Druckschrift 
12 (1829)
Entstehung
Seite
XXXIX
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allgemein bemerket. I» der Kleidung ist ebendasselbeSystema der Zeichnung: die Falten angeführter Figuren,sonderlich auf dem erhobenen Werke gehen alle in schnur-geraden, senkrechten und parallellaufenden Linien. Andem vermeinten Priester sind die Ärmel des Unterkleidesin gebrochene Falten geleget, nach Art der in Deutsch-land bekannten Laterne» von Papier, und dieses ist ge-wöhnlich an den mehresten hetrurischen, sonderlich weibli-chen Figuren. Die Haare der erhobenen Figuren sind inein sogenanntes Nez geschlagen, wie bei den Alten undnoch izo in Italien gebräuchlich ist. Die Haare der Sta-tue sind gekräuselt und geleget, wie man es an andernFiguren der Künstler dieses Volkes siehet. Auf derStirne sind sie wie Schnekenhäuser gekräuselt; vorne aufdie Achseln herunter hängen auf jeder Seite zwo langeStrippen, welche schlangenförmig, aber eng zusammengebrochen sind. Die Hinterhaare, welche unten geradegeschnitten sind, endige» sich» lang von dem Kopf gebun-den, unter dem Bande, in vier langen Loken, welchedicht zusammen liegen, in der Gestalt eines Haarbeutels.Eben so sind die Haare der Pallas, von welcher ich infolgendem Stüke zu reden habe.

Die dritte Klasse, der griechischen Kunst,wäre ein sehr weites Feld, wenn ich mich in Betrachtungüber die Werke derselben in dieser Billa einlassen wollte.Sie begreifen aber, mein Freund, daß dieses keine Ab-handlung für Briefe ist, welche von Rom »ach Londonzu gehen haben. Ich will mich bemühen, Ihnen eine Sta-tue bekannt zu machen, welche nach der giustiniani-schen Pallas die älteste Statue in Rom scheinet, we-nigstens eben so alt, als dieNiobe sein kann; ich glaube,es sei dieselbe aus derjenigen Zeit, in welche man denhohen Styl der Kunst zu sezen hat. Diese ist einePallas in etwas mehr als Lebensgröße.

Um mich deutlich zu erklären, muß ich hier die ver-