iä Fvenndschastliche
Hch sage Ihnen unendlichen Dank für die mitgetheil«te Nachricht von dem Herrn Paler Rauch/ undfür Ihr freundschaftliches' Anerbieten. Es ist alleswodlgemacht. Von dem Herrn Beichtvater Sr. Ma-jestät babe ich nichts weiter zu wissen verlangt; ichwerde auch demselben nimmermehr merken lassen,Haß ich Hülfe zu meinem Werke nöthig habe. Willman aber fortfallen / mir das Wenige zu geben, sowird es allezeit willko>nmen sein; ich werde mich aberauch nicht beklagen/ wen eS ausbleibt/ so wie ichbereits vor fünf Jahren freiwillig/ aus wahrem pa-triotischen Herzen gegen das arme bedrängte Sach-sen/ auf alles Verzicht gethan.
Die lezten Blätter unserer Schrift habe ich den30 vorigen MonatS abgeschikt/ welche also nunmehr»angelangt sein werden/ und es kan den Druk der-selben nichts aufhalten / weil keine Kupfer zu dersel-ben kommen. Sollte sich auch niemand in Leipzigfinden / der aus Liebe zu so seltenen Nachrichten denDruk derselben aufmerksam durchsieht/ so kan ichmir doch diesen Dienst gewiß von meinem würdigenFreunde, dem Herrn KreiSsteuereinnehmer Weißeversprechen, welcher auf Ersuchen solches gewiß wil-lig übernehmen wird. Diesen Sommer hoffe icheine andere kleine Schrift, an einen Freiherr» vonDalberg i) gerichtet, auszuarbeiten. Lassen Sienur fleissig druken, die Presse soll nicht müßig stehen.
Man arbeitet daran, mir durch einen ausdrükli«chen Befelil des Pabsts die Arbeit in den griechischenManuseripten zu verschaffen. Wen dieses, wo ichvon den Obervorstehern der vatikanischen Bibliothekviel Widerstand finden werde, gelingen sollte, sowollen wir beide auch bald mit etwas Griechischem
l) sDen nachmaligen Primas von Deutschland. Manscheoben den Br. an Usteri, v. 22 Mai 4763.)