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Schon ein alter römischer Schriftstellerschreibt: man glaube, die vestalischen Jung»frauen zu Rom könnten durch ihre Beschwörungdie Sklaven, welche flüchtig werden wollten, ehesie noch aus der Stadt kämen > fest machen, undzurückhalten *).
Noch schlimmer aber ist e6 ehemals einemDiebe in Bayern ergangen, den der H. Auil inusso zu bannen gewußt, weil er die ihm gewidmeteKirche bestehlen wollte, daß er mit sammt demPferde zu Stein geworden, und den einen Fußnoch im Stegereif gehabt hat, wie denn verschie-dene diesen versteinerten Dieb mit dem PferdeNoch wollen gesehen haben.
Er. Was ich dazu sage? Daß dazu einstarker Glaube gehöre.
Ich. Nicht starker, als zu den neuern Ge«schichten. Er siehet aber hieraus, daß dieserAberglaube schon alt sey.
Vermuthlich ist die ganze Sache in der Ab»stcht erdichtet, um die Leute zu schrecken, undvom Stehlen abzuhalten. Der versteinerte Diebmit dem Pferde ist sicher durch die Hand einesguten Künstlers gemacht, und dahin gestellt,theils um das Ansehen des H.Qltirimis zu erhe,ben, und seiner Kirche reiche Wallfarthen zu
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