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ser seinen Freund in Noth sah, ließ er ihm nicht nur des-sen Schuld von 4000 Ducati nach, und bezahlte eine an-dere mit 1700 Ducati, sondern sezte ihn auch im Jahre5623 durch eine vollgültige Schrift zum Verwalter allerseiner Güter auf eine solche Art ein, daß derselbe nachseinem Belieben damit sollte schalten und walten können,ohne daß er jemals von irgend einem Menschen deshalbdürfe zur Rechenschaft gezogen werden. Im Jahre 16SSmachte er ein Testament, worin er seinen einzigen,unvergleichlichen Freund, dessen es kein an-deres Exempel gibt, für jehin als Berwalter inobiger Art bestätigt, ihm auch die väterliche Gewalt überseine fünf Töchter, gleichfalls ohne jede Verantwortlich-keit, überträgt, und ein jährliches Einkommen von 6lX>Ducati sestsezt.
Trivisano hat seinen Freund um viele Jahre über-lebt und das gränzenlose Zutrauen, das jener in ihn ge-sezt, nicht im mindesten getäuscht.
Noch bei Lebzeiten dieser beiden Männer haben vieleDichter und Schriftsteller deren seltene Freundschaft ge-priesen, wie man in dem Buche /
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iv-sano, F» nnceseo/n ^eneti'a Iliüy, 4, sehenkann, worin namentlich eine ganze Schaar von Lobge-dichten vorkömmt. Die oben von Winckelmann ange-führte lateinische Schrift ist diesem Buch angehängt.
Polnische Edelleute brachten bei ihren GastgelagenToasts auf dieses unerhörte Exempel von Freundschaftaus, und Karl I-, König von England, dieser nachmalsso unglükliche Monarch, ließ durch seinen Gesandte» beider Republik Venedig die Porträte nachsuchen und in ei-nem seiner Paläste aufhängen. — Der Senator NicoloContareni, der den Auftrag, die Geschichte Venedigszu verfassen, erhalten hatte, versprach mündlich, dieserFreundschaft als einem glänzenden Beispiel der stillen