Denkmale.
sehr einer Statue in der Villa Panfili von na-turlicher Größe/ welche/ bis auf die Marmorart,dem oben erwähnten / fälschlich sogenanten Seiiceaso sehr gleichen/ daß die eine Statue eine Copieder andern zu sein scheint. Der Marmor jener inder Villa Borghese ist aschgrau/ der andern ihrin der Villa Pansi li aber weiß. ZluS dieser Vcr-gleichung nun/ glaube ich/ laßt sich schließen/ daßauch jener angebliche Seneea einen Sklaven vor-stelle. Die Benennung/ unter welcher diese Statutbis dahin bekant gewesen ist/ kan keinen ander»Grund haben/ als den nach vorn zn gebeugten Kör-per uud einige/ wiewohl entfernte Ähnlichkeit mitden Köpfen / welche unter dem Namen dieses Phils-sophen bekaiit sind. Nach dieser VorauSsezung hatman sich nun auch beim Ergänzen gerichtet/ indemman statt der fehlenden Fuße ein Gefäß von afrikani-schem Marmor verfertigte/ in welches diese StMhineingeftzt wurde/ um so eine Badewanne heraus-zubringen ; ausserdem sind aber auch noch die Amneu angesezt. Die Ähnlichkeit des KopfeS dies»Statue mit denen deS Seneca ist indessen keineandere/ als diejenige, welche ein runzelichteS Gesicht,von welcher Art es fei/ mit andern runzclichten Ge-sichtern haben kan. Ich will damit sagen/ daß/ weidieselbe nicht größer ist, sich viele Schwierigkeitendabei einsinden/ besonders in Ansehung der Haare,welche die Stirn dieses Philosophen bedeken/ da hin-gegen bei beiden Statuen die Stirn kahl ist.
j) G. d. K. B- z K. 4— 7 §>)