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Sendschreiben an Herrn Lipperl.*)
Mein Freund!
Äa Euch endlich meine B eschreibung der tiefge-schnittenen Steine des stoschischen Musei zuHänden gekommen, so, glaube ich, werdet Ihr aus die-ser Arbeit selbst urtheilen können, ob es wahr sei, wasHerr Natter, berühmter Steinschneider, welcher jezoin Holland ist, allenthalben vorgibt, daß wenigstens dieHälfte der beschriebenen geschnittenen Steine neu, undgrößtentheils von ihm selbst gearbeitet sei. Ich glaubemich hierüber gegen Euch und durch Euch gegen andere
») Gleich zu Anfang am Rande stellt noch:
Neue Stein? iVlsrl.iAe >le kacdlus et ^riaäne. lVIontf,?> l> xl. i?o> lll> pl. 1Z4.
Liels come -zue^li clie vanno ca»t!>n6o sl bujo perkngcre ^uella srsnclle^a 6i cuore, clie si zsnlono llinon svere üpplicato a pittori.
Alsdann sagen solche Leute, wie der Geselle desUl »sses imS » ripideS :
(Lurip. L^cl. v. 3g2>)
Weiter unten steht einzeln auf einem Blatte:
Hektor beim HomeroS redet anders na ch , oderb ev 0 r, er verwundet worden , wie Aristoteles imvierten Buche seiner Metaphysik (Ltkic. ll. 21.)bemerkt. — Die neuern Künstler stnd vielmals wie jenerFlorentiner, welcher zerbrochene Fenster an sein Hausmalen lassen < um sie dadurch mehr alö Fenster erschei-nen zu lassen.