Druckschrift 
11 (1825)
Entstehung
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506
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Freundschaftliche

An Hagcdor n.

iNach Drlsdcn.Z

Florenz/ den <6 Nov. l755>

Mit tausend Vergnügen habe ich Ihr kleines Brief,chen erbrochen. Ich habe nicht eher auf das vorigeSchreiben / womit Sie mich beehret/ antworten kön-nen/ weil ich den Brief mit einer Antwort anHerrn von He in ecke und seinen Buchhändler be-schweren mußte. Dieser Man beruft sich auf Sie,wen ich ihm meine Schrift überlassen wollte, daßSie für dieselbe mit Sorge tragen würden. Ich hättemir dergleichen nicht unterstanden; aber da ich ent-schlossen bin/ wegen mehrerer Bequemlichkeit sie Herr»Walliiern zu überlassen- so ersuche ich Sie/ dieProbebogen unter Ihren Augen die lezte Musterungthun zu lassen. Die Kupfer nnd Zeichnungen wer-den izo gemacht/ und ich werde sie unfehlbar zu En-de des Decembers »ach Wien abschikcn. Sie wer-den die Gefälligkeit haben/ Herrn Walther davonNackricht geben zu lassen. Ich hatte eS ihm abge-schlagen. Ich will deßhalb an Herrn Bianconischreiben. Herr Walther wird auf seiner Seitesich bemühen/ daß er auswirke/ daß der sächsische Ge-sandte/ Grav von Klemming/ das Paket annimtund besorgt. Sie werden etwas sehen / was »ochnicht gemacht ist. ES soll- aber auch meine leztedeutsche Schrift sein; den da mir alle Anscheiiillli-ge,i sagen / daß ich in Italien oder auf fernen Rei-sen ausser meinem Vaterland mein Leben beschließenwerde: so werde ich, sobald ich die mir obliegend:wichtige Arbeit in Florenz geendiget habe / mit Ernstgedenken/ meine Hütte zu bauen und auch für mei-ne hiesige Achtung zu schreiben. Dieses alles ist keinGeheimniß. Meine Reise nach Griechenland ist fest-