Druckschrift 
Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
151
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Reise Beschreibung.

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zürnet an/verschaffte daß viel Vglitzische Einwohner deswegen insElend müssen vergossen / vnd das Schloß als cm Morthauß gc-schleiffet werden.

Der Großfürst kocelor Ivanovic?, nachdem Er 12. Jahr regierthatte/fett in eme geschwindeKranckhelt vnd stirbet ^.nno LKriM 1597.Well aber koeäor Ivanovrc^ keine Erben hinterlassen/ auch dessenBruder Todt/wird vnker den grossen Hcrm äclibeni-er, wen Sienun zu jhren Großfürsten haben wollen; Ob nun zwar viel grossevornehme Herm im^snde / auß denen man emm erwehlen konte/wehre doch niemand so weise vnd vorsichtig als Lonz Quchcno'v, Erwehre auch der Regierung bereit gewöhnet/ muste also Er vnd kein an-der Großfürst seyn. Lons aber /als chm diese hohe Ehre angetragenwird / stellet sieh als wehre Er gann nicht gesmnct selbige/weil sie vollerMühe/ Vnruhc / Mißgunst vnd Feindschafft/anzunehmen / saget:es beliebe ihm vielmehr eine schlechte Müncheskappe/ als Krön vndScepke. zutragen/gehet darauffnach dem Kloster zu/przÄiürcc abergleichwol durch etliche Hcrm vnd gute Freunde daß sie niemand alsihn erwehlcn/vnd deswegen bey ihm / wie sehr er sich auch wegern wur-de/inständig anhalten sollen/so wolte Er sich endlich erbitten lassen iEsgtcngihm auch nach feinem Wundsch vnd Willen/wie allbercttoben erwehnct. Werd verwegen Lons Quäcnov zum Großfürstenerwchlct Xnno LKMi 1597.

In wcrmder Regierung dessen empöret sich ein Russischer Münch??anitns Ql-iska Uci-epcja, welcher in Qercslsv von geringen Ade-lichen Eltern geboren/alxr vmb seine Frechheit vnd Muthwillen zuzcumcn mein Kloster ist gethan worden. Dieser gibt sich für denOc-mcerium des Tyrannen Ivan Vsfüo^icx Sohn auß/vnd praötifu-cces so weit/daß er da- für anffgenommcn vnd zum Großfürsten gekrönetwird. Er ficng aber die Sache also an: Weil er ein erwachsener Knabevon guten Verstände/begibt Er sich auff antrieb vnd Informationeines alten arglistigen reichen Münches heimlich auß dem Kloster nachLittawcnzu einen Fürsten ^.äam^Vesne vecTki lm Dienst/vnd ma-chet sich durch sieissiges Auffwarten sehr angenehm. Einsmals trä-get slchs zu/das semHm vmb ein Verbrechen erzürnet mit dem ge-wöhnlichen SchcltwortenLIeäinlin ihn anfahret/vnd an denHalß!schlügct/daraufffangt Qnslcs an bitterlich znweinen/vnd saget/Hm/wenn du wüstest/wer ich wehre Ewurdcstu mich nicht emen Huren-Sohn schelten / vnd also criiörireri. Als aber der Knes zuwissen bc-gertc/wer Er denn wehre e gibt Er zi»r Antwort: Er sey des Großfür-sten Ivan Valilo^ic? leiblicher Sohn / welchen Loris Qnäcnov nachdcmLcben getrachtet/aber an seiner statt eines Priesters Sohn/derihm am Alter vnd Gestalt sehr gleich gewesen / durch Irtthumb vmb-bringcn lassen. Er aber wehre durch hülffe guter-Leute darvon vnd inein Kloster gebracht worden. Zeiget auch ein gülden Creutz mit Edel-

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