Sechzehntes Kapitel.
Ein Landschaftgemaldc.
LNumevo zos.ü
Das Gemälde/ welches ich hier unter Numero 208aufführe/ existirt in der Villa Seiner Eminenzdes Herrn CardinalS Alexander Albani. ESist auf eine fünf Zoll dike Mauer in Frcsco ge-malt und sehr gut erhalten. Man fand es vorohngefähr drei Jahren auf der appische n Landstra-ße unter den Ruinen eines alten Dorfes oder Fle-kens/ welcher in den frühern Jahrhundertengenant wurde/ izo aber Aoma
heißt.
Diejenigen/ welche in dem herculanischen Mu-sco mehr Gemälde von dieser Art gesehen haben/werden leicht eingestehen/ daß sich kein einziges Land-schaftgemalde darunter befindet/ welches mit so vie-ler Annehmlichkeit und Gratie gearbeitet wäre/ alsdas gegenwärtige.
Was' auf diesem Gemälde nun Stof zu Betrach-tungen an die Hand geben kan/ ist erstlich das Thoram Eingang der Brüke; zweitens der Baum/ andessen Zweigen verschiedene Binden hänge»/ und drit-tens das/ was man unter dem Baume abgebildetsieht. Was das Thor betrift/ so besteht dassel--be aus einem Bogen mit einer Art von Thurm ^und einem darauf stehenden Häuschen/ imgleicheni mit einer Fallthüre/ um es zu verschließen und wes-wegen ich es gerade ein Thor nenne. In der That