr todt/vnd wiederauffleben.

D«r5smoje-

6en Speise.

Renvthierebey den 8-»>mojcäcn.

Kleidung der

Lsmojeäcn.

rioim gedachten Buche erwchnetcn: ^ozäelot-raöclrumanocnlruvacua maZ» Husm urbes öc opul-nros aZros leczuimur. Vnd weilsie vntcr der ^oaa sriZiäs begritffen/ haben sie die meiste Zeit des Jah-res über strengen Wintcr/vnd fthr hohen Schnee. DH gaben jtzt ge-dachte Gesandten am selben Orte dem^lexanäro auch zuerkennen/vNd sagten: 8i kumanum Kanus omne superavcriz, cum illvis Lemvibu5 5c Aumimlzus,5crn^; kclbüz Zelkuruz esbellurru».

Sie wohnen in kleinen niedrigen vnd halb in die Erde gebawetenHütten/welche oben rund vnd spitz zulausfen/in derer muten ist ein^och / als in emem Schorstein hmauß gejAhret / durch welche Sie zurWinterszeit steigen; Dann jhre Häuser werden gantz mtt Schnee/welcher über i.Mann vnd höher fallen sol/bederket/daß sonst niemandweder auß noch em kan. Sie haben aber vnter dem Schnee jhreGänge gcmachet/dmch welche Sie ein zu dem andern gehen. Weilsie vmb dieselbe Zeit fast ein halb Jahr keine Sonne vnd Tag/sonderncominiMlche Mcht haben/vnd ausser den Häusern nicht viel begin-nen können / kömpts jhnen desto erträglicher vor. Sie brennen inä.ampen das Fett oder Thran von Fischen/ darbcy sie sehen / vnd sichso lange behclffen b»ß die Sonne sich über die 4mie in die

mitternächtige Zeichen erhebt/ vnd sich nach demlropico Lauenmachet/so gehet dann der Schnee auch hinweg/daß sie wieder hervorausss ^and kommen / wandeln vnd gegen dem Winter wieder ein-samlen können.

H»erauß erkennet man nun was jener per errvrcm von den mit-ternächtigen Völckern geschrieben hat/daß ncmblich vnter denselbeneine Kanon gefunden wmde / welche nach art der Schwalben cin halbJahr/ nembltch zur Winterszeit todt lägen / den Sommer aber wie-der aufflebetcn / vnd wandelten.

Sie gcbrauchen sich nicht des Ackerbawes vnd sonderlicher Vie-hzucht / daher sie weder Brodt zuessen / noch deinen oder Thuch zuKleidern haben. Sie essen aber an statt des Brotes harte in der iufstgcdrögetc Fische/Honig vnd Wildpret/welches daselbst heuffig seynsol. Insonderheit haben sie sehr viel Rcnnthicre/ so an grösse vndgestalt den Hirschen fast gleich seyn / aber die meisten weiß von Haa-ren/gleich auch die Bären selbiger Orten / vnd solches wegen der con-neuerlichen Kälte. Die Rennthiere gewchnen sie Zahm bey sich außvnd einzugehen/vndgebrauchen sie zu jhrcrArbeit vnd Reisen/ danndiese sehr schnell vnd starck im iauffen vnd Ziehen seynd. S»c spannendieselbe vor kleine leichte Wagen oder Schlitten/welche wie Kaaneoder Böte lormü-er seyn / vnd jagen darmit geschwinde darvon.

Sie klc»dcn sich auch in dieFelle solcher Thiere/welche sie alsPeltzwerck wol bereiten vnd gar machen können; Von den Fellenaber / die G»e zu Hcmbden gebrauchen schneiden Sie die Haare ziem-lich kurtzabe. Sie tragen von solch en rauchen Rennkhier Fellen alle

lange