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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Ncwe pcrsianische

Das Fastender Russen.

Die erste vndgröste Faste.

Die anderFaste.

Die dritteFaste.

Die vierdtcFaste.

Die Fastenüber sol Nie-mand bey sei-nem Weibeschlaffen.

Viel Münchvnd NonnenKloster.

Einsidlcr.

heiligen Wasser / welches auff der H. z.König Tage gcweyhct / vndvon dem Priester thewr verkaufst wird/abwaschcn; Dann wird Er sei-ncrSünden quit /bckömpt dadmch Ablaß/vnd ein geruhig Gemüth.

Das Aasten halten Sie auch für ein nothwendig Stücke ihrerKcllZion, vnd Mittel zur Stetigkeit. Darumb sie viel mehr Tagedes Jahres über fasten als Alcisch essen. Neben den Wöchentlichen/als Müwochcns vnd Freytages Aasten haben sie auch grosse Aasten.

Die erste vndpnncchalist/ so sich von Mc> miki bH Ostern cr-strecket. In welcher sie die erste Woche/ so die Butterwoche genandtwird/zwar weder Alcisch noch Aische/aber Butter / Milch vnd Epcressen/vnd sich mit dem Sauffcn letzen / Da Sie sich dann alle Tagemit Bier/Meth vnd Brandwcin also anfüllen/daß sie von ihren Sin-nen nichts wissen. Die folgcnde Woche aber beginnen Sie messlg zuleben; Essen nur Garten-gewächse vnd Honig / trincken (Zuss vndWasser: gehen »n die Badstuben / schwitzen vnd baden die in der vori-gen Woche begangene exccls wieder ab / vnd lassen sich von den Po-pen einsegnen. Die übrige Aeit biß auff Ostern essen sie Aische möhlgcbacken/l'yrogen, vnd dergleichen Gebaekens. Item Ic»n oder em-gesaltzen Gtöhr- vnd ander Aisch Rögen.

Die andere Aaste sähet an 8. Tage nach Pfingsten / vnnd gehetauff Peter Pauk wieder auß. Diese nennen Sie die Peters Aasten.

Die Dritte fangen sie an den i. ^.uSutti, vnd wehret 14. Tage.

Die Vierdte vom 12. vcmk. biß Weyhenachten. Die Wocheaber von Weyhenachten biß auffs NeweIahr essen sie alle Aleisch;Vnd lesseks keiner daran fehlen/wer nur Aleisch bezahlen kan.

Die Aasten Icit über darff Niemand weder Priester noch Welt-licher sich Fleischlich zu seinem Weibe thrm / bey Vermeidung hoherStraffe. Ich halte aber darvor/ daß / wenn die Priester von denStraffgeldern / so durch Vcrraht der Weiber dißfale eingebrachtwerden/ leben solten/ sie gut Icit Hunger sterben mustcn.

Die Bischöffc vnd die/so »n den Klöstern leben/halten jhreAastenstreng vnd eifferig /geniessen nichts als Brod / Honig/ Wasser vndOuaß; halten darneben ihre Kor»; mit singen vu betenTag vndNachkfic-ssig/wic sie denn sonst auch m gemein in ihren Klöstern nach chrerark sehr andächtig scynd. Ausserhalb den Klöstern aber/reiten/sich-ren/arbeiten vnd Handtieren sie/ als wie die Zeculares, vnd solke mansie von denselben / wo nicht durch die Kleidung / sonst nicht unterschei-den können.

Es seynd im 4ande hin - vnd wieder vnzchlich viel Münch vndNonnen Kloster/deren meiste durch vielen Stiffkungen sehr reich/vndan den fettesten örkcrn des Landes gelegen seynd. Etliche aber sindhergegen Arm/vnd haben kaun» das liebe Brod zucssen.

Es scynd auch etliche/welche auß sonderlicher äcvorion in dieWälder gehen/allda Capellen bawcn /vnd m denselben als Einsideler

ein