27 l-
hin, und suchte den Molch. Die Knaben tra-ten bey Seile, und es kamen mehrere ieute da-zu. Der Molch hatte sich unter das Gebröseverkrochen, und der Schwanz ragte clwashervor.
Ich zeigte thn meinem kleinen August vonsechs Jahren, und er zog ihn hervor, setzte ihnauf die Hand, und streichelte ihn. Da entstandein abermaliges Geschrey von allen umstehenden,und einige riefen: ein so giftiges Thier auf dieHand zu nehmen! Das wird eine Hand wer-den! —
Nein! lieben teute! das ist ein unschuldigesThierchen, und hat nicht das geringste Gift beysich. Meynr ihr denn, daß ich meinem Kindeein giftiges Thier in die Hand geben würde? Sogeht es aber, wenn man sich vor etwas fürchtet,das man nicht kennet.
Ich kam nachher in verschiedene Gesellschaf,ten, und hörte, daß die Furcht vor dem ver-meinten giftigen Molch noch fast allgemein war.Daher nahin ich mirs recht absichtlich vor, meineMitbürger von diesem Vorurtheil« zu befreyen,und ihnen die Naturgeschichte dieses ThierchenSbekannter zu machen.
Dieses wirklich schöne Geschöpf, das nurdie vorgefaßte Meynung verabscheuet, und häß-lich macht, hat verschiedene Namen, die ihm
wehren-